{"id":52292,"date":"2026-02-11T10:48:01","date_gmt":"2026-02-11T09:48:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20019-625\/"},"modified":"2026-02-11T10:48:02","modified_gmt":"2026-02-11T09:48:02","slug":"20019-625","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20019-625\/","title":{"rendered":"Biotransformationen von Lignin-Monomeren mittels bakterieller Flavin abh\u00e4ngiger Oxidasen zu Ferulas\u00e4ure-Derivaten"},"content":{"rendered":"<p>NULL<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Heutzutage basiert nahezu die gesamte Produktion von Basis- und Feinchemikalien auf petrochemischen Prozessen. Im Rahmen der Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft stellt Lignin mit einer j\u00e4hrlich in Pflanzen produzierten Menge von 5 bis 36 x 10^8 Tonnen die gr\u00f6\u00dfte nachhaltige Kohlenstoffquelle f\u00fcr aromatische Verbindungen dar. Gleichzeitig fallen in der Papierherstellung 48 bis 80 Millionen Tonnen Lignin als Nebenprodukt an. Daher wird seit l\u00e4ngerem versucht Lignin als Rohstoffquelle zu erschlie\u00dfen. Neben anderen Verfahren zur Lignin-Degradation hat sich insbesondere der Einsatz von Mikroorganismen und Biokatalysatoren als umweltfreundliche Methode etabliert. Diese weisen allerdings einige Nachteile auf, da nur wenige Schl\u00fcsselintermediate gewonnen werden k\u00f6nnen und die Substrate aufgrund schlechter Wasserl\u00f6slichkeit teils schwer zug\u00e4nglich sind.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Um die Effizienz des Prozesses zu steigern besteht die M\u00f6glichkeit der Kopplung mit einem technischen Prozess, welcher durch Zugabe von organischen L\u00f6semitteln die L\u00f6slichkeit der Substarte erh\u00f6ht und bei erh\u00f6hten Temperaturen abl\u00e4uft. Dies setzt allerdings L\u00f6semittel-tolerante Biokatalysatoren voraus. Da entsprechende Peroxidasen zur Degradation von Lignin bereits bekannt sind, liegt der Fokus dieser Arbeit auf der Charakterisierung und Etablierung von Oxidasen, die eine flexible Kanalisierung vieler Lignin-Monomere zu wenigen, industriell nutzbaren Plattformchemikalien erlauben.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ziel der Arbeit ist es L\u00f6semittel-tolerante, bakterielle Oxidasen durch eine Genomsuche nach Homologen der Eugenol-Oxidase (EUGO) aus <em>Rhdococcus jostii<\/em> sowie der meta-Proteomanalyse von Umweltproben zu finden, zu charakterisieren und in einer Modellkaskade die Reaktion vom Lignin-Degradationsprodukt Eugenol \u00fcber die Plattformchemikalie Ferulas\u00e4ure zu industriell relevanten Substanzklassen zu etablieren.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">EUGO katalysiert die namensgebende Oxidation von Eugenol zu Coniferylaklohol. Da f\u00fcr das eukaryotische Analoga Vanilyl Alkohol Oxidase (VAO) bereits nachfolgende Oxidationsprodukte bis hin zur Ferulas\u00e4ure nachgewiesen wurden, ist es wahrscheinlich, dass bakterielle Analoga von EUGO existieren, welche andere oder sogar mehrere Schritte der Reaktion von Eugenol zur Ferulas\u00e4ure katalysieren k\u00f6nnen.<br \/>Ferulas\u00e4ure stellt ein zentrales Intermediat auf dem biokatalytischen Weg zu einem breiten Produktspektrum an Styrol-, Benzaldehyd- oder Aminos\u00e4ure-Derivate dar. In dieser Arbeit soll die Catechol-Oxidase vermittelte Reaktion zur Stubstanzklasse der Cumarine etabliert werden, welche als Naturstoffe \u00fcber pharmakologische Relevanz verf\u00fcgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NULL Heutzutage basiert nahezu die gesamte Produktion von Basis- und Feinchemikalien auf petrochemischen Prozessen. 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