{"id":52299,"date":"2026-02-11T10:48:01","date_gmt":"2026-02-11T09:48:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20019-618\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:03","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:03","slug":"20019-618","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20019-618\/","title":{"rendered":"Wissen, was wirkt. Kausalanalyse der Gesundheitseffekte menschengemachter Umweltver\u00e4nderungen im Rahmen evidenzbasierter Politik"},"content":{"rendered":"<p>Der menschliche Bedarf an Mobilit\u00e4t, Energie, Industrie-, und Landwirtschaftserzeugnissen beeinflusst die physische Umwelt in vielerlei Hinsicht, f\u00fchrt zu gro\u00dfr\u00e4umigen Ver\u00e4nderungen durch die Bef\u00f6rderung des Klimawandels sowie der Verschmutzung von Luft, Wasser und B\u00f6den. Anthropogene Umweltver\u00e4nderungen f\u00fcgen der menschlichen Gesundheit gro\u00dfe vermeidbare Sch\u00e4den zu. Zahlreiche Studien belegen den Zusammenhang zwischen schlechten Umweltbedingungen und verfr\u00fchter Mortalit\u00e4t. Die World Health Organization sch\u00e4tzt, dass f\u00fcr das Jahr 2012 global betrachtet jeder vierte Sterbefall schlechten Umweltbedingungen zuzurechnen ist (WHO 2016). Die meist durchgef\u00fchrten Analysen von Mortalit\u00e4tsraten ber\u00fccksichtigen jedoch nicht, dass nicht nur die Zahl der gelebten Jahre beeinflusst wird, sondern ma\u00dfgeblich auch deren Qualit\u00e4t. Zudem sind Gesundheitsfolgen m\u00f6glicherweise nicht direkt erkennbar, sondern erst nach Jahren. Die sozialen Kosten von weniger folgenschweren und langfristigen Gesundheitssch\u00e4den k\u00f6nnen die der Mortalit\u00e4t um ein Vielfaches \u00fcbersteigen und sind bislang weitgehend unerforscht.<\/p>\n<p>Mein empirisches Promotionsvorhaben analysiert bestehende umweltbedingte Gesundheitsrisiken und evaluiert die Wirksamkeit und Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit ausgew\u00e4hlter Umwelt- und Gesundheitspolitikma\u00dfnahmen in Deutschland. Zu den dr\u00e4ngendsten menschengemachten Umweltproblemen hierzulande geh\u00f6ren beispielsweise die vom Verkehr verursachte Luftverschmutzung und die vom Klimawandel verursachten Hitzeperioden. Das \u00fcbergeordnete Ziel ist die Unterst\u00fctzung einer evidenzbasierten Politikgestaltung. Dabei konzentriert sich das Vorhaben auf Erkenntnisse zu den Gesundheitslasten und Schutzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Kinder, welche w\u00e4hrend ihrer pr\u00e4natalen und postnatalen Entwicklungsphase besonders exponiert sind. Die Identifikation kausaler Exposition-Wirkungs-Zusammenh\u00e4nge erfolgt \u00fcber quasi-experimentelle Forschungsdesigns. F\u00fcr die Analyse wird ein komplexer Mikrodatensatz mit anonymisierten Patientendaten f\u00fcr etwa ein Drittel der Bev\u00f6lkerung in Deutschland herangezogen. Im Gegensatz zu bisherigen Studien erlaubt die Reichhaltigkeit und Detailtiefe der Daten sowie die verf\u00fcgbare Historie von Individualdaten \u00fcber mehr als ein Jahrzehnt, nicht nur die Analyse von Mortalit\u00e4tseffekten, sondern auch die Beobachtung gesundheitlicher Einschr\u00e4nkungen w\u00e4hrend des Lebens und \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der menschliche Bedarf an Mobilit\u00e4t, Energie, Industrie-, und Landwirtschaftserzeugnissen beeinflusst die physische Umwelt in vielerlei Hinsicht, f\u00fchrt zu gro\u00dfr\u00e4umigen Ver\u00e4nderungen durch die Bef\u00f6rderung des Klimawandels sowie der Verschmutzung von Luft, Wasser und B\u00f6den. Anthropogene Umweltver\u00e4nderungen f\u00fcgen der menschlichen Gesundheit gro\u00dfe vermeidbare Sch\u00e4den zu. Zahlreiche Studien belegen den Zusammenhang zwischen schlechten Umweltbedingungen und verfr\u00fchter Mortalit\u00e4t. 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