{"id":52304,"date":"2026-03-28T10:46:19","date_gmt":"2026-03-28T09:46:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20019-613\/"},"modified":"2026-03-28T10:46:19","modified_gmt":"2026-03-28T09:46:19","slug":"20019-613","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20019-613\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Erprobung der &#8216;Footprint Identification Technique&#8217; (FIT) f\u00fcr den eurasischen Fischotter (Lutra lutra) zur Individuen-Erkennung als Basis f\u00fcr Bestandssch\u00e4tzungen sowie Erforschung von L\u00f6sungsans\u00e4tzen f\u00fcr bekannte FIT Schwierigkeiten"},"content":{"rendered":"<p>NULL<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\"><strong>Entwicklung und Erprobung der &#8220;Footprint Identification Technique&#8221; (FIT) f\u00fcr den eurasischen Fischotter (<em>Lutra lutra<\/em>) zur Individuen-Erkennung als Basis f\u00fcr Bestandssch\u00e4tzungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Der eurasische Fischotter hat im 20. Jahrhundert starke Bestands- und Gebietsverluste erfahren, die letztendlich zu einem regionalen Aussterben der Art in Mitteleuropa gef\u00fchrt haben. Durch erfolgreiche Schutzma\u00dfnahmen ist seit Anfang des 21. Jahrhunderts eine R\u00fcckkehr der Art in angestammte Gebiete zu beobachten. Dies ist zun\u00e4chst durchweg als erfolgreicher Artenschutz zu bewerten. Die R\u00fcckkehr des Otters f\u00fchrt mitunter aber auch zu Konflikten mit anderen Interessengruppen. Zur Reduktion dieser Konflikte hat das Bundesland Bayern einen Fischotter-Managementplan erstellt, der als Ziel ausweist, Naturschutzinteressen mit anderen, oft wirtschaftlichen Interessen, bestm\u00f6glich zu kombinieren. Auf Druck von Fischerei- und Anglerverb\u00e4nden hat jedoch der Bayerische Landtag k\u00fcrzlich den Beschluss gefasst, die Entnahme von Fischottern zu erleichtern.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">F\u00fcr jegliche Art von Managementma\u00dfnahmen ist eine solide Datenlage, in Form von Information \u00fcber Bestandsgr\u00f6\u00dfen, von elementarer Bedeutung. Da direkte Beobachtungen von Ottern sehr aufwendig sind, wird nach der FFH-Monitoring-Richtlinie nur nach indirekten Nachweisen in Form von Losungen und Trittsiegeln gesucht. Obwohl dieser Ansatz zu Fragestellungen \u00fcber den allgemeinen Arterhaltungszustand wichtige Antworten gibt, ist er nicht geeignet Aussagen \u00fcber tats\u00e4chliche Bestandsgr\u00f6\u00dfen zu treffen. Hierf\u00fcr werden meist Methoden verwendet, die auf DNA Analysen beruhen. Solche Analysen erfordern spezielles Training und sind meist mit erheblichen Kosten verbunden. Eine g\u00fcnstige Alternative stellt das nicht-invasive Monitoring von Wildtieren mittels Fu\u00dfspuren dar.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Beim Wildtiermonitoring mittels Fu\u00dfspuren ist besonders die preisgekr\u00f6nte Footprint Identification Technique (FIT) hervorzuheben. FIT trainiert zun\u00e4chst Klassifikationsalgorithmen, die auf maschinellem lernen beruhen, an geometrischen Profilen von Fu\u00dfspuren bekannter Tiere einer Referenzdatenbank. Nach dem Training k\u00f6nnen sowohl bekannte als auch unbekannte Tiere identifiziert werden. Dadurch k\u00f6nnen Fragen zu Bestandsgr\u00f6\u00dfen, sowie zur Raumnutzung untersucht werden. Die Methode wird aktuell in 18 aktiven Projekten zu hoch gef\u00e4hrdeten Tierarten weltweit verwendet. Sie besticht durch ihre, f\u00fcr die meisten Spezies erreichte, kreuzvalidierte Klassifizierungsgenauigkeit von meist \u00fcber 90 %. Ebenso ist der geringe Materialaufwand zur Datenerhebung, bestehend aus einem Smartphone und einem Ma\u00dfstab, hervorzuheben.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">In einer vorangegangen Machbarkeitsstudie wurde FIT f\u00fcr den eurasischen Fischotter erstmals auf einem kleinen Datensatz erprobt. Die Studie erzielte vielversprechende Ergebnisse, gleichzeitig wurden aber auch Limitationen von FIT aufgezeigt, f\u00fcr die es sinnvoll erscheint interdisziplinare L\u00f6sungsans\u00e4tze zu erforschen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Dieses Vorhaben hat zum Ziel zun\u00e4chst FIT Modelle f\u00fcr den eurasische Otter, aus einem ausreichend gro\u00dfen Referenzdatensatz, zu trainieren und in einer Feldstudie zu erproben. Dadurch soll die L\u00fccke einer bisher nicht verf\u00fcgbaren kosteng\u00fcnstigen, nicht-invasive Monitoring-Methode f\u00fcr Bestandssch\u00e4tzungen f\u00fcr Fischotter geschlossen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NULL Entwicklung und Erprobung der &#8220;Footprint Identification Technique&#8221; (FIT) f\u00fcr den eurasischen Fischotter (Lutra lutra) zur Individuen-Erkennung als Basis f\u00fcr Bestandssch\u00e4tzungen \u00a0 Der eurasische Fischotter hat im 20. Jahrhundert starke Bestands- und Gebietsverluste erfahren, die letztendlich zu einem regionalen Aussterben der Art in Mitteleuropa gef\u00fchrt haben. Durch erfolgreiche Schutzma\u00dfnahmen ist seit Anfang des 21. Jahrhunderts [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-52304","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20019\/613","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Kistner","dbu_stipendiaten_vorname":"Frederick","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2019-12-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2023-07-31 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Karlsruher Institut f\u00fcr Technologie (KIT) Institut f\u00fcr Photogrammetrie und Fernerkundung","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Stefan Hinz","dbu_stipendiaten_email_dienst":"frederick.kistner@hotmail.com"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52304","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52304\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58316,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52304\/revisions\/58316"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52304"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52304"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52304"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}