{"id":52294,"date":"2026-02-11T10:48:01","date_gmt":"2026-02-11T09:48:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20019-623\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:02","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:02","slug":"20019-623","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20019-623\/","title":{"rendered":"Untersuchung von Zn(II)-Komplexen als preisg\u00fcnstige Triplett-Emitter"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Die Untersuchung effizienter Emittermaterialien f\u00fcr die Anwendung in organischen bzw. organometallischen lichtemittierenden Dioden (OLEDs) ist im Hinblick auf die Energiewende von gro\u00dfem Interesse. In den letzten Jahren sind Cu(I)-Komplexe in den Fokus ger\u00fcckt, da sie die Herstellung preisg\u00fcnstiger Emitter erm\u00f6glichen und die d10-Konfiguration von Cu(I) dd*-\u00dcberg\u00e4nge unterbindet. Trotz seiner d10-Elektronenkonfiguration wurde Zink(II) bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Zink stellt aufgrund seiner hohen Verf\u00fcgbarkeit eine noch preisg\u00fcnstigere Alternative als Kupfer dar und ist nicht toxisch. Zudem sind Zn(II)-Komplexe im Gegensatz zu Cu(I)-Komplexen in der Regel luftstabil, was die Herstellung eines Devices deutlich vereinfacht. In der Vielzahl lumineszenter Zn(II)-Komplexe nimmt das Metallzentrum jedoch nur eine passive, strukturgebende Rolle ein und ist an den strahlenden Prozessen nicht beteiligt, sodass die positiven Eigenschaften der Metallanwesenheit nicht zum Tragen kommen. Jedoch zeigen Lumineszenzstudien heteroleptischer [Zn(XPhS)2(phen)]-Komplexe (X = F5, 4-Cl, 4-Me, 4-OMe) aus den 1980er Jahren au\u00dfergew\u00f6hnliche photophysikalische Eigenschaften und damit ein bislang unentdecktes Potential.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Der Fokus meiner Promotion liegt auf der Reproduktion dieser Lumineszenzstudien mit den heutigen, modernen M\u00f6glichkeiten der Spektroskopie. Dies ist ausschlaggebend, um das beschriebene photophysikalische Verhalten zu best\u00e4tigen oder unter Umst\u00e4nden korrigieren zu k\u00f6nnen und basierend auf diesen Daten eine neue Designstrategie f\u00fcr die Synthese effizienter Triplett-Emitter basierend auf Zn(II) zu entwickeln.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ein zweiter Fokus liegt auf der Synthese. Da die meisten bekannten Zn(II)-Komplexe homoleptisch sind, wird das Auftreten eines LLCT verhindert. Durch die Synthese heteroleptischer Donor-Akzeptor-Komplexe kann dieses Problem \u00fcberwunden werden. Carbene mit hoher \u03c0-Akzeptorst\u00e4rke und leicht oxidierbaren Liganden stellen eine vielversprechende Kombination dar, die zur Bildung von LLCT f\u00fchren sollen und sogar einen Ligand-zu-Metall-Ladungstransfer (engl. <em>ligand-to-metal charge transfer<\/em>, LMCT) erm\u00f6glichen k\u00f6nnten. Letzteres w\u00fcrde Zn(II) aus seiner passiven Rolle heben, sodass die Spin-Bahn-Kopplung effiziente Phosphoreszenz oder thermisch aktivierte\u00a0verz\u00f6gerte Fluoreszenz (engl. <em>thermally activated delayed fluorescence<\/em>, TADF) beg\u00fcnstigt. Unter Verwendung der unterschiedlichen Donor- und Akzeptorliganden soll der Einfluss der Koordinationsgeometrie (linear, trigonal, tetraedrisch, pentagonal), der Ladung des Komplexes (neutral, monokationisch) und der Donor- bzw. Akzeptorst\u00e4rke auf die lumineszenten Eigenschaften untersucht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Untersuchung effizienter Emittermaterialien f\u00fcr die Anwendung in organischen bzw. organometallischen lichtemittierenden Dioden (OLEDs) ist im Hinblick auf die Energiewende von gro\u00dfem Interesse. In den letzten Jahren sind Cu(I)-Komplexe in den Fokus ger\u00fcckt, da sie die Herstellung preisg\u00fcnstiger Emitter erm\u00f6glichen und die d10-Konfiguration von Cu(I) dd*-\u00dcberg\u00e4nge unterbindet. 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