{"id":52202,"date":"2026-03-03T10:46:14","date_gmt":"2026-03-03T09:46:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20021-715\/"},"modified":"2026-03-03T10:46:15","modified_gmt":"2026-03-03T09:46:15","slug":"20021-715","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20021-715\/","title":{"rendered":"Literatur als \u00f6konomische Ressource. Nachhaltigkeit in deutschen, franz\u00f6sischen und norwegischen Wirtschaftsromanen. Eine Strukturanalyse."},"content":{"rendered":"<p>Artensterben, Hungersn\u00f6te, Klimawandel \u2013 die Umwelt und mit ihr der Mensch sind bedroht und die \u00dcberschreitung \u00f6kologischer Grenzen ist l\u00e4ngst mehr als ein fiktionales Schreckensszenario. Allgegenw\u00e4rtig durchdringt der nicht-nachhaltige Umgang mit endlichen Ressourcen unseren Alltag und schl\u00e4gt weit \u00fcber die Grenzen einzelner Wissenschaftsdisziplinen hinausgehende Wellen.<\/p>\n<p>Als Spiegel der Gesellschaft greift Literatur seit jeher die gro\u00dfen gesellschaftlichen Debatten auf, denkt diese weiter und wirkt auf sie ein. Da verwundert es nicht, dass Autor:innen des 21. Jahrhunderts im Angesicht der aktuellen Nachhaltigkeitsherausforderungen mit reichhaltigen Fiktionen auffahren. Und so kann das <em>Literarische Klima-Quartett<\/em> aus Norwegen (Lunde, 2015-2022) neben deutschen Wirtschaftsromanen wie <em>R\u00fcckwind<\/em> (Spinnen, 2019) und franz\u00f6sischen fictions d&#8217;affaires wie <em>S\u00e9rotonine<\/em> (Houellebecq, 2019) mit Blick auf die Literarisierung tats\u00e4chlicher Sachverhalte und Imaginationen nachhaltiger Entwicklung gelesen werden. Doch obschon zahlreiche Disziplinen im Streben nach Antworten auf die Nachhaltigkeitsproblematik mobilisiert wurden, bleibt das der (Gegenwarts-)literatur innewohnende Potenzial bislang gr\u00f6\u00dftenteils au\u00dfen vor. Dabei ist diese unersch\u00f6pfliche Ressource als Tr\u00e4ger fiktionaler Empirie unbedingt beachtenswert. Schlie\u00dflich kann Literatur experimentierend und frei von objektivem Erkenntnisinteresse das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Umweltfragen ausbauen und zudem handlungslenkend auf Leser:innen einwirken.<\/p>\n<p>Ausgehend von der skizzierten Beobachtung will das Forschungsvorhaben das Potenzial der Ressource Literatur f\u00fcr die Nachhaltigkeitsforschung freilegen. Hierzu werden M\u00f6glichkeiten und Grenzen fiktionaler Empirie ausgelotet. Nach ihrer literaturhistorischen Einbettung wird diese Lesart exemplarisch an drei aktuellen norwegischen, franz\u00f6sischen und deutschen Romanen erprobt. Den nachhaltigen Umgang mit Mensch und Umwelt ins Zentrum stellend, tritt das Vorhaben zugleich an, \u00fcber die exemplarische Beschreibung und Analyse ausgew\u00e4hlter Romane die Relevanz literarischer Einsichtnahme in komplexe globale Herausforderungen unserer Zeit zu unterstreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artensterben, Hungersn\u00f6te, Klimawandel \u2013 die Umwelt und mit ihr der Mensch sind bedroht und die \u00dcberschreitung \u00f6kologischer Grenzen ist l\u00e4ngst mehr als ein fiktionales Schreckensszenario. Allgegenw\u00e4rtig durchdringt der nicht-nachhaltige Umgang mit endlichen Ressourcen unseren Alltag und schl\u00e4gt weit \u00fcber die Grenzen einzelner Wissenschaftsdisziplinen hinausgehende Wellen. 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