{"id":52318,"date":"2026-10-23T12:48:18","date_gmt":"2026-10-23T10:48:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20019-599\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:21","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:21","slug":"20019-599","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20019-599\/","title":{"rendered":"Fl\u00c3\u00bcchtige organische Verbindungen (VOCs) als Marker der Resistenzph\u00c3\u00a4notypisierung und Instrumente zur Modulation der Pflanzengesundheit in Pflanzen-Pathogen-Interaktionen"},"content":{"rendered":"<p>Modulation von Pflanzen-Pathogen-Interaktionen mittels fl\u00fcchtigen organischen Verbindungen (VOCs)<\/p>\n<p>Pflanzeneigene Metabolite, sog. VOCs (eng. volatile organic compounds) sollen als non-invasive Marker der Resistenzph\u00c3\u00a4notypisierung, sowie als Werkzeuge zur Modulation von Pflanzen-Pathogen-Interaktionen getestet werden.<\/p>\n<p>Ziel ist die Korrelation von VOC-Emission zu dem Resistenzpotential der Pflanze, um zu zeigen, dass sich VOCs als potentielle Alternativen des chemischen Pflanzenschutzes eignen.<\/p>\n<p>Die Gerste dient dabei als Modellorganismus, ob sich verschieden stark ausgepr\u00c3\u00a4gte Anf\u00c3\u00a4lligkeiten gegen\u00c3\u00bcber Echtem Mehltau oder Fusarien durch VOC Muster zeigen lassen.<\/p>\n<p>Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass Senderpflanzen, die mit Mehltau infiziert oder mechanisch verwundet wurden, unterschiedliche Signalkaskaden in einer Empf\u00c3\u00a4ngerpflanze aktivieren. Eine m\u00c3\u00b6gliche Erkl\u00c3\u00a4rung daf\u00c3\u00bcr liegt in den spezifischen Emissionsmustern der Gerstenpflanzen, die anhand von Dufststoffsammel-Experimenten nun analysiert werden.<\/p>\n<p>Im Rahmen einer Resistenz-Chemotypisierung wurden verschiedene Mehltau-resistente Sorten untersucht. Dabei konnten 13 Kandidaten-VOCs identifiziert werden, die durch Pathogenbefall induziert wurden. Zudem lie\u00c3\u0178en sich anhand einer Hauptkomponentenanalyse Muster der VOC-Emission den verschiedenen Resistenzlevels zuordnen. Dies dient als erster Hinweis darauf, dass sich non-invasive Duftstoffe als Resistenzmarker eignen k\u00c3\u00b6nnte und somit f\u00c3\u00bcr zuk\u00c3\u00bcnftige Z\u00c3\u00bcchtungsprogramme herangezogen werden k\u00c3\u00b6nnten.<\/p>\n<p>Aus dieser Auswahl stressinduzierbarer VOCs wurden einzelne Metabolite in Versuchen zur Resistenzinduktion angewandt. In Receivertests mit anschlie\u00c3\u0178endem Pathogenassay konnte eine Modulation der Anf\u00c3\u00a4lligkeit gegen\u00c3\u00bcber Echtem Mehltau beobachtet werden. Dazu wurde ein spezielles dynamisches Luftsystem gebaut, um unter m\u00c3\u00b6glichst realen Bedingungen das Verhalten der Empf\u00c3\u00a4ngerpflanzen zu studieren.<\/p>\n<p>Weiterhin steht hier nun im Fokus, welche zugrundeliegenden Mechanismen f\u00c3\u00bcr diesen &#8220;Priming-Effekt&#8221; verantwortlich sind. Pflanzeneigenen Duftstoffe k\u00c3\u00b6nnten eine innovative und nachhaltige Option im Pflanzenschutz darstellen, um den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln langfristig zu reduzieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Modulation von Pflanzen-Pathogen-Interaktionen mittels fl\u00fcchtigen organischen Verbindungen (VOCs) Pflanzeneigene Metabolite, sog. VOCs (eng. volatile organic compounds) sollen als non-invasive Marker der Resistenzph\u00c3\u00a4notypisierung, sowie als Werkzeuge zur Modulation von Pflanzen-Pathogen-Interaktionen getestet werden. Ziel ist die Korrelation von VOC-Emission zu dem Resistenzpotential der Pflanze, um zu zeigen, dass sich VOCs als potentielle Alternativen des chemischen Pflanzenschutzes eignen. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-52318","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20019\/599","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Laupheimer","dbu_stipendiaten_vorname":"Silvana","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2019-10-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2023-09-30 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Technische Universit\u00c3\u00a4t M\u00c3\u00bcnchen (TUM) Wissenschaftszentrum Weihenstephan Lehrstuhl f\u00c3\u00bcr Phytopathologie","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Ralph H\u00c3\u00bcckelhoven","dbu_stipendiaten_email_dienst":"silvana.laupheimer@tum.de"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52318","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52318\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58330,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52318\/revisions\/58330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52318"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52318"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52318"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}