{"id":52212,"date":"2026-02-28T10:46:13","date_gmt":"2026-02-28T09:46:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20021-705\/"},"modified":"2026-02-28T10:46:14","modified_gmt":"2026-02-28T09:46:14","slug":"20021-705","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20021-705\/","title":{"rendered":"Praxisempfehlungen zum optimierten Feuchtwiesenmanagement anhand der Kombination von Langzeit-Monitoringdaten der Indikatorart Dactylorhiza majalis (Orchidaceae) mit stand\u00f6rtlichen und klimatischen Parametern"},"content":{"rendered":"<p>Das Projekt dient dazu, die Pflegepraxis artenreicher Feuchtwiesen zu optimieren.<br \/>Dieser wertvolle Biotoptyp ist bundesweit \u201estark gef\u00e4hrdet bis von vollst\u00e4ndiger Vernichtung bedroht\u201c (Rote Liste 1-2) und heute weitgehend auf Schutzgebiete beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Gr\u00fcnde f\u00fcr den R\u00fcckgang der ehemals h\u00e4ufig vertretenen Halbkulturformationen sind einerseits die Folgen der Intensivierung der Landwirtschaft (Entw\u00e4sserung, Aufforstung, intensive Nutzung) und andererseits die der Nutzungsaufgabe (Sukzession).<\/p>\n<p>Die naturschutzfachlich angepasste Pflege der noch vorhandenen Feuchtwiesen ist f\u00fcr deren Erhalt von entscheidender Bedeutung.<\/p>\n<p>Hierf\u00fcr werden derzeit unterschiedliche Pflegeregimes empfohlen und angewendet. Deren Wirkung ist bisher jedoch ungen\u00fcgend systematisch untersucht. Dadurch bleibt Potential f\u00fcr Erhalt und Entwicklung wertvoller Feuchtwiesen ungenutzt.<\/p>\n<p>Diese L\u00fccke soll geschlossen werden durch eine differenzierte Auswertung bisheriger Pflegeregimes sowie deren Weiterentwicklung zu leicht umsetzbaren Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Naturschutzpraxis.<\/p>\n<p>Zentrales R\u00fcckgrat des Projekts sind langj\u00e4hrige, detaillierte Monitoringdaten der deutschen Verantwortungsart <em>Dactylorhiza majalis <\/em>(Orchidaceae), die in der Naturschutzpraxis &#8211; als Indikator f\u00fcr den Pflegezustand von Feuchtwiesen &#8211; vielfach j\u00e4hrlich gez\u00e4hlt wird. Durch enge Kooperation mit zahlreichen Schutzgebieten in Brandenburg wurden Z\u00e4hldaten von <em>D. majalis<\/em> f\u00fcr 174 Fl\u00e4chen mit bis zu 41 Z\u00e4hljahren systematisch zusammengef\u00fchrt. \u00a0Dieser wertvolle Datensatz aus der Naturschutzpraxis soll im Laufe des Projekts kombiniert und verst\u00e4rkt werden durch abiotische, Vegetations-, Landschafts- und Klimadaten je Fl\u00e4che.<\/p>\n<p>Auf rund 70 Orchideenfl\u00e4chen innerhalb der Modellregion Brandenburg wird au\u00dferdem die Vegetationszusammensetzung und Diversit\u00e4t der Begleitvegetation, sowie Feuchte- und N\u00e4hrstoffverf\u00fcgbarkeit je Fl\u00e4che erfasst. Weiterhin sollen mithilfe morphologischer Parameter der Zielart im adulten und juvenilen Stadium kleinstr\u00e4umige Pr\u00e4ferenzhabitate herausgearbeitet werden. Die systematische Datenauswertung mittels uni- und multivariater statistischer Methoden erm\u00f6glicht weiterhin Landschaftskomponenten wie Habitatgr\u00f6\u00dfe und Landschaftsmatrix sowie Klimaparameter in die Analyse einzubeziehen.<br \/>Weiterhin soll die enorm differenzierte sowie langj\u00e4hrige Expertise der Naturschutzpraktiker*innen mithilfe von Expert*innen-Interviews systematisch in die Auswertung einflie\u00dfen.<\/p>\n<p>Durch die Kombination dieser verschiedenen Einflussfaktoren werden konkrete Handlungs- und Pflegeempfehlungen f\u00fcr den angewandten Naturschutz entwickelt, die nach Standortbedingungen, abiotischen und populations\u00f6kologischen Parametern differenzieren.<br \/>Au\u00dferdem wird die Gef\u00e4hrdung durch den Landschafts- und Klimawandel analysiert.<br \/>Das Projekt leistet so einen wesentlichen Beitrag zur Wirksamkeit von Schutzgebieten und zum Arterhalt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Projekt dient dazu, die Pflegepraxis artenreicher Feuchtwiesen zu optimieren.Dieser wertvolle Biotoptyp ist bundesweit \u201estark gef\u00e4hrdet bis von vollst\u00e4ndiger Vernichtung bedroht\u201c (Rote Liste 1-2) und heute weitgehend auf Schutzgebiete beschr\u00e4nkt. 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