{"id":52304,"date":"2026-10-23T12:48:18","date_gmt":"2026-10-23T10:48:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20019-613\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:19","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:19","slug":"20019-613","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20019-613\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Erprobung der &#8216;Footprint Identification Technique&#8217; (FIT) f\u00c3\u00bcr den eurasischen Fischotter (Lutra lutra) zur Individuen-Erkennung als Basis f\u00c3\u00bcr Bestandssch\u00c3\u00a4tzungen sowie Erforschung von L\u00c3\u00b6sungsans\u00c3\u00a4tzen f\u00c3\u00bcr bekannte FIT Schwierigkeiten"},"content":{"rendered":"<p>NULL<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\"><strong>Entwicklung und Erprobung der &#8220;Footprint Identification Technique&#8221; (FIT) f\u00c3\u00bcr den eurasischen Fischotter (<em>Lutra lutra<\/em>) zur Individuen-Erkennung als Basis f\u00c3\u00bcr Bestandssch\u00c3\u00a4tzungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00c2\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Der eurasische Fischotter hat im 20. Jahrhundert starke Bestands- und Gebietsverluste erfahren, die letztendlich zu einem regionalen Aussterben der Art in Mitteleuropa gef\u00c3\u00bchrt haben. Durch erfolgreiche Schutzma\u00c3\u0178nahmen ist seit Anfang des 21. Jahrhunderts eine R\u00c3\u00bcckkehr der Art in angestammte Gebiete zu beobachten. Dies ist zun\u00c3\u00a4chst durchweg als erfolgreicher Artenschutz zu bewerten. Die R\u00c3\u00bcckkehr des Otters f\u00c3\u00bchrt mitunter aber auch zu Konflikten mit anderen Interessengruppen. Zur Reduktion dieser Konflikte hat das Bundesland Bayern einen Fischotter-Managementplan erstellt, der als Ziel ausweist, Naturschutzinteressen mit anderen, oft wirtschaftlichen Interessen, bestm\u00c3\u00b6glich zu kombinieren. Auf Druck von Fischerei- und Anglerverb\u00c3\u00a4nden hat jedoch der Bayerische Landtag k\u00c3\u00bcrzlich den Beschluss gefasst, die Entnahme von Fischottern zu erleichtern.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00c2\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">F\u00c3\u00bcr jegliche Art von Managementma\u00c3\u0178nahmen ist eine solide Datenlage, in Form von Information \u00c3\u00bcber Bestandsgr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178en, von elementarer Bedeutung. Da direkte Beobachtungen von Ottern sehr aufwendig sind, wird nach der FFH-Monitoring-Richtlinie nur nach indirekten Nachweisen in Form von Losungen und Trittsiegeln gesucht. Obwohl dieser Ansatz zu Fragestellungen \u00c3\u00bcber den allgemeinen Arterhaltungszustand wichtige Antworten gibt, ist er nicht geeignet Aussagen \u00c3\u00bcber tats\u00c3\u00a4chliche Bestandsgr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178en zu treffen. Hierf\u00c3\u00bcr werden meist Methoden verwendet, die auf DNA Analysen beruhen. Solche Analysen erfordern spezielles Training und sind meist mit erheblichen Kosten verbunden. Eine g\u00c3\u00bcnstige Alternative stellt das nicht-invasive Monitoring von Wildtieren mittels Fu\u00c3\u0178spuren dar.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00c2\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Beim Wildtiermonitoring mittels Fu\u00c3\u0178spuren ist besonders die preisgekr\u00c3\u00b6nte Footprint Identification Technique (FIT) hervorzuheben. FIT trainiert zun\u00c3\u00a4chst Klassifikationsalgorithmen, die auf maschinellem lernen beruhen, an geometrischen Profilen von Fu\u00c3\u0178spuren bekannter Tiere einer Referenzdatenbank. Nach dem Training k\u00c3\u00b6nnen sowohl bekannte als auch unbekannte Tiere identifiziert werden. Dadurch k\u00c3\u00b6nnen Fragen zu Bestandsgr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178en, sowie zur Raumnutzung untersucht werden. Die Methode wird aktuell in 18 aktiven Projekten zu hoch gef\u00c3\u00a4hrdeten Tierarten weltweit verwendet. Sie besticht durch ihre, f\u00c3\u00bcr die meisten Spezies erreichte, kreuzvalidierte Klassifizierungsgenauigkeit von meist \u00c3\u00bcber 90 %. Ebenso ist der geringe Materialaufwand zur Datenerhebung, bestehend aus einem Smartphone und einem Ma\u00c3\u0178stab, hervorzuheben.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00c2\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">In einer vorangegangen Machbarkeitsstudie wurde FIT f\u00c3\u00bcr den eurasischen Fischotter erstmals auf einem kleinen Datensatz erprobt. Die Studie erzielte vielversprechende Ergebnisse, gleichzeitig wurden aber auch Limitationen von FIT aufgezeigt, f\u00c3\u00bcr die es sinnvoll erscheint interdisziplinare L\u00c3\u00b6sungsans\u00c3\u00a4tze zu erforschen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00c2\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Dieses Vorhaben hat zum Ziel zun\u00c3\u00a4chst FIT Modelle f\u00c3\u00bcr den eurasische Otter, aus einem ausreichend gro\u00c3\u0178en Referenzdatensatz, zu trainieren und in einer Feldstudie zu erproben. Dadurch soll die L\u00c3\u00bccke einer bisher nicht verf\u00c3\u00bcgbaren kosteng\u00c3\u00bcnstigen, nicht-invasive Monitoring-Methode f\u00c3\u00bcr Bestandssch\u00c3\u00a4tzungen f\u00c3\u00bcr Fischotter geschlossen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NULL Entwicklung und Erprobung der &#8220;Footprint Identification Technique&#8221; (FIT) f\u00c3\u00bcr den eurasischen Fischotter (Lutra lutra) zur Individuen-Erkennung als Basis f\u00c3\u00bcr Bestandssch\u00c3\u00a4tzungen \u00c2\u00a0 Der eurasische Fischotter hat im 20. Jahrhundert starke Bestands- und Gebietsverluste erfahren, die letztendlich zu einem regionalen Aussterben der Art in Mitteleuropa gef\u00c3\u00bchrt haben. Durch erfolgreiche Schutzma\u00c3\u0178nahmen ist seit Anfang des 21. 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