{"id":52261,"date":"2026-10-23T12:48:11","date_gmt":"2026-10-23T10:48:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20020-656\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:11","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:11","slug":"20020-656","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20020-656\/","title":{"rendered":"Einfluss von Herbiziden und Antibiotika auf Periphyton, seine Qualit\u00c3\u00a4t als Nahrung f\u00c3\u00bcr h\u00c3\u00b6here trophische Ebenen sowie seine M\u00c3\u00b6glichkeit zur Stressanpassung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:center;\"><strong>Kurzfassung des Antrags auf ein DBU-Stipendium mit dem Titel \u00e2\u20ac\u017eEinfluss chemischer Stressoren auf Periphyton und h\u00c3\u00b6here trophische Ebenen\u00e2\u20ac\u0153 von Sophie Oster: <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die F\u00c3\u00a4higkeit zur Prim\u00c3\u00a4rproduktion durch autotrophe Organismen ist Grundlage allen Lebens auf der Erde. Periphyton, eine submers-substratgebundene Lebensgemeinschaft, unter anderem bestehend aus Algen und Bakterien, tr\u00c3\u00a4gt in kleineren und mittleren Flie\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4ssern einen erheblichen Anteil der Prim\u00c3\u00a4rproduktion. Zudem enth\u00c3\u00a4lt Periphyton N\u00c3\u00a4hrstoffe, welche f\u00c3\u00bcr Weideg\u00c3\u00a4nger (Makroinvertebraten) essentiell sind und gilt daher als qualitativ hochwertige Nahrungsquelle. Die Qualit\u00c3\u00a4t des Periphyton kann durch biologisch aktive Chemikalien, wie beispielsweise Herbizide und Antibiotika, ver\u00c3\u00a4ndert werden. Diese \u00c3\u00b6kotoxikologisch relevanten Substanzen k\u00c3\u00b6nnen unter anderem von landwirtschaftlich genutzten Fl\u00c3\u00a4chen nach Regenereignissen in Flie\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4sser eingetragen werden. In dem beantragten Promotionsvorhaben wird hypothetisiert, dass Herbizide und Antibiotika die Diversit\u00c3\u00a4t und Biomasse von Algen und Bakterien im Periphyton, und somit dessen Qualit\u00c3\u00a4t beeinflussen und diese Qualit\u00c3\u00a4tsver\u00c3\u00a4nderung wiederum indirekt die Fitness der Weideg\u00c3\u00a4nger beeintr\u00c3\u00a4chtigt. Daher soll untersucht werden, inwiefern sich Herbizide und Antibiotika bzw. eine Mischung dieser beiden Substanzklassen auf Periphyton und seine \u00c3\u00b6kosystemaren Funktionen (Biomassezuwachs und Bereitstellung von Nahrung f\u00c3\u00bcr h\u00c3\u00b6here trophische Ebenen) auswirken. Ein Fokus liegt auf der Untersuchung der Ver\u00c3\u00a4nderung der Periphytonqualit\u00c3\u00a4t (Phase 1) und die sich daraus ergebenden Konsequenzen f\u00c3\u00bcr Weideg\u00c3\u00a4nger (Phase 2). Hierf\u00c3\u00bcr werden als Modellorganismen zwei in mitteleurop\u00c3\u00a4ischen Flie\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4ssern weit verbreitete, physiologisch dennoch sehr unterschiedliche Makroinvertebraten Baetis rhodani (Insecta; Ephemeroptera) und Potamopyrgus antipodarum (Gastropoda; Sorbeoconcha) verwendet. Ein weiterer Aspekt des Promotionsvorhabens liegt auf der Fragestellung ob und inwieweit Periphyton aufgrund einer dauerhaften bzw. wiederkehrenden Exposition im Freiland eine Toleranz gegen\u00c3\u00bcber einem chemischen Stressor entwickeln kann. Da dies wahrscheinlich durch die Ersetzung von sensitiven durch tolerante Arten erfolgt, kann es ebenfalls zu einer \u00c3\u201enderung in der Realisierung \u00c3\u00b6kosystemarer Funktionen kommen (Phase 3). Unter Verwendung der Durchfluss-Expositionsanlage am Institut f\u00c3\u00bcr Umweltwissenschaften, welche 24 separate Edelstahlrinnen mit Schaufelr\u00c3\u00a4dern zur Flie\u00c3\u0178gew\u00c3\u00a4ssersimulation besitzt, werden signifikante Anteile der beantragten Promotion im Rahmen eines naturnahen Designs durchgef\u00c3\u00bchrt. Als Variablen werden in Phase 1 und 3 Biomasse (AFDW, Pigmentmessungen &amp; qPCR), energetische Biomarker (Aminos\u00c3\u00a4ure- &amp; Fetts\u00c3\u00a4ureprofile) sowie grundlegende Parameter wie das C\/N-Verh\u00c3\u00a4ltnis analysiert. Zum Monitoring der Organismen in Phase 2 werden die energetischen Biomarker, zus\u00c3\u00a4tzlich Gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178e und diverse Populationsdaten erfasst. Im Hinblick auf indirekte, trophische Interaktionen zwischen Periphyton und Weideg\u00c3\u00a4ngern, sowie dem potenziellen Austausch sensitiver durch tolerante Algen-\/Bakterienarten, bestehen zentrale Wissensl\u00c3\u00bccken um die Auswirkungen von Chemikalien zu charakterisieren, welche im vorgeschlagenen Promotionsvorhaben geschlossen werden sollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurzfassung des Antrags auf ein DBU-Stipendium mit dem Titel \u00e2\u20ac\u017eEinfluss chemischer Stressoren auf Periphyton und h\u00c3\u00b6here trophische Ebenen\u00e2\u20ac\u0153 von Sophie Oster: Die F\u00c3\u00a4higkeit zur Prim\u00c3\u00a4rproduktion durch autotrophe Organismen ist Grundlage allen Lebens auf der Erde. 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