{"id":52248,"date":"2026-02-11T10:46:52","date_gmt":"2026-02-11T09:46:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20020-669\/"},"modified":"2026-02-11T10:46:55","modified_gmt":"2026-02-11T09:46:55","slug":"20020-669","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20020-669\/","title":{"rendered":"Kolleg Circular Economy: Entwicklung von System-, Ziel- und Transformationswissen von suffizienzorientierten Gesch\u00e4ftsmodellen f\u00fcr einen ganzheitlichen Systemwandel zur Circular Economy"},"content":{"rendered":"<p>Viele Wissenschaftler*innen sind sich einig, dass die aktuelle ressourcen- und energieintensive Wirtschaft insgesamt \u00f6kologisch nicht tragf\u00e4hig ist und die planetarischen Grenzen \u00fcberschreitet. Das Circular Economy (CE) Konzept wird als nachhaltiger und holistischer L\u00f6sungsansatz zur Bew\u00e4ltigung der aktuellen und zuk\u00fcnftigen Umweltprobleme von vielen Wissenschaftler*innen untersucht. CE erm\u00f6glicht den Wandel eines linearen Wirtschaftsmodells hin zu geschlossenen und energieeffizienten Wertsch\u00f6pfungsketten, in welchen nat\u00fcrliche Ressourcen so lange wie m\u00f6glich in den zirkul\u00e4ren Kreisl\u00e4ufen erhalten bleiben. Bisherige Studien zur Anwendung von der CE in der Praxis konzentrieren sich haupts\u00e4chlich auf den Wandel durch technischen Fortschritt und vernachl\u00e4ssigen die Ver\u00e4nderung der Handlungspraxis. Eine sozial-\u00f6kologische Transformation der Wirtschaft ben\u00f6tigt mehr als nur einen effizienten Ressourceneinsatz und eine technische Schlie\u00dfung der Materialkreisl\u00e4ufe in der Wertsch\u00f6pfungskette. Ein Umdenken der Verhaltensmuster im Konsum und in der Produktion ist gem\u00e4\u00df vielen Wissenschaftler*innen wesentlich, um eine absolute Reduktion des wirtschaftlichen Ressourcenverbrauchs zu erreichen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr einen ganzheitlichen Systemwandel zur CE spielen Suffizienzstrategien in Gesch\u00e4ftsmodellen eine wichtige Rolle. Suffizienzstrategien erm\u00f6glichen den Nutzer*innen von Produkten und Dienstleistungen weniger zu konsumieren und beabsichtigen die Entmaterialisierung und die Verringerung des Ressourceneinsatzes in der Produktion. Obwohl viele Studien die Grenzen technikbasierter Strategien erkennen, finden sich in der Forschung und in der Praxis wenige Beispiele f\u00fcr Suffizienzstrategien in Gesch\u00e4ftsmodellen. Die vorliegende Promotion kommt diesem Forschungsbedarf nach, mit dem Ziel aktuelle Beispiele von Suffizienzstrategien zu systematisieren und neue Visionen f\u00fcr suffizienzorientierte Gesch\u00e4ftsmodelle zu entwickeln. Die zentralen Fragen sind: Wie k\u00f6nnen Suffizienzstrategien von Unternehmen angeeignet, Unternehmenstransformationen angesto\u00dfen und suffizienzorientierte Gesch\u00e4ftsmodelle praktisch und erfolgreich umgesetzt werden?<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Drei Wissensformen spielen in der Transformationsforschung eine wichtige Rolle: System-, Transformations- und Zielwissen. Das Systemwissen analysiert existierende Strukturen und Prozesse komplexer Systeme. Das Zielwissen entwickelt Zukunftsszenarien, welche mit Hilfe des Transformationswissens erreicht werden sollen. Im Lauf dieser Promotion werden diese drei Wissensformen mit dem Fokus auf suffizienzorientierte Gesch\u00e4ftsmodelle genauer definiert und praxisrelevant weiterentwickelt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Im ersten Forschungsteil werden aktuelle Beispiele von Suffizienzstrategien in europ\u00e4ischen Unternehmen empirisch erforscht und analysiert. Eine Systematisierung dieser Beispiele soll das Systemwissen \u00fcber die Entstehens- und Gelingensbedingungen f\u00fcr suffizienzorientierte Gesch\u00e4ftsmodelle anreichern. Die empirischen F\u00e4lle werden anhand der <em>Grounded Theory<\/em> und der<em> Case Study Approach<\/em> definiert, qualitativ analysiert und verglichen, bis eine vollst\u00e4ndige Typologie von Suffizienzstrategien entsteht.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Im zweiten Forschungsteil wird ein Co-Design-Ansatz verfolgt, in dem gemeinsam mit Vertreter*innen deutscher Unternehmen Transformationspfade und -ziele f\u00fcr suffizienzorientierte Gesch\u00e4ftsmodelle entwickelt werden. In <em>Visioning<\/em>-Workhops werden neue Leitbilder f\u00fcr spezifische Unternehmen sowie suffizienzorientierte Gesch\u00e4ftsmodelle entwickelt. Anschlie\u00dfend werden die entwickelten Visionen auf ihre F\u00e4higkeit, eine sozial-\u00f6kologische Transformation zu f\u00f6rdern, gepr\u00fcft. Die suffizienzorientierten Gesch\u00e4ftsmodelle werden qualitativ verglichen, um Besonderheiten von verschiedenen Unternehmensklassen und Industrien zu identifizieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Wissenschaftler*innen sind sich einig, dass die aktuelle ressourcen- und energieintensive Wirtschaft insgesamt \u00f6kologisch nicht tragf\u00e4hig ist und die planetarischen Grenzen \u00fcberschreitet. Das Circular Economy (CE) Konzept wird als nachhaltiger und holistischer L\u00f6sungsansatz zur Bew\u00e4ltigung der aktuellen und zuk\u00fcnftigen Umweltprobleme von vielen Wissenschaftler*innen untersucht. 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