{"id":52261,"date":"2026-02-11T10:46:56","date_gmt":"2026-02-11T09:46:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20020-656\/"},"modified":"2026-02-11T10:46:58","modified_gmt":"2026-02-11T09:46:58","slug":"20020-656","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20020-656\/","title":{"rendered":"Einfluss von Herbiziden und Antibiotika auf Periphyton, seine Qualit\u00e4t als Nahrung f\u00fcr h\u00f6here trophische Ebenen sowie seine M\u00f6glichkeit zur Stressanpassung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:center;\"><strong>Kurzfassung des Antrags auf ein DBU-Stipendium mit dem Titel \u201eEinfluss chemischer Stressoren auf Periphyton und h\u00f6here trophische Ebenen\u201c von Sophie Oster: <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die F\u00e4higkeit zur Prim\u00e4rproduktion durch autotrophe Organismen ist Grundlage allen Lebens auf der Erde. Periphyton, eine submers-substratgebundene Lebensgemeinschaft, unter anderem bestehend aus Algen und Bakterien, tr\u00e4gt in kleineren und mittleren Flie\u00dfgew\u00e4ssern einen erheblichen Anteil der Prim\u00e4rproduktion. Zudem enth\u00e4lt Periphyton N\u00e4hrstoffe, welche f\u00fcr Weideg\u00e4nger (Makroinvertebraten) essentiell sind und gilt daher als qualitativ hochwertige Nahrungsquelle. Die Qualit\u00e4t des Periphyton kann durch biologisch aktive Chemikalien, wie beispielsweise Herbizide und Antibiotika, ver\u00e4ndert werden. Diese \u00f6kotoxikologisch relevanten Substanzen k\u00f6nnen unter anderem von landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4chen nach Regenereignissen in Flie\u00dfgew\u00e4sser eingetragen werden. In dem beantragten Promotionsvorhaben wird hypothetisiert, dass Herbizide und Antibiotika die Diversit\u00e4t und Biomasse von Algen und Bakterien im Periphyton, und somit dessen Qualit\u00e4t beeinflussen und diese Qualit\u00e4tsver\u00e4nderung wiederum indirekt die Fitness der Weideg\u00e4nger beeintr\u00e4chtigt. Daher soll untersucht werden, inwiefern sich Herbizide und Antibiotika bzw. eine Mischung dieser beiden Substanzklassen auf Periphyton und seine \u00f6kosystemaren Funktionen (Biomassezuwachs und Bereitstellung von Nahrung f\u00fcr h\u00f6here trophische Ebenen) auswirken. Ein Fokus liegt auf der Untersuchung der Ver\u00e4nderung der Periphytonqualit\u00e4t (Phase 1) und die sich daraus ergebenden Konsequenzen f\u00fcr Weideg\u00e4nger (Phase 2). Hierf\u00fcr werden als Modellorganismen zwei in mitteleurop\u00e4ischen Flie\u00dfgew\u00e4ssern weit verbreitete, physiologisch dennoch sehr unterschiedliche Makroinvertebraten Baetis rhodani (Insecta; Ephemeroptera) und Potamopyrgus antipodarum (Gastropoda; Sorbeoconcha) verwendet. Ein weiterer Aspekt des Promotionsvorhabens liegt auf der Fragestellung ob und inwieweit Periphyton aufgrund einer dauerhaften bzw. wiederkehrenden Exposition im Freiland eine Toleranz gegen\u00fcber einem chemischen Stressor entwickeln kann. Da dies wahrscheinlich durch die Ersetzung von sensitiven durch tolerante Arten erfolgt, kann es ebenfalls zu einer \u00c4nderung in der Realisierung \u00f6kosystemarer Funktionen kommen (Phase 3). Unter Verwendung der Durchfluss-Expositionsanlage am Institut f\u00fcr Umweltwissenschaften, welche 24 separate Edelstahlrinnen mit Schaufelr\u00e4dern zur Flie\u00dfgew\u00e4ssersimulation besitzt, werden signifikante Anteile der beantragten Promotion im Rahmen eines naturnahen Designs durchgef\u00fchrt. Als Variablen werden in Phase 1 und 3 Biomasse (AFDW, Pigmentmessungen &amp; qPCR), energetische Biomarker (Aminos\u00e4ure- &amp; Fetts\u00e4ureprofile) sowie grundlegende Parameter wie das C\/N-Verh\u00e4ltnis analysiert. Zum Monitoring der Organismen in Phase 2 werden die energetischen Biomarker, zus\u00e4tzlich Gr\u00f6\u00dfe und diverse Populationsdaten erfasst. Im Hinblick auf indirekte, trophische Interaktionen zwischen Periphyton und Weideg\u00e4ngern, sowie dem potenziellen Austausch sensitiver durch tolerante Algen-\/Bakterienarten, bestehen zentrale Wissensl\u00fccken um die Auswirkungen von Chemikalien zu charakterisieren, welche im vorgeschlagenen Promotionsvorhaben geschlossen werden sollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurzfassung des Antrags auf ein DBU-Stipendium mit dem Titel \u201eEinfluss chemischer Stressoren auf Periphyton und h\u00f6here trophische Ebenen\u201c von Sophie Oster: Die F\u00e4higkeit zur Prim\u00e4rproduktion durch autotrophe Organismen ist Grundlage allen Lebens auf der Erde. 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