{"id":52225,"date":"2026-10-23T12:48:01","date_gmt":"2026-10-23T10:48:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20020-692\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:03","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:03","slug":"20020-692","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20020-692\/","title":{"rendered":"Modellentwicklung und -testung zur Vorhersage und F\u00c3\u00b6rderung solidarischen Verhaltens gegen\u00c3\u00bcber betroffenen Generationen von (Umwelt-)Krisen sowie Interventionsentwicklung zur F\u00c3\u00b6rderung des intergenerationellen Kontakts"},"content":{"rendered":"<p>Umweltkrisen wie die Klimakrise sind h\u00c3\u00a4ufig durch Generationskonflikte gekennzeichnet. Nicht oder wenig betroffene Generationen m\u00c3\u00bcssen ihr Verhalten so ver\u00c3\u00a4ndern, dass die negativen Folgen f\u00c3\u00bcr betroffene kommende Generationen abgemildert oder verhindert werden k\u00c3\u00b6nnen (z. B. durch Reduktion von Flugreisen zur Einsparung von CO2-Emissionen). Verhaltens\u00c3\u00a4nderungen k\u00c3\u00b6nnen neben z. B. fiskalen oder regulatorischen Ma\u00c3\u0178nahmen auch \u00c3\u00bcber psychologische Ma\u00c3\u0178nahmen erreicht werden (Michie, van Stralen, &#038; West, 2011). Das Ziel meines Promotionsvorhabens ist es, psychologische Einflussfaktoren auf Generationssolidarit\u00c3\u00a4t, vor allem in Umweltkrisen, zu untersuchen und potentielle Ansatzpunkte f\u00c3\u00bcr ihre F\u00c3\u00b6rderung zu identifizieren.\u00c2\u00a0 Das hierf\u00c3\u00bcr entwickelte Modell SIMGeS (Social Identity Model of Generational Solidarity) basiert auf dem erweiterten Social Identity Model of Collective Action (SIMCA) von Van Zomeren, Postmes, Spears und Bettache (2011). Das SIMCA erkl\u00c3\u00a4rt kollektives Handeln gegen soziale Ungerechtigkeiten mithilfe von Identifikation mit Betroffenen, Moral\u00c3\u00bcberzeugungen, gruppenbasierter Emotionen und kollektiver Wirksamkeit. Es wird durch zwei Konstrukte, die sich in der Vorhersage solidarischen Verhaltens gegen\u00c3\u00bcber Mitgliedern anderer Gruppen \/ Generationen bew\u00c3\u00a4hrt haben, erg\u00c3\u00a4nzt werden: Intergruppenkontakt und Legacy Motivation. Als Ausgangspunkt der SIMGeS-Modellentwicklung dient eine Panel-Befragung zur Generationensolidarit\u00c3\u00a4t in Zeiten der Coronakrise. Das hier entwickelte Modell soll anschlie\u00c3\u0178end auf die Klimakrise angewandt und weiterentwickelt werden und in drei Online-Studien in L\u00c3\u00a4ndern, die in unterschiedlicher Weise von der Klimakrise betroffen sind (Deutschland, Hawaii, Brasilien), \u00c3\u00bcberpr\u00c3\u00bcft und interkulturell getestet werden. Im Anschluss wird der Einfluss von Intergenerationskontakt auf die Identifikation mit und solidarisches Verhalten gegen\u00c3\u00bcber betroffenen Generationen der Klimakrise in einer Interventionsstudie experimentell getestet. Die gewonnenen Erkenntnisse werden abschlie\u00c3\u0178end im Rahmen der Entwicklung umweltpsychologischer Empfehlungen f\u00c3\u00bcr Politikkommunikation und Kampagnenplanung sowie f\u00c3\u00bcr die Konzeption intergenerationeller Treffen praktisch umgesetzt.\u00c2\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umweltkrisen wie die Klimakrise sind h\u00c3\u00a4ufig durch Generationskonflikte gekennzeichnet. Nicht oder wenig betroffene Generationen m\u00c3\u00bcssen ihr Verhalten so ver\u00c3\u00a4ndern, dass die negativen Folgen f\u00c3\u00bcr betroffene kommende Generationen abgemildert oder verhindert werden k\u00c3\u00b6nnen (z. B. durch Reduktion von Flugreisen zur Einsparung von CO2-Emissionen). 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