{"id":52213,"date":"2026-10-23T12:46:58","date_gmt":"2026-10-23T10:46:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20021-704\/"},"modified":"2026-10-23T12:47:01","modified_gmt":"2026-10-23T10:47:01","slug":"20021-704","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20021-704\/","title":{"rendered":"Ordnungsrechtliche und \u00c3\u00b6konomische Instrumente zur Steuerung von negativen Emissionstechnologien auf v\u00c3\u00b6lkerrechtlicher, europarechtlicher und nationaler Ebene"},"content":{"rendered":"<p>Das Dissertationsvorhaben besch\u00c3\u00a4ftigt sich mit der rechtlichen Regulierung negativer Emissionstechnologien (carbon dioxide removal, CDR). Negative Emissionstechnologien zielen darauf ab, bereits freigesetzte Treibhausgasemissionen aus der Atmosph\u00c3\u00a4re zu entfernen. Dies geschieht durch die Aufwertung bestehender biologischer oder geochemischer Senken sowie durch die unmittelbare Luftaufnahme und -speicherung mittels chemischer Verfahrenstechniken.<\/p>\n<p>\u00c2\u00a0<\/p>\n<p>Angesichts der bisher erzielten geringen Emissionsverringerungen ist die Begrenzung der globalen Erderw\u00c3\u00a4rmung auf die anvisierten 1,5 \u00c2\u00b0C ohne den Einsatz von CDR-Technologien aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr erreichbar. Folglich besteht aufgrund der sich \u00c2\u00a0versch\u00c3\u00a4rfenden Klimakrise ein zunehmender eine zunehmende Notwendigkeit, CDR-Technologien umfassend einzusetzen. Trotz der \u00c3\u00b6kologischen und politischen Dringlichkeit der Thematik stellen sich noch zahlreiche offene Fragen hinsichtlich mit Blick auf die rechtliche Regulierung der zu implementierenden CDR-Technologien. Zum jetzigen Zeitpunkt existiert kein einheitlicher rechtlicher Regelungsrahmen, der institutionelle und verfahrensrechtliche Aspekte unterschiedlicher negativer Emissionstechnologien vereint. Die wenigen Normen, die CDR-Technologien unmittelbar erfassen, variieren erheblich hinsichtlich ihrer Regelungsdichte und stellen sowohl auf v\u00c3\u00b6lkerrechtlicher und europarechtlicher Ebene einen Flickenteppich dar. Zudem z\u00c3\u00a4hlen negative Emissionstechnologien \u00e2\u20ac\u201c wenngleich angesichts der erwarteten positiven Effekte grunds\u00c3\u00a4tzlich erw\u00c3\u00bcnscht \u00e2\u20ac\u201c zu den kontrovers diskutierten Geoengineering-Technologien, deren umfassender Einsatz eine Vielzahl von ethischen, menschenrechtlichen und demokratietheoretischen Fragen aufwirft.<\/p>\n<p>\u00c2\u00a0<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund will die Dissertation mithilfe klassischer juristischer Auslegungsmethoden sowie interdisziplin\u00c3\u00a4rer Ans\u00c3\u00a4tze der Governance-Forschung zwei Hauptfragen beantworten: Erstens soll durch eine umfassende rechtsinterpretative Untersuchung der einschl\u00c3\u00a4gigen Normen festgestellt werden, welche Grenzen die unterschiedlichen Rechtssysteme den negativen Emissionstechnologien setzen. Zentrale Untersuchungsgegenst\u00c3\u00a4nde bilden dabei die Normen auf v\u00c3\u00b6lkerrechtlicher, europarechtlicher sowie nationaler Ebene. Zweitens sollen M\u00c3\u00b6glichkeiten der Weiterentwicklung des bestehenden Steuerungsrahmens eruiert sowie konkrete Vorschl\u00c3\u00a4ge f\u00c3\u00bcr neue Regulierungsmechanismen entworfen werden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf dem Vergleich von ordnungsrechtlichen und \u00c3\u00b6konomischen Steuerungsinstrumenten von CDR-Technologien liegen. Ziel der Untersuchung ist es unter anderem, festzustellen, ob \u00c2\u00a0negative Emissionstechnologien in bestehende Regulierungsregime integriert werden sollen bzw. k\u00c3\u00b6nnen oder ob neue Instrumente und Gesetze erforderlich sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Dissertationsvorhaben besch\u00c3\u00a4ftigt sich mit der rechtlichen Regulierung negativer Emissionstechnologien (carbon dioxide removal, CDR). Negative Emissionstechnologien zielen darauf ab, bereits freigesetzte Treibhausgasemissionen aus der Atmosph\u00c3\u00a4re zu entfernen. 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