{"id":52299,"date":"2026-10-23T12:48:15","date_gmt":"2026-10-23T10:48:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20019-618\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:18","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:18","slug":"20019-618","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20019-618\/","title":{"rendered":"Wissen, was wirkt. Kausalanalyse der Gesundheitseffekte menschengemachter Umweltver\u00c3\u00a4nderungen im Rahmen evidenzbasierter Politik"},"content":{"rendered":"<p>Der menschliche Bedarf an Mobilit\u00c3\u00a4t, Energie, Industrie-, und Landwirtschaftserzeugnissen beeinflusst die physische Umwelt in vielerlei Hinsicht, f\u00c3\u00bchrt zu gro\u00c3\u0178r\u00c3\u00a4umigen Ver\u00c3\u00a4nderungen durch die Bef\u00c3\u00b6rderung des Klimawandels sowie der Verschmutzung von Luft, Wasser und B\u00c3\u00b6den. Anthropogene Umweltver\u00c3\u00a4nderungen f\u00c3\u00bcgen der menschlichen Gesundheit gro\u00c3\u0178e vermeidbare Sch\u00c3\u00a4den zu. Zahlreiche Studien belegen den Zusammenhang zwischen schlechten Umweltbedingungen und verfr\u00c3\u00bchter Mortalit\u00c3\u00a4t. Die World Health Organization sch\u00c3\u00a4tzt, dass f\u00c3\u00bcr das Jahr 2012 global betrachtet jeder vierte Sterbefall schlechten Umweltbedingungen zuzurechnen ist (WHO 2016). Die meist durchgef\u00c3\u00bchrten Analysen von Mortalit\u00c3\u00a4tsraten ber\u00c3\u00bccksichtigen jedoch nicht, dass nicht nur die Zahl der gelebten Jahre beeinflusst wird, sondern ma\u00c3\u0178geblich auch deren Qualit\u00c3\u00a4t. Zudem sind Gesundheitsfolgen m\u00c3\u00b6glicherweise nicht direkt erkennbar, sondern erst nach Jahren. Die sozialen Kosten von weniger folgenschweren und langfristigen Gesundheitssch\u00c3\u00a4den k\u00c3\u00b6nnen die der Mortalit\u00c3\u00a4t um ein Vielfaches \u00c3\u00bcbersteigen und sind bislang weitgehend unerforscht.<\/p>\n<p>Mein empirisches Promotionsvorhaben analysiert bestehende umweltbedingte Gesundheitsrisiken und evaluiert die Wirksamkeit und Verh\u00c3\u00a4ltnism\u00c3\u00a4\u00c3\u0178igkeit ausgew\u00c3\u00a4hlter Umwelt- und Gesundheitspolitikma\u00c3\u0178nahmen in Deutschland. Zu den dr\u00c3\u00a4ngendsten menschengemachten Umweltproblemen hierzulande geh\u00c3\u00b6ren beispielsweise die vom Verkehr verursachte Luftverschmutzung und die vom Klimawandel verursachten Hitzeperioden. Das \u00c3\u00bcbergeordnete Ziel ist die Unterst\u00c3\u00bctzung einer evidenzbasierten Politikgestaltung. Dabei konzentriert sich das Vorhaben auf Erkenntnisse zu den Gesundheitslasten und Schutzm\u00c3\u00b6glichkeiten f\u00c3\u00bcr Kinder, welche w\u00c3\u00a4hrend ihrer pr\u00c3\u00a4natalen und postnatalen Entwicklungsphase besonders exponiert sind. Die Identifikation kausaler Exposition-Wirkungs-Zusammenh\u00c3\u00a4nge erfolgt \u00c3\u00bcber quasi-experimentelle Forschungsdesigns. F\u00c3\u00bcr die Analyse wird ein komplexer Mikrodatensatz mit anonymisierten Patientendaten f\u00c3\u00bcr etwa ein Drittel der Bev\u00c3\u00b6lkerung in Deutschland herangezogen. Im Gegensatz zu bisherigen Studien erlaubt die Reichhaltigkeit und Detailtiefe der Daten sowie die verf\u00c3\u00bcgbare Historie von Individualdaten \u00c3\u00bcber mehr als ein Jahrzehnt, nicht nur die Analyse von Mortalit\u00c3\u00a4tseffekten, sondern auch die Beobachtung gesundheitlicher Einschr\u00c3\u00a4nkungen w\u00c3\u00a4hrend des Lebens und \u00c3\u00bcber lange Zeitr\u00c3\u00a4ume.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der menschliche Bedarf an Mobilit\u00c3\u00a4t, Energie, Industrie-, und Landwirtschaftserzeugnissen beeinflusst die physische Umwelt in vielerlei Hinsicht, f\u00c3\u00bchrt zu gro\u00c3\u0178r\u00c3\u00a4umigen Ver\u00c3\u00a4nderungen durch die Bef\u00c3\u00b6rderung des Klimawandels sowie der Verschmutzung von Luft, Wasser und B\u00c3\u00b6den. Anthropogene Umweltver\u00c3\u00a4nderungen f\u00c3\u00bcgen der menschlichen Gesundheit gro\u00c3\u0178e vermeidbare Sch\u00c3\u00a4den zu. 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