{"id":52184,"date":"2026-03-29T10:46:12","date_gmt":"2026-03-29T08:46:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20021-733\/"},"modified":"2026-03-29T10:46:12","modified_gmt":"2026-03-29T08:46:12","slug":"20021-733","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20021-733\/","title":{"rendered":"Kann sich Deutschland biodivers ern\u00e4hren? Eine quantitative Potentialuntersuchung der Biodiversit\u00e4tsauswirkungen von Mahlzeiten in der Au\u00dfer-Haus-Gastronomie"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Die globale Lebensmittelproduktion hat einen entscheidenden Einfluss auf \u00f6kologische Systeme, den Klimawandel und die \u00dcberschreitung planetarer Grenzen. Insbesondere die intensive Landwirtschaft tr\u00e4gt bis zu 70 % des prognostizierten Verlusts der terrestrischen Biodiversit\u00e4t bei (CBD 2014). Trotz dieses Wissens fehlen bis heute wissenschaftlich basierte Indikatoren zur quantitativen Bewertung der Biodiversit\u00e4tsauswirkungen einzelner Agrarprodukte, Lebensmittel und Speisen \u2013 auch im Kontext der Au\u00dfer-Haus-Verpflegung (AHV), dem zweitwichtigsten Absatzmarkt der deutschen Ern\u00e4hrungsindustrie mit einem Umsatzvolumen von 84,5 Milliarden Euro und 10,4 Mrd. G\u00e4ste pro Jahr (BVE 2023).<\/p>\n<p>Das Promotionsvorhaben widmet sich der nachhaltigen Transformation der AHV mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Bereich\u00a0Gemeinschaftsverpflegung (GV) im Care-Sektor. Ziel ist es, die \u00f6kologischen Auswirkungen der bestehenden Verpflegungspraxis zu analysieren und darauf basierend praxisorientierte Ma\u00dfnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen (THGE) und zum Schutz der Biodiversit\u00e4t zu entwickeln. Die Untersuchung basiert auf einer Kombination aus Lebenszyklusanalysen (LCA), empirischer Datenerhebung und einem Co-Creation-Ansatz, bei dem eng mit Praxispartnern (n=3) zusammengearbeitet wird.<\/p>\n<p>Ein zentraler Aspekt ist die Analyse und Bewertung von Speisepl\u00e4nen in Bezug auf \u00f6kologische und ern\u00e4hrungsphysiologische Kriterien. Dabei erfolgt ein Abgleich mit der Planetary Health Diet (PHD) und den Food-Based Dietary Guidelines (FBDG) der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE), um sowohl Umwelt- als auch Gesundheitsaspekte zu ber\u00fccksichtigen. Neben der \u00f6kologischen Bewertung wird die soziale Akzeptanz der Ma\u00dfnahmen sowie deren praktische Umsetzbarkeit in Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung untersucht.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projekts werden wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen und Strategien entwickelt, die in einer Roadmap geb\u00fcndelt werden. Diese Roadmap dient als Leitfaden f\u00fcr Praxispartner, um nachhaltige \u00c4nderungen in der Lebensmittelauswahl, der Speiseplangestaltung und den internen Prozessen umzusetzen. Dabei werden Hemmnisse wie bestehende Gewohnheiten, organisatorische Herausforderungen und technische Gegebenheiten ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Das Vorhaben liefert nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse zu den \u00f6kologischen\u00a0 Aspekten der GV, sondern bietet auch konkrete L\u00f6sungen, die sich direkt auf die Praxis anwenden lassen. Langfristig soll die Arbeit dazu beitragen, die Au\u00dfer-Haus-Verpflegung \u00f6kologisch und gesundheitlich nachhaltiger zu gestalten.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die globale Lebensmittelproduktion hat einen entscheidenden Einfluss auf \u00f6kologische Systeme, den Klimawandel und die \u00dcberschreitung planetarer Grenzen. 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