{"id":52323,"date":"2026-04-06T10:46:11","date_gmt":"2026-04-06T08:46:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20019-594\/"},"modified":"2026-04-06T10:46:12","modified_gmt":"2026-04-06T08:46:12","slug":"20019-594","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20019-594\/","title":{"rendered":"Gesundheitsrelevante Einfl\u00fcsse von Luftinhaltsstoffen und meteorologischen Bedingungen \u2013 Eine Untersuchung der Wirkung von Ozon, Stickstoffdioxid und Temperaturextremen am Beispiel von Gesundheitsdaten aus dem Augsburger Raum"},"content":{"rendered":"<p>Gesundheitsrelevante Einfl\u00fcsse von Luftinhaltsstoffen und meteorologischen Bedingungen<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\"><strong>Fragestellung und Ziel:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das Ziel des Promotionsprojektes ist es, dazu beizutragen, das Gefahrenpotential gesundheitsrelevanter lufthygienischer und klimatologischer Parameter zu untersuchen, indem die Auswirkungen einer verst\u00e4rkten Exposition mit Luftinhaltsstoffen und der Einfluss von Temperaturextremen auf die menschliche Gesundheit quantifiziert werden. Im Idealfall kann durch die Analyse eine Kurzzeitvorhersage hervorgehen, aus der sich auf Grundlage der Wetterbeobachtung ableiten l\u00e4sst, ob mit einer erh\u00f6hten Wahrscheinlichkeit bestimmte Krankheitsbilder auftreten.<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>Initialfragestellung:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:center;\">Zeigen sich lufthygienische und meteorologische Belastungssituationen in den vorliegenden medizinischen Datens\u00e4tzen?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Zahlreiche epidemiologischen Studien beweisen bereits deutliche Zusammenh\u00e4nge zwischen diesen Sachverhalten. Demnach ist es das Ziel der Arbeit auch tiefergehende Fragestellungen zu er\u00f6rtern.<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\"><strong>Kernfragen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:center;\">Welche Auspr\u00e4gungen und Signifikanzen weisen die Zusammenh\u00e4nge auf?<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\">Welche Wetterlagen tragen ein \u00fcberdurchschnittlich hohes Notaufnahmerisiko?<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\">Welchem Faktor kann das gr\u00f6\u00dfte Gefahrenpotential zugeschrieben werden?<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\">Welches sind die h\u00e4ufigsten umweltbezogenen Notaufnahmef\u00e4lle?<\/p>\n<p style=\"text-align:center;\">Welche gesundheitlichen Gefahren birgt der Klimawandel?<\/p>\n<p><strong>Hintergrundwissen:<\/strong><strong> Luft, Klima und Wetterlagen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Da hohe Schadstoffbelastungen in den meisten F\u00e4llen mit der vorherrschenden Luftdrucksituation und damit auch mit der Lufttemperatur eng korrelieren, ist ein gemeinsamer Abgleich von meteorologischen und lufthygienischen Parametern sowie von Wetterlagen mit den Gesundheitsdaten notwendig.<\/p>\n<p><strong>Hintergrundwissen: <\/strong><strong>Gesundheitliches Wirkungsspektrum von Luftschadstoffen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Luftschadstoffe werden durch die Umgebungsluft eingeatmet und rufen daher \u00fcberwiegend Probleme am Respirationstrakt hervor.<\/p>\n<p style=\"text-align:left;\">Weiterhin von Belangen sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Schlaganfall, Demenz, Alzheimer<\/li>\n<li>Herz-\/Kreislaufkrankheiten<\/li>\n<li>Diabetes<\/li>\n<li>Schwangerschaftskomplikationen<\/li>\n<li>beschleunigte Hautalterung und Reizungen von Augen, Nase, Hals und Haut<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Forschungsmethodologisches Vorgehen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Bei der Analyse der Datens\u00e4tze kommen unterschiedliche multivariate statistische Verfahren, wie Regressionsanalysen und Random Forests, Extremwertanalysen sowie Einzelfallstudien zum Einsatz.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Insbesondere Regressionsmodelle werden ein elementarer Bestandteil der Untersuchung sein. Diese statistische Methode eignet sich hervorragend, um Beziehungen zwischen Variablen aufzuzeigen und deren Zusammenhang qualitativ und quantitativ zu beschreiben. F\u00fcr die Analyse der meteorologischen Daten ist zun\u00e4chst eine klassische lineare Regressionsanalyse geplant, die den zeitlichen Verlauf der zu untersuchenden Variablen aufzeigt.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um den direkten Zusammenhang von Umweltfaktoren und Krankheitsf\u00e4llen zu untersuchen, sind reine lineare Regressionsmodelle basierend auf normalverteilten Variablen nicht mehr ausreichend. Ziel ist es, die differenzierte Wirkung aller Kovariablen auf die Zielgr\u00f6\u00dfe zu ermitteln. Hierf\u00fcr sind generalisierte lineare Modelle und generalisierte additive Modelle gut geeignet. Als unabh\u00e4ngige Variablen dienen die Konzentrationen der Luftinhaltsstoffe beziehungsweise der meteorologischen Parameter und die abh\u00e4ngige Variable wird durch die Anzahl an registrierten Krankheitsf\u00e4llen repr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Als vergleichende Methode zu den Regressionsmodellen werden dar\u00fcber hinaus Random Forests eingesetzt. Dieses Verfahren eignet sich ebenso zur Analyse verschiedener Umweltfaktoren und Erkrankungen und basiert auf dem Konzept mehrerer unkorrelierter Entscheidungsb\u00e4ume. Hierdurch l\u00e4sst sich eine Hierarchie der Einflussgr\u00f6\u00dfen erstellen, auch wenn eine strikt quantitative Bewertung der Parameter mit diesem Ansatz nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesundheitsrelevante Einfl\u00fcsse von Luftinhaltsstoffen und meteorologischen Bedingungen Fragestellung und Ziel: Das Ziel des Promotionsprojektes ist es, dazu beizutragen, das Gefahrenpotential gesundheitsrelevanter lufthygienischer und klimatologischer Parameter zu untersuchen, indem die Auswirkungen einer verst\u00e4rkten Exposition mit Luftinhaltsstoffen und der Einfluss von Temperaturextremen auf die menschliche Gesundheit quantifiziert werden. Im Idealfall kann durch die Analyse eine Kurzzeitvorhersage hervorgehen, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-52323","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20019\/594","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Koller","dbu_stipendiaten_vorname":"Stephanie Daniela","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2019-08-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2023-09-30 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Universit\u00e4t Augsburg<br>Medizinische Fakult\u00e4t und Institut f\u00fcr Geographie<br>Professur f\u00fcr Regionalen Klimawandel und Gesundheit","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Elke Hertig","dbu_stipendiaten_email_dienst":"stephaniekoller89@yahoo.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52323","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52323\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58335,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52323\/revisions\/58335"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52323"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52323"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52323"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}