{"id":52231,"date":"2026-10-23T12:48:01","date_gmt":"2026-10-23T10:48:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20020-686\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:05","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:05","slug":"20020-686","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20020-686\/","title":{"rendered":"Das ungenutzte Potential von Sorghum Landrassen: Untersuchung ihrer Anpassungsmechanismen an D\u00c3\u00bcrre angesichts des Klimawandels"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Die Forschung an trockenresistenten Kulturpflanzen und ihren Anpassungsmechanismen ist angesichts des Klimawandels und der damit oft verbundenen, h\u00c3\u00b6heren Wahrscheinlichkeit f\u00c3\u00bcr Extremereignisse wie D\u00c3\u00bcrren und generell hei\u00c3\u0178eren, trockeneren Bedingungen, entscheidend f\u00c3\u00bcr die Landwirtschaft der Zukunft. Sorghum ist eine Kulturpflanze, die bislang in Deutschland noch wenig Beachtung findet, jedoch insbesondere f\u00c3\u00bcr die Biomasseproduktion auf trockenen Standorten gro\u00c3\u0178e Vorteile gegen\u00c3\u00bcber Mais bietet. In Subsahara-Afrika und Indien hingegen ist die Pflanze ein wichtiges Grundnahrungsmittel. F\u00c3\u00bcr all diese Nutzungsm\u00c3\u00b6glichkeiten und generell f\u00c3\u00bcr die Forschung an trockenresistenten Pflanzen ist ein gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178eres Verst\u00c3\u00a4ndnis ihrer Mechanismen von Vorteil.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">In meiner Promotion besch\u00c3\u00a4ftige ich mich daher mit Sorghum und fokussieren mich auf verschiedene Landrassen; das sind lokale Sorten mit speziellen Anpassungen auf lokale Gegebenheiten, die m\u00c3\u00b6glicherweise besser mit Trockenheit zurechtkommen als gez\u00c3\u00bcchtete Sorten. Des beruht auf der Annahme, dass w\u00c3\u00a4hrend der Zucht unter Idealbedingungen, durch die haupts\u00c3\u00a4chliche Auslese von oberirdischen Merkmalen, wichtige unterirdische Merkmale an den Wurzeln vernachl\u00c3\u00a4ssigt wurden. Es wurden mehrere Landrassen und gez\u00c3\u00bcchtete Sorten ausgew\u00c3\u00a4hlt und in zwei verschiedenen Bodentexturen (sandig und lehmig) untersucht.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Der erste Versuch konzentrierte sich auf die kombinierten Effekte von trocknendem Boden und trocknender, hei\u00c3\u0178erer Atmosph\u00c3\u00a4re. Er konnte zeigen, dass Pflanzen in feuchtem Boden ihre Transpiration erst bei hoher atmosph\u00c3\u00a4rischer Trockenheit limitieren, w\u00c3\u00a4hrend der Einfluss des Bodens mit zunehmendem Trocknen gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178er wird und die Transpiration schon bei milderen atmosph\u00c3\u00a4rischen Bedingungen eingeschr\u00c3\u00a4nkt wird. In einem Folgeexperiment wird nun untersucht, inwieweit das Pflanzenhormon ABA diese Reaktion der Pflanzen auf die kombinierte Trockenheit reguliert.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Relevanz unterschiedlicher Bodentexturen sowie Sorteneigenschaften wurden in einem Gew\u00c3\u00a4chshausversuch untersucht. Drei verschiedene Sorten wuchsen in zwei unterschiedlichen Bodentexturen, die langsam getrocknet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass der Einfluss bestimmter Sorteneigenschaften, wie der Transpirationseffizienz, einen gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178eren Effekt auf den Wasserverbrauch hat als die hier verwendeten Bodentexturen. Die zugrundeliegenden Mechanismen hierzu werden noch untersucht.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Bildanalyse der Wurzelanatomie von neun Sorten unterschiedlicher Herkunft ergab, dass sich kultivierte Sorten und Landrassen insgesamt nicht signifikant in verschiedenen anatomischen Merkmalen unterscheiden. Vielmehr scheinen individuelle Sorten aus beiden Gruppen wesentliche Eigenschaften zu besitzen, mit Trockenheit umzugehen, auf welche der Fokus bei der Zucht gelegt werden sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Schlie\u00c3\u0178lich wurden erfolgreich verschiedene Vortests abgeschlossen, um ein Experiment zum Einfluss der Symbiose mit arbuskul\u00c3\u00a4ren Mykorrhiza-Pilzen durchf\u00c3\u00bchren zu k\u00c3\u00b6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Forschung an trockenresistenten Kulturpflanzen und ihren Anpassungsmechanismen ist angesichts des Klimawandels und der damit oft verbundenen, h\u00c3\u00b6heren Wahrscheinlichkeit f\u00c3\u00bcr Extremereignisse wie D\u00c3\u00bcrren und generell hei\u00c3\u0178eren, trockeneren Bedingungen, entscheidend f\u00c3\u00bcr die Landwirtschaft der Zukunft. 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