{"id":52243,"date":"2026-02-14T10:46:18","date_gmt":"2026-02-14T09:46:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20020-674\/"},"modified":"2026-02-14T10:46:18","modified_gmt":"2026-02-14T09:46:18","slug":"20020-674","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20020-674\/","title":{"rendered":"Entwicklung von Software-Tools und praxisorientierten Monitoringkonzepten zur schnellen und zerst\u00f6rungsfreien Detektion von Feuchtigkeit in historischem Mauerwerk"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Die Instandsetzung und Erhaltung historischer Geb\u00e4ude, mit dem Ziel das kulturelle Erbe m\u00f6glichst vielen Generationen zug\u00e4nglich zu machen zu und substanziell zu bewahren, ist mit hohen zeitlichen und finanziellen Aufwendungen und irreversiblen Ver\u00e4nderungen am Bauwerk verbunden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Es werden daher Konzepte und Methoden ben\u00f6tigt, die Analysen von Feuchtigkeit in Bauwerken substanzschonend erm\u00f6glichen. Konventionelle Methoden sind in der Regel invasiv, da die Feuchtigkeitsverteilung im Inneren des Untersuchungsobjektes bislang meistens mittels Bohrkernentnahmen bestimmt wird. Solche Untersuchungen sind oft nur punktuell aussagekr\u00e4ftig, da sich im Extremfall die Verh\u00e4ltnisse von Ziegel zu Ziegel \u00e4ndern k\u00f6nnen. Um Aussagen \u00fcber das Innere zu gewinnen, m\u00fcssten daher eine Vielzahl von Entnahmen vorgenommen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Aus diesem Grund werden im Rahmen meines Promotionsprojektes die M\u00f6glichkeiten zum Einsatz von geophysikalischen Messmethoden wie Thermographie, Georadar und Ultraschall im Bereich des Kultur- und Denkmalschutzes erforscht. Im Fokus steht die Entwicklung eines praxisorientierten Monitoringkonzepts basierend auf praktikablen Mess- und Auswerteverfahren. Au\u00dferdem wird unterst\u00fctzend an einer Entwicklung von Software-Tools zur schnellen Analyse und Beurteilung von Schadensbildern gearbeitet. Basierend auf den Ergebnissen der fl\u00e4chenhaften Erkundung mit diesen Methoden werden nur an ausgew\u00e4hlten Stellen Bohrkerne entnommen, um die Feuchte punktuell mit in-situ Messverfahren genau zu bestimmen und zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das Messkonzept ist zun\u00e4chst f\u00fcr Ziegelbauwerke konzipiert worden, dazu z\u00e4hlen beispielsweise die St. Jacobi Kirche Neuenkirchen (Kreis Dithmarschen) oder die St. Nikolai Kirche Flensburg. Weitere Messungen zeigen, dass das Messkonzept auch auf Bauwerksstrukturen aus Sandstein und Holzkonstruktionen \u00fcbertragbar ist. Um dies zu erm\u00f6glichen, musste zun\u00e4chst die Theorie physikalischer Grundlagen erarbeitet und anhand von Laborversuchen der Einfluss von Wassers\u00e4ttigung und Porosit\u00e4t auf seismische und elektromagnetische Geschwindigkeiten modelliert werden. Anschlie\u00dfend kann durch die Kombination der Modellierungen mit den fl\u00e4chenhaften geophysikalischen Ergebnissen und den in-situ Messwerten an Bohrkernen die Verteilung des Feuchtegehalts im Mauerwerk m\u00f6glichst genau berechnet werden. Durch den Einsatz von zerst\u00f6rungsfreien Prospektionsmethoden sind unter anderem gr\u00f6\u00dfere Bauabschnitte erfassbar und wiederholbar dokumentierbar. Dadurch ist ein Feuchtemonitoring m\u00f6glich, welches die Wirksamkeit und den Erfolg von Sanierungsma\u00dfnahmen messen und bewerten kann.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Nachdem im ersten F\u00f6rderjahr eine Kombination der Thermographie- und Radarmessungen durchgef\u00fchrt wurde, konnten diese im zweiten Jahr durch Ultraschallmessungen erg\u00e4nzt werden. Diese Kombination erm\u00f6glicht die Klassifizierung von bestimmten Schadensbereichen am Messobjekt. Im anstehenden letzten Jahr werden vorl\u00e4ufig abschlie\u00dfende Messungen durchgef\u00fchrt und das Konzept und die Ergebnisse verschriftlicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Instandsetzung und Erhaltung historischer Geb\u00e4ude, mit dem Ziel das kulturelle Erbe m\u00f6glichst vielen Generationen zug\u00e4nglich zu machen zu und substanziell zu bewahren, ist mit hohen zeitlichen und finanziellen Aufwendungen und irreversiblen Ver\u00e4nderungen am Bauwerk verbunden. Es werden daher Konzepte und Methoden ben\u00f6tigt, die Analysen von Feuchtigkeit in Bauwerken substanzschonend erm\u00f6glichen. 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