{"id":52222,"date":"2026-10-23T12:48:01","date_gmt":"2026-10-23T10:48:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20020-695\/"},"modified":"2026-10-23T12:48:02","modified_gmt":"2026-10-23T10:48:02","slug":"20020-695","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20020-695\/","title":{"rendered":"Kolleg-Energiewende: Chancen und Grenzen einer Mehrzieloptimierung bei der Standortsuche f\u00c3\u00bcr Erneuerbare Energietr\u00c3\u00a4ger unter Ber\u00c3\u00bccksichtigung der \u00e2\u20ac\u017eSustainable Development Goals\u00e2\u20ac\u0153 (SDGs)"},"content":{"rendered":"<p>Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist eine komplexe Aufgabe: Die Suche nach geeigneten Standorten f\u00c3\u00bcr Windenergie und (Freifl\u00c3\u00a4chen-)Photovoltaik (PV) ist eine unabdingbare Voraussetzung. Mit fortschreitendem Ausbau ergeben sich jedoch Herausforderungen durch begrenzte Fl\u00c3\u00a4chen und konkurrierende r\u00c3\u00a4umliche Nutzungsanspr\u00c3\u00bcche. Um eine nachhaltige und gerechte Fl\u00c3\u00a4chennutzung zu gew\u00c3\u00a4hrleisten, spielt die Raumplanung eine zentrale Rolle. Der Umgang mit unterschiedlichen Interessen und Zielen erfordert jedoch oft schwierige Planungsentscheidungen, z.B. zwischen Naturschutz, Siedlungsschutz und landwirtschaftlicher Nutzung. <em>Trade-offs<\/em> entstehen, wenn mehrere Ziele verfolgt werden und eines oder mehrere zugunsten eines anderen zur\u00c3\u00bcckgestellt werden m\u00c3\u00bcssen. Es bedarf einer verantwortungsvollen Energiewende, die \u00c3\u00b6kologisches, \u00c3\u00b6konomisches und soziales Wohlergehen sichert und sich an den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen (<em>Sustainable Development Goals, SDGs<\/em>) orientiert.<\/p>\n<p>In dieser Dissertation wird die Forschungsl\u00c3\u00bccke hinsichtlich der Chancen und Herausforderungen von Entscheidungsunterst\u00c3\u00bctzungsinstrumenten, insbesondere der multi-kriteriellen Entscheidungsanalyse (MC(D)A), untersucht, um Zielkonflikte innerhalb eines vorgegebenen Ausbaupfades im Rahmen der \u00e2\u20ac\u017ePositivplanung&#8221; zu bew\u00c3\u00a4ltigen. Positivplanungen ber\u00c3\u00bccksichtigen abgestufte Energieziele auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene. Ziel ist es, regionale und lokale Entscheidungstr\u00c3\u00a4ger in die Lage zu versetzen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Planungsunsicherheiten bei der Abw\u00c3\u00a4gung von <em>Trade-offs<\/em> und der Fl\u00c3\u00a4chenausweisung f\u00c3\u00bcr Windenergie und Freifl\u00c3\u00a4chen-PV zu vermeiden.<\/p>\n<p>Anhand eines kumulativen Forschungsansatzes mit vier wissenschaftlichen Publikationen wurde eine interpretative Forschungsphilosophie in einem qualitativen Forschungsdesign verfolgt. Der Fokus lag auf deutschen und schwedischen Fallstudien, die durch ihre Pionierrolle als beispielhaft im Handlungsfeld der Energiewende gelten. Die praktische Bewertung von Mehrzieloptimierungen und die planerischen Auswirkungen exemplarischer MCDA-Praktiken standen im Vordergrund der Dissertation, wie PROMETHEE (<em>Preference Ranking Organization METHod for Enrichment Evaluation<\/em>) zusammen mit GAIA-plane (<em>Geometrical Analysis for Interactive Aid<\/em>), Scenario-MCA und PAPRIKA (<em>Potentially All Pairwise Rankings of all possible Alternatives<\/em>). Um die Kompromissbereitschaft der Stakeholder bei Standortentscheidungen r\u00c3\u00bcckzukoppeln, wurde eine zweistufige qualitative Stakeholder-Befragung durchgef\u00c3\u00bchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist eine komplexe Aufgabe: Die Suche nach geeigneten Standorten f\u00c3\u00bcr Windenergie und (Freifl\u00c3\u00a4chen-)Photovoltaik (PV) ist eine unabdingbare Voraussetzung. 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