{"id":52306,"date":"2026-10-23T12:48:18","date_gmt":"2026-10-23T10:48:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20019-611\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:19","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:19","slug":"20019-611","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20019-611\/","title":{"rendered":"Einfluss verschiedener Mikroplastiken auf aquatische Invertebraten sowie dessen Verbreitung und Verbleib in Flie\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4ssern"},"content":{"rendered":"<p>Einfluss verschiedener Mikroplastiken in Flie\u00dfgew\u00e4ssern<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die industrielle Fertigung von Plastik und die damit zusammenh\u00c3\u00a4ngende fortlaufende Verschmutzung der Umwelt gilt als einer der wesentlichen und allgegenwertigen anthropogenen Einfl\u00c3\u00bcsse des 21. Jahrhunderts. Unsachgem\u00c3\u00a4\u00c3\u0178e Entsorgung und Handhabung f\u00c3\u00bchren dazu, dass Kunststoffe in die umliegende aquatische Umwelt gelangen und dort aufgrund ihrer geringen Abbaubarkeit \u00c3\u00bcber lange Zeit einer sukzessiven Degradation zu sogenannten Mikroplastik (MP) Partikeln (> 5 mm) unterliegen. Im Gegensatz zur relativ intensiven Erforschung von MP und dessen Einfluss auf marine \u00c3\u2013kosysteme, ist die Erforschung von Flie\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4ssern nur selten in den Fokus der Wissenschaft ger\u00c3\u00bcckt, obwohl diese schon fr\u00c3\u00bch als Zuleitung f\u00c3\u00bcr die Verschmutzung aus dem Inland identifiziert wurden. Flie\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4sser transportieren neben Frischwasser, Kohlenstoffverbindungen und N\u00c3\u00a4hrstoffen auch partikul\u00c3\u00a4res organisches Material (POM), welches die Nahrungsgrundlage f\u00c3\u00bcr Zersetzer-Detritivoren-Systeme bildet. POM ist ein substantieller Teil des organischen Kohlenstoff-Pools in Fl\u00c3\u00bcssen und B\u00c3\u00a4chen und der stromabw\u00c3\u00a4rts gerichtete Transport im Besonderen substantiell f\u00c3\u00bcr die longitudinale Konnektivit\u00c3\u00a4t und somit durchg\u00c3\u00a4ngige Gew\u00c3\u00a4sserstruktur des Flusseinzugsgebietes. MP ist bzgl. seiner Eigenschaften POM sehr \u00c3\u00a4hnlich. \u00c3\u0153berschneidungen lassen sich in ihrer Dichte, Auftrieb, Form, dem Oberfl\u00c3\u00a4chen-Volumen-Verh\u00c3\u00a4ltnis und der Interaktion ihrer oft abrasiven Oberfl\u00c3\u00a4che mit Mikroorganismen (\u00e2\u20ac\u017ebiofouling\u00e2\u20ac\u0153) feststellen. Aus den genannten Eigenschaften resultiert, dass sich MP Partikel und POM innerhalb des Flie\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4ssers \u00c3\u00a4hnlich verteilen k\u00c3\u00b6nnen, wodurch erh\u00c3\u00b6hte Expositionen verschiedener Habitate innerhalb des Flie\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4ssers entstehen k\u00c3\u00b6nnen. Eine vergleichende Betrachtung der m\u00c3\u00b6glichen Konsequenzen von MP relativ zu nat\u00c3\u00bcrlich vorkommenden Partikeln (POM) fehlt hierbei jedoch.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das beantragte Promotionsvorhaben hat daher zum Ziel, mittels der \u00e2\u20ac\u017eLandau Stream Mesocosm Facility\u00e2\u20ac\u0153 der Universit\u00c3\u00a4t Koblenz-Landau den Transport und Verbleib bzw. die R\u00c3\u00bcckhaltung verschiedener MP im Flie\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4sser zu bestimmen, anhand dessen letztlich die Habitate mit der potentiell h\u00c3\u00b6chsten MP Belastung (in Abh\u00c3\u00a4ngigkeit der Art des Polymers) bestimmt werden k\u00c3\u00b6nnen. Darauf aufbauend werden mittels Expositionsversuchen die \u00c3\u00b6kologischen Auswirkungen verschiedener MPs auf eine aquatische Gemeinschaft nat\u00c3\u00bcrlich vorkommender Filtrierer und Detritivoren untersucht. Im Zusammenschluss bilden die so erlangten Erkenntnisse die Basis f\u00c3\u00bcr ein besseres Verst\u00c3\u00a4ndnis bez\u00c3\u00bcglich der Distribution und des Einflusses von MP auf das \u00c3\u2013kosystem Flie\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4sser.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einfluss verschiedener Mikroplastiken in Flie\u00dfgew\u00e4ssern Die industrielle Fertigung von Plastik und die damit zusammenh\u00c3\u00a4ngende fortlaufende Verschmutzung der Umwelt gilt als einer der wesentlichen und allgegenwertigen anthropogenen Einfl\u00c3\u00bcsse des 21. Jahrhunderts. 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