{"id":52223,"date":"2026-02-28T10:46:13","date_gmt":"2026-02-28T09:46:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20020-694\/"},"modified":"2026-02-28T10:46:15","modified_gmt":"2026-02-28T09:46:15","slug":"20020-694","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20020-694\/","title":{"rendered":"Die Anziehungskraft spektraler Eigenschaften k\u00fcnstlicher Lichtquellen: Mit Freilandversuchen und Flugsimulator den Einfluss der Lichtverschmutzung auf das Verhalten von Nachtfaltern beleuchten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Obwohl sich die Erde zu jedem Zeitpunkt zur H\u00e4lfte in der Nacht befindet und ein gro\u00dfer Teil der Fauna und der \u00fcberwiegende Teil der Insekten nachtaktiv sind, wurde die <strong>Nacht\u00f6kologie <\/strong>bislang weitestgehend vernachl\u00e4ssigt. N\u00e4chtliche \u00d6kosysteme erfahren nun seit einer evolution\u00e4r sehr kurzen Zeit eine neue Form der Umweltverschmutzung: die <strong>Lichtverschmutzung<\/strong>, verursacht durch zu viel k\u00fcnstliches Licht in der Nacht. Aufgrund des \u00e4u\u00dferst begrenzten Wissens \u00fcber n\u00e4chtliche Prozesse ist es nicht verwunderlich, dass die Folgen dieses neuen Stressors nicht leicht eingeordnet werden k\u00f6nnen &#8211; trotzdem wird Lichtverschmutzung aktuell als ein m\u00f6glicher Treiber des <strong>Insektensterbens <\/strong>intensiv diskutiert. <strong>Nachtfalter <\/strong>sind die wichtigsten n\u00e4chtlichen <strong>Best\u00e4uber<\/strong>, so dass der bereits belegte <strong>R\u00fcckgang <\/strong>in Abundanz und Verbreitung weitreichende Konsequenzen f\u00fcr best\u00e4ubte Pflanzen und alle Lebewesen, die von diesem Kreislauf abh\u00e4ngen, Menschen eingeschlossen, haben wird.<\/p>\n<p>Dass \u201eMotten zum Licht\u201c fliegen ist zwar ein bekanntes Sprichwort, jedoch existiert kaum ein <strong>Prozessverst\u00e4ndnis <\/strong>f\u00fcr diese Anziehung und deren Ursachen. Ein solches Verst\u00e4ndnis ist aber unbedingt notwendig, um Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die <strong>Regulierung von k\u00fcnstlichem Licht<\/strong> in der Nacht zu ergreifen und <strong>Handlungsempfehlungen <\/strong>f\u00fcr die Verwendung von Beleuchtung zu erarbeiten. In diesem Projekt soll diese Wissensl\u00fccke mit Hilfe einer v\u00f6llig neuartigen Kombination von gro\u00dfskaligen <strong>Freilandversuchen <\/strong>und <strong>Laborversuchen <\/strong>(mit modernster <strong>Flugarenatechnik<\/strong>) gef\u00fcllt werden. Bereits bekannt ist, dass insbesondere der <strong>Blaulichtanteil <\/strong>im Spektrum einer k\u00fcnstlichen Lichtquelle ma\u00dfgeblich f\u00fcr die anziehende Wirkung auf Nachtfalter ist. Da aktuell viele altbew\u00e4hrte, als relativ insektenfreundlich eingestufte <strong>Natriumdampflampen<\/strong> durch neue, energiesparende <strong>LEDs <\/strong>ersetzt werden, erscheint eine zeitnahe Erarbeitung solcher Handlungsempfehlungen dringend notwendig, denn die nun standardm\u00e4\u00dfig eingesetzten LEDs weisen einen hohen Blaulichtanteil auf. Obwohl es schon Alternativen gibt (Amber LEDs), k\u00f6nnen die Anforderungen an LEDs noch weiter optimiert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl sich die Erde zu jedem Zeitpunkt zur H\u00e4lfte in der Nacht befindet und ein gro\u00dfer Teil der Fauna und der \u00fcberwiegende Teil der Insekten nachtaktiv sind, wurde die Nacht\u00f6kologie bislang weitestgehend vernachl\u00e4ssigt. 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