{"id":52301,"date":"2026-02-11T10:48:01","date_gmt":"2026-02-11T09:48:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20019-616\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:04","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:04","slug":"20019-616","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20019-616\/","title":{"rendered":"Struktur und Vernetzung: Welchen Effekt hat Retentions-Forstwirtschaft auf die pilzliche Diversit\u00e4t?"},"content":{"rendered":"<p>NULL<\/p>\n<p>Ein Gro\u00dfteil der W\u00e4lder wird multifunktional genutzt, was potenziell zu Konflikten zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz f\u00fchren kann. Diskussionspunkte sind hier u.a. die Vereinfachung von Waldstrukturen und die effektive Vernetzung von Lebensr\u00e4umen. Ein moderner, integrativer Naturschutzansatz, der solche Konflikte reduzieren kann, ist die Retentions-Forstwirtschaft. Dabei wird durch das Belassen von Strukturelementen bei der Holzernte eine gewisse Kontinuit\u00e4t der Waldzusammensetzung, Struktur und Funktionsweise angestrebt. Jedoch wurde dieses Konzept in borealen Waldsystemen entwickelt und wieweit sich die Erkenntnisse aus der borealen Kahlschlagwirtschaft auch auf temperate Hochw\u00e4lder \u00fcbertragen lassen ist bisher kaum bekannt.<\/p>\n<p>Eine \u00f6kologisch wichtige Gruppe im \u00d6kosystem Wald sind die Pilze. Diese treiben mehrere \u00d6kosystemprozesse an (C-Kreislauf, N-Kreislauf, P-Kreislauf) und beeinflussen die Struktur der Artengemeinschaften von Pflanzen, Tieren und Bakterien \u00fcber biotische Interaktionen. Dar\u00fcber hinaus handelt es sich um eine sehr artenreiche Organismengruppe (ca.\u00a014 000 Taxa in Deutschland), die bislang nur ungen\u00fcgend untersucht wurde. Gleichzeitig sind viele Pilzarten durch den Einfluss des Menschen ernsthaft bedroht, als Gr\u00fcnde werden in der \u201eRoten Liste\u201c unter anderem der Mangel an alten Waldbest\u00e4nden und starkem Biotopholz sowie die Umwidmung von Naturfl\u00e4chen angegeben.<\/p>\n<p>In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gef\u00f6rderten Graduiertenkolleg ConFoBi (Conservation of Forest Biodiversity in Multiple-Use Landscapes of Central Europe) wird mehrskalige, \u00f6kologische Forschung zur Diversit\u00e4t in W\u00e4ldern betrieben und mit sozialen und \u00f6konomischen Studien zum Erhalt dieser Biodiversit\u00e4t kombiniert. Der Fokus von ConFoBi liegt dabei auf der \u00dcberpr\u00fcfung der Wirksamkeit von Retentions-Ma\u00dfnahmen, speziell im Hinblick auf Habitatb\u00e4ume und Totholz. Dabei wird eine Vielzahl von Organismengruppen abgedeckt. Jedoch werden Pilze, die im \u00d6kosystem Wald mehrere wichtige Funktionen erf\u00fcllen bislang nicht bearbeitet. Auch gibt es bisher nur wenige Studien, die Effekte der Retentions-Forstwirtschaft auf Pilze untersuchen. Dabei sind evidenzbasierte Managementstrategien f\u00fcr den Erhalt der Biodiversit\u00e4t im Wald unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p>In diesem Projekt wird im Rahmen der bereits etablierten Forschungsinfrastruktur von ConFoBi deshalb der Effekt der strukturellen Komplexit\u00e4t von bewirtschafteten W\u00e4ldern auf mehreren r\u00e4umlichen Ebenen auf die Pilzvielfalt untersucht. Dazu sollen klassische pilzkundliche Methoden mit modernen molekularen Ans\u00e4tzen verbunden werden. Schlie\u00dflich werden die in diesem Vorhaben erfassten Pilzarten mit den vorliegenden Diversit\u00e4tsdaten aus ConFoBi verschnitten, um Zusammenh\u00e4nge zwischen der Diversit\u00e4t der Pilze und der Diversit\u00e4t anderer Organismengruppen zu untersuchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NULL Ein Gro\u00dfteil der W\u00e4lder wird multifunktional genutzt, was potenziell zu Konflikten zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz f\u00fchren kann. Diskussionspunkte sind hier u.a. die Vereinfachung von Waldstrukturen und die effektive Vernetzung von Lebensr\u00e4umen. Ein moderner, integrativer Naturschutzansatz, der solche Konflikte reduzieren kann, ist die Retentions-Forstwirtschaft. 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