{"id":52195,"date":"2026-10-23T12:46:53","date_gmt":"2026-10-23T10:46:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20021-722\/"},"modified":"2026-10-23T12:46:56","modified_gmt":"2026-10-23T10:46:56","slug":"20021-722","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20021-722\/","title":{"rendered":"Reduktion der Gew\u00c3\u00a4sserbelastung durch Herbizide und ihrer Transformationsprodukte: Modellansatz zur Optimierung von landwirtschaftlichen Managementsystemen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Pflanzenschutzmittel (PSM) aus konventioneller Landwirtschaft sind sowohl in Oberfl\u00c3\u00a4chengew\u00c3\u00a4ssern als auch im Grundwasser nachweisbar. Drift und Erosion durch Oberfl\u00c3\u00a4chenabfluss werden h\u00c3\u00a4ufig als dominierende Prozesse f\u00c3\u00bcr den PSM-Eintrag angegeben. Aufgrund des dichten Drainagenetzes und geringer Hangneigung in Tieflandregionen spielt der Oberfl\u00c3\u00a4chenabfluss hier eher eine untergeordnete Rolle. Dennoch werden gerade in diesen Regionen h\u00c3\u00a4ufig Mehrfachbelastungen und Spitzenfrachten in Gew\u00c3\u00a4ssern beobachtet, die \u00c3\u00bcber den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Neben der applizierten Muttersubstanz der PSM werden zunehmend deren Transformationsprodukte (TP) gefunden, die oft persistentere und mobilere Eigenschaften aufweisen k\u00c3\u00b6nnen. Am Abbau des PSM und dem Transport von Muttersubstanz und TP sind zahlreiche Prozesse beteiligt, die sich gegenseitig beeinflussen. Zur Abbildung der komplexen Prozessdynamik in der Hydrologie und beim Stofftransport wurden \u00c3\u00b6kohydrologische Modelle entwickelt. Um verl\u00c3\u00a4ssliche Modellergebnisse f\u00c3\u00bcr PSM und deren TP zu erhalten, ist es unerl\u00c3\u00a4sslich, die Prozessdynamik in Modellen besser zu verstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Diese Studie zielt darauf ab, das Verst\u00c3\u00a4ndnis des PSM-Transports und der Abbaudynamik zu verbessern, um geeignete landwirtschaftliche Bewirtschaftungsma\u00c3\u0178nahmen zu identifizieren, die die Gew\u00c3\u00a4sser vor den nachteiligen Auswirkungen von PSM sch\u00c3\u00bctzen. Daher soll eine Analyse der dargestellten Abbau- und Transportprozesse mittels einer zeitabh\u00c3\u00a4ngigen Sensitivit\u00c3\u00a4tsanalyse am \u00c3\u00b6kohydrologischen Modell \u00e2\u20ac\u017eSoil and Water Assessment Tool+\u00e2\u20ac\u0153 (SWAT+) durchgef\u00c3\u00bchrt werden. Auf diese Weise wird die Dynamik dominanter Modellparameter unter verschiedenen hydrologischen Bedingungen sichtbar. Die zeitabh\u00c3\u00a4ngige Sensitivit\u00c3\u00a4tsanalyse soll f\u00c3\u00bcr zwei verschiedene SWAT+-Versionen (60.5.4) angewendet werden. Die erste Version ist die urspr\u00c3\u00bcngliche SWAT+ 60.5.4-Version und II.) eine bearbeitete Version von SWAT+-60.5.4. Bei der erweiterten Version wurden bisher der Grundwassermischungsfaktor aus der Arbeit von Rathjens et al. (2023) integriert und die minimale Flie\u00c3\u0178zeit auf weniger als einen Tag als Grundlage f\u00c3\u00bcr die Berechnung der In-Stream-Prozesse im Zusammenhang mit dem PSM-Transport reduziert.\u00c2\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Bereits ohne die Verbesserung des Makroporenflusses f\u00c3\u00bcr den PSM-Transport, kann bei einer Abflussmodellierung von 0,85 KGE (Kalibrierungszeitraum) und einer Validierung von 0,82 KGE auf Einzugsgebiets- und 0,63 auf Feldskala zufriedenstellende Ergebnisse f\u00c3\u00bcr den PSM-Transport w\u00c3\u00a4hrend des Kalibrierungszeitraums erreicht werden (Flufenacet: 0,53 KGE; Flufenacetoxals\u00c3\u00a4ure: 0,60 KGE; Flufenacetsulfons\u00c3\u00a4ure: 0,67 KGE; Diflufenican: 0,54 KGE; Pendimethalin: 0,47 KGE). W\u00c3\u00a4hrend die applizierten PSM bei der Validierung auf Einzugsgebietsskala bessere Ergebnisse liefern, zeigt die Validierung der TP auf Feldskala eine bessere Modellg\u00c3\u00bcte. Die Modellierung der mobilen PSM zeigt eine zeitliche Verschiebung des Austrags \u00c3\u00bcber den Drainageauslass, w\u00c3\u00a4hrend die Modellierung von nicht-mobilen PSM eine systematische Untersch\u00c3\u00a4tzung aufweist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pflanzenschutzmittel (PSM) aus konventioneller Landwirtschaft sind sowohl in Oberfl\u00c3\u00a4chengew\u00c3\u00a4ssern als auch im Grundwasser nachweisbar. Drift und Erosion durch Oberfl\u00c3\u00a4chenabfluss werden h\u00c3\u00a4ufig als dominierende Prozesse f\u00c3\u00bcr den PSM-Eintrag angegeben. Aufgrund des dichten Drainagenetzes und geringer Hangneigung in Tieflandregionen spielt der Oberfl\u00c3\u00a4chenabfluss hier eher eine untergeordnete Rolle. 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