{"id":52303,"date":"2026-10-23T12:48:18","date_gmt":"2026-10-23T10:48:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20019-614\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:19","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:19","slug":"20019-614","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20019-614\/","title":{"rendered":"Optimierung von Bl\u00c3\u00bchmischungen zur F\u00c3\u00b6rderung der Wildbienendiversit\u00c3\u00a4t und Best\u00c3\u00a4ubungsleistung in der Kulturlandschaft"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Die Interaktionen zwischen Pflanzen und ihren Best\u00c3\u00a4ubern sind in den letzten Jahren immer mehr in die Aufmerksamkeit der \u00c3\u2013ffentlichkeit ger\u00c3\u00bcckt. Die Bedeutung von Best\u00c3\u00a4ubung als \u00c3\u2013kosystemdienstleistung und der deutliche Best\u00c3\u00a4uberr\u00c3\u00bcckgang sind im Bewusstsein der Bev\u00c3\u00b6lkerung angekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Neben der Honigbiene gibt es in Deutschland mehr als 565 Wildbienenarten, die eine entscheidende Rolle in der Aufrechterhaltung unserer \u00c3\u2013kosysteme spielen. Wildbienen sorgen f\u00c3\u00bcr eine effizientere Best\u00c3\u00a4ubung von (Nutz-)Pflanzen als Honigbienen. Dadurch hat die Diversit\u00c3\u00a4t und Abundanz von Wildbieneneinen direkten Effekt auf unser Leben und unsere Landwirtschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um den massiven R\u00c3\u00bcckgang von Wildbienen zu stoppen und den Best\u00c3\u00a4ubungserfolg in der Agrarlandschaft zu erh\u00c3\u00b6hen, werden vermehrt Versuche unternommen, bestehende Nist- und Nahrungshabitate f\u00c3\u00bcr Wildbienen zu sch\u00c3\u00bctzen und zus\u00c3\u00a4tzlich neue zu schaffen. Dies geschieht beispielsweise indem Nisth\u00c3\u00bcgel f\u00c3\u00bcr bodennistende Arten angelegt oder sogenannte Wildbienenweiden ausges\u00c3\u00a4t werden. Diese Bl\u00c3\u00bchmischungen bestehen aus Wild- und Kulturpflanzen, die fr\u00c3\u00bcher weit verbreitet waren, heute jedoch durch die intensive Landwirtschaft immer weiter verdr\u00c3\u00a4ngt werden. Eines dieser Projekte zum Schutz und zur F\u00c3\u00b6rderung von Wildbienen ist das Verbundprojekt BienABest (Standardisierte Erfassung von Wildbienen zur Evaluierung des Best\u00c3\u00a4uberpotenzials in der Agrarlandschaft; www.bienabest.de) in welchem der VDI e.V. und die Universit\u00c3\u00a4t Ulm (AG Ayasse) zusammenarbeiten. BienABest ist Teil des F\u00c3\u00b6rderprogramms des Bundesprogramms Biologische Vielfalt. Ziel ist es, die Erfassung von Wildbienen zu standardisieren und ihr Best\u00c3\u00a4uberpotenzial in der Agrarlandschaft zu erh\u00c3\u00b6hen. Dazu sind deutschlandweit an 20 Standorten insgesamt 180 verschiedene Untersuchungsfl\u00c3\u00a4chen mit unterschiedlichen Habitattypen angelegt worden, deren Wildbienenbestand mehrmals im Jahr durch Experten aufgenommen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ziel meines Dissertationsprojekts ist es, Ans\u00c3\u00a4tze zur Optimierung von Wildbienenweiden zu finden und durch eine verbesserte F\u00c3\u00b6rderung von Wildbienen die Best\u00c3\u00a4ubungsleistung in der Agrarlandschaft zu erh\u00c3\u00b6hen. Dazu muss ich zun\u00c3\u00a4chst mehr \u00c3\u00bcber die komplexen Interaktionen zwischen Wildbienen und Pflanzen auf Wildbienenweiden zu erfahren und die daraus resultierenden Netzwerke verstehen. Dies f\u00c3\u00bchrt zu der Frage, welche Biene warum welche Pflanze besucht. Eine wichtige Rolle bei diesen Interaktionen haben verschiedene Bl\u00c3\u00bcteneigenschaften, wie Best\u00c3\u00a4uber-anlockende D\u00c3\u00bcfte oder Farben, Morphologie und N\u00c3\u00a4hrstoffe in Nektar und Pollen. Diese visuellen und olfaktorischen Signale werden von Wildbienen und anderen Best\u00c3\u00a4ubern genutzt, um ihre Wirtspflanzen zu finden und sicher zu identifizieren. Gleichzeitig k\u00c3\u00b6nnen diese Eigenschaften auch verschiedene Best\u00c3\u00a4uber ausschlie\u00c3\u0178en. Um dieses Zusammenspiel in einem Netzwerk beschreiben zu k\u00c3\u00b6nnen, sollen zun\u00c3\u00a4chst die Bl\u00c3\u00bctenmerkmale der Pflanzenarten aus der BienABest-Saatgutmischung analysiert und verglichen werden. Weiterhin soll der Best\u00c3\u00a4ubungserfolg der Pflanzen an verschiedenen Standorten und Habitattypen vergleichend untersucht werden, um R\u00c3\u00bcckschl\u00c3\u00bcsse auf den Zusammenhang zwischen Best\u00c3\u00a4ubungserfolg und Wildbienendiversit\u00c3\u00a4t und -abundanz ziehen zu k\u00c3\u00b6nnen. Der Best\u00c3\u00a4ubungserfolg wird mittels Topfpflanzen ermittelt, die auf den Versuchsfl\u00c3\u00a4chen best\u00c3\u00a4ubt werden und deren Samen danach ausgez\u00c3\u00a4hlt werden. Mit diesen Untersuchungen m\u00c3\u00b6chte ich zu einem besseren Wildbienenschutz beitragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Interaktionen zwischen Pflanzen und ihren Best\u00c3\u00a4ubern sind in den letzten Jahren immer mehr in die Aufmerksamkeit der \u00c3\u2013ffentlichkeit ger\u00c3\u00bcckt. 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