{"id":52264,"date":"2026-02-11T10:46:56","date_gmt":"2026-02-11T09:46:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20020-653\/"},"modified":"2026-02-11T10:46:58","modified_gmt":"2026-02-11T09:46:58","slug":"20020-653","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20020-653\/","title":{"rendered":"Methodenentwicklung zur Quantifizierung von Reifenpartikeln in Umweltproben durch direkte Bestimmung von Pyrolyseprodukten und indirekte Bestimmung von organischen und anorganischen Markern"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">In den letzten Jahren hat der Reifenabrieb als partikelf\u00f6rmiger Umweltkontaminant zunehmend Aufmerksamkeit erhalten. Mehrer Studien \u00fcber Quellen und Mengen der Mikroplastikfreisetzung kamen zu dem Schluss, dass der Reifenabrieb die gr\u00f6\u00dfte Einzelemissionsquelle repr\u00e4sentiert und bis zu 42,5-69,5 % der gesamten Mikroplastikemission ausmacht. Allein in Deutschland wird die Emission der Reifenpartikel auf ca. 130.000 t\/a bzw. 1,6 kg\/(cap a) gesch\u00e4tzt. Diese verbleiben zun\u00e4chst auf und neben der Stra\u00dfe, werden jedoch durch Winde verweht und durch Regen von der Stra\u00dfe gesp\u00fclt und k\u00f6nnen so in die verschiedensten aquatischen und terrestrischen Umweltkompartimente gelangen. Der endg\u00fcltige Verbleib der Reifenabriebspartikel nach der Emission ist jedoch Gegenstand laufender Forschungsarbeiten und die Daten \u00fcber die Verteilung und die Konzentrationen in der Umwelt sind rar. Urs\u00e4chlich daf\u00fcr ist, unter anderem, ein Mangel an geeigneten analytischen Methoden, da der Reifenabrieb als Elastomer nicht von Beginn an in die Mikroplastik-Diskussion integriert war und sich die entwickelten Mikroplastik Analysemethoden nicht auf den Reifenabrieb \u00fcbertragen lassen oder nicht spezifisch genug und arbeitsintensiv sind.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Obwohl die genaue Verteilung und Auswirkungen der Reifenpartikel in der Umwelt weiterhin unbekannt sind, gehen Modellstudien davon aus, dass anteilig bis zu 25 % der Reifenpartikel Gew\u00e4sser erreichen k\u00f6nnen. Dies stellt eine weitere Problematik dar, da Reifen chemisch komplex sind, denn sie enthalten eine gro\u00dfe Vielfalt an organischen Chemikalien wie Vulkanisationsmittel, Beschleuniger, Aktivatoren, Weichmacher, Antioxidantien und Antiozonantien. Daher stellen Reifenabriebspartikel nicht nur selbst ein Umweltkontaminant dar, sondern sind auch eine potenzielle Quelle f\u00fcr eine Vielzahl organischer Chemikalien als Umweltschadstoffe. Studien zu den sogenannten Reifenleachables sind bisher jedoch wenig systematisch durchgef\u00fchrt worden oder fokussieren sich nur auf ausgew\u00e4hlte, bekannte Substanzen, sodass \u00fcber die m\u00f6gliche Vielfalt an Reifenleachables und deren potenzielles Umweltvorkommen, sowie deren Verteilung wenig bekannt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">In diesem Promotionsvorhaben soll die Wissensl\u00fccke \u00fcber die Reifenlechables verringert werden. Dazu wird zun\u00e4chst untersucht, welche Substanzen sich aus Reifen prinzipiell herausl\u00f6sen k\u00f6nnen, indem Leachingversuche mit einer Auswahl von neuen, sowie gebrauchten Reifen durchgef\u00fchrt werden. Die systematische Auswertung dieser Leachates soll die Identifizierung potenzieller reifenb\u00fcrtiger Umweltkontaminante erm\u00f6glichen. Zur Best\u00e4tigung der Relevanz dieser identifizierten Reifenleachables soll ein Umweltscreening erfolgen, welches sowohl Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser als auch Kl\u00e4ranlagen mit einschlie\u00dft. Abschlie\u00dfend soll eine Abbaustudie durchgef\u00fchrt werden, um Aufschl\u00fcsse \u00fcber die Verteilung und das Verhalten der Reifenleachables in der Umwelt zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Jahren hat der Reifenabrieb als partikelf\u00f6rmiger Umweltkontaminant zunehmend Aufmerksamkeit erhalten. Mehrer Studien \u00fcber Quellen und Mengen der Mikroplastikfreisetzung kamen zu dem Schluss, dass der Reifenabrieb die gr\u00f6\u00dfte Einzelemissionsquelle repr\u00e4sentiert und bis zu 42,5-69,5 % der gesamten Mikroplastikemission ausmacht. 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