{"id":52303,"date":"2026-02-11T10:48:01","date_gmt":"2026-02-11T09:48:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20019-614\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:04","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:04","slug":"20019-614","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20019-614\/","title":{"rendered":"Optimierung von Bl\u00fchmischungen zur F\u00f6rderung der Wildbienendiversit\u00e4t und Best\u00e4ubungsleistung in der Kulturlandschaft"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Die Interaktionen zwischen Pflanzen und ihren Best\u00e4ubern sind in den letzten Jahren immer mehr in die Aufmerksamkeit der \u00d6ffentlichkeit ger\u00fcckt. Die Bedeutung von Best\u00e4ubung als \u00d6kosystemdienstleistung und der deutliche Best\u00e4uberr\u00fcckgang sind im Bewusstsein der Bev\u00f6lkerung angekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Neben der Honigbiene gibt es in Deutschland mehr als 565 Wildbienenarten, die eine entscheidende Rolle in der Aufrechterhaltung unserer \u00d6kosysteme spielen. Wildbienen sorgen f\u00fcr eine effizientere Best\u00e4ubung von (Nutz-)Pflanzen als Honigbienen. Dadurch hat die Diversit\u00e4t und Abundanz von Wildbieneneinen direkten Effekt auf unser Leben und unsere Landwirtschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um den massiven R\u00fcckgang von Wildbienen zu stoppen und den Best\u00e4ubungserfolg in der Agrarlandschaft zu erh\u00f6hen, werden vermehrt Versuche unternommen, bestehende Nist- und Nahrungshabitate f\u00fcr Wildbienen zu sch\u00fctzen und zus\u00e4tzlich neue zu schaffen. Dies geschieht beispielsweise indem Nisth\u00fcgel f\u00fcr bodennistende Arten angelegt oder sogenannte Wildbienenweiden ausges\u00e4t werden. Diese Bl\u00fchmischungen bestehen aus Wild- und Kulturpflanzen, die fr\u00fcher weit verbreitet waren, heute jedoch durch die intensive Landwirtschaft immer weiter verdr\u00e4ngt werden. Eines dieser Projekte zum Schutz und zur F\u00f6rderung von Wildbienen ist das Verbundprojekt BienABest (Standardisierte Erfassung von Wildbienen zur Evaluierung des Best\u00e4uberpotenzials in der Agrarlandschaft; www.bienabest.de) in welchem der VDI e.V. und die Universit\u00e4t Ulm (AG Ayasse) zusammenarbeiten. BienABest ist Teil des F\u00f6rderprogramms des Bundesprogramms Biologische Vielfalt. Ziel ist es, die Erfassung von Wildbienen zu standardisieren und ihr Best\u00e4uberpotenzial in der Agrarlandschaft zu erh\u00f6hen. Dazu sind deutschlandweit an 20 Standorten insgesamt 180 verschiedene Untersuchungsfl\u00e4chen mit unterschiedlichen Habitattypen angelegt worden, deren Wildbienenbestand mehrmals im Jahr durch Experten aufgenommen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ziel meines Dissertationsprojekts ist es, Ans\u00e4tze zur Optimierung von Wildbienenweiden zu finden und durch eine verbesserte F\u00f6rderung von Wildbienen die Best\u00e4ubungsleistung in der Agrarlandschaft zu erh\u00f6hen. Dazu muss ich zun\u00e4chst mehr \u00fcber die komplexen Interaktionen zwischen Wildbienen und Pflanzen auf Wildbienenweiden zu erfahren und die daraus resultierenden Netzwerke verstehen. Dies f\u00fchrt zu der Frage, welche Biene warum welche Pflanze besucht. Eine wichtige Rolle bei diesen Interaktionen haben verschiedene Bl\u00fcteneigenschaften, wie Best\u00e4uber-anlockende D\u00fcfte oder Farben, Morphologie und N\u00e4hrstoffe in Nektar und Pollen. Diese visuellen und olfaktorischen Signale werden von Wildbienen und anderen Best\u00e4ubern genutzt, um ihre Wirtspflanzen zu finden und sicher zu identifizieren. Gleichzeitig k\u00f6nnen diese Eigenschaften auch verschiedene Best\u00e4uber ausschlie\u00dfen. Um dieses Zusammenspiel in einem Netzwerk beschreiben zu k\u00f6nnen, sollen zun\u00e4chst die Bl\u00fctenmerkmale der Pflanzenarten aus der BienABest-Saatgutmischung analysiert und verglichen werden. Weiterhin soll der Best\u00e4ubungserfolg der Pflanzen an verschiedenen Standorten und Habitattypen vergleichend untersucht werden, um R\u00fcckschl\u00fcsse auf den Zusammenhang zwischen Best\u00e4ubungserfolg und Wildbienendiversit\u00e4t und -abundanz ziehen zu k\u00f6nnen. Der Best\u00e4ubungserfolg wird mittels Topfpflanzen ermittelt, die auf den Versuchsfl\u00e4chen best\u00e4ubt werden und deren Samen danach ausgez\u00e4hlt werden. Mit diesen Untersuchungen m\u00f6chte ich zu einem besseren Wildbienenschutz beitragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Interaktionen zwischen Pflanzen und ihren Best\u00e4ubern sind in den letzten Jahren immer mehr in die Aufmerksamkeit der \u00d6ffentlichkeit ger\u00fcckt. Die Bedeutung von Best\u00e4ubung als \u00d6kosystemdienstleistung und der deutliche Best\u00e4uberr\u00fcckgang sind im Bewusstsein der Bev\u00f6lkerung angekommen. Neben der Honigbiene gibt es in Deutschland mehr als 565 Wildbienenarten, die eine entscheidende Rolle in der Aufrechterhaltung unserer [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2477],"class_list":["post-52303","promotionsstipendium","type-promotionsstipendium","status-publish","hentry","tag-deutschland"],"meta_box":{"dbu_stipendiaten_az":"20019\/614","dbu_stipendiaten_anrede":"","dbu_stipendiaten_nachname":"Heuel","dbu_stipendiaten_vorname":"Kim Christin","dbu_stipendiaten_titel":"","dbu_stipendiaten_fbeginn":"2020-04-01 00:00:00","dbu_stipendiaten_fende":"2023-09-30 00:00:00","dbu_stipendiaten_e_anschrif":"Universit\u00e4t Ulm<br>Fakult\u00e4t f\u00fcr Naturwissenschaften<br>Institut f\u00fcr Evolutions\u00f6kologie und","dbu_stipendiaten_betreuer":"Prof. Dr. Manfred Ayasse","dbu_stipendiaten_email_dienst":"kim.heuel@gmail.com"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52303","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/promotionsstipendium"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52303\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58315,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/promotionsstipendium\/52303\/revisions\/58315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52303"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52303"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52303"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}