{"id":52180,"date":"2026-04-05T10:46:09","date_gmt":"2026-04-05T08:46:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20021-737\/"},"modified":"2026-04-05T10:46:09","modified_gmt":"2026-04-05T08:46:09","slug":"20021-737","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20021-737\/","title":{"rendered":"Kolleg Circular Economy: Entwicklung einer Typologisierung von Zero Waste Cities f\u00fcr den Vergleich kommunaler Transformationsprozesse"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Angesichts der kontinuierlich steigenden Abfallmengen und einem wachsenden Ressourcenverbrauch wird deutlich, dass konkreter Handlungsbedarf besteht, um die anfallenden Abfallmengen signifikant zu senken. Die Transformation der bislang linearen Wirtschaft zu einer Circular Economy gilt zunehmend als Schl\u00fcsselstrategie f\u00fcr den Ressourcenschutz. Daf\u00fcr braucht es Vorgaben und Gesetze auf Bundesebene, aber auch konkrete Handlungsleitf\u00e4den f\u00fcr St\u00e4dte als ausf\u00fchrende Instanzen. Der Fokus darf zudem nicht allein darauf gelegt werden, Abf\u00e4lle ordnungsgem\u00e4\u00df und umweltfreundlich zu entsorgen, sondern\u00a0 Abf\u00e4lle direkt zu vermeiden und Kreisl\u00e4ufe zu schlie\u00dfen. Hierzu sind integrierte Konzepte mit quantifizierbaren Zielen und einem transparenten Monitoring gefragt. Ob der Ansatz der Zero Waste Cities einen solchen umfassenden Rahmen f\u00fcr St\u00e4dte bieten kann, der neben der Wirtschaft auch die weiteren Sektoren einer Stadt umfasst, soll im Rahmen dieses Promotionsvorhabens untersucht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das Forschungsvorhaben soll dazu beitragen, M\u00f6glichkeiten f\u00fcr den \u00dcbergang zu einer kreislauff\u00e4higen Gesellschaft aufzuzeigen. Hierbei soll der Fokus weniger auf die Transformation des Wirtschaftssystems durch eine neue technische Ausrichtung im Sinne der klassischen Circular Economy gelegt werden, sondern das Konzept erweitert und auf den \u00dcbergang zu kreislauff\u00e4higen St\u00e4dten bzw. einer kreislauff\u00e4higen Gesellschaft bezogen werden. Da die St\u00e4dte beim \u00dcbergang zu einer nachhaltigen und zirkul\u00e4r ausgerichteten Gesellschaft eine zentrale Rolle spielen, stehen sie in diesem Forschungsvorhaben im Mittelpunkt. Die Kernfrage des Forschungsvorhabens behandelt die Rolle der Zero Waste Cities beim \u00dcbergang zu einer Circular Society. Um dies zu beantworten, soll sowohl der Ansatz der Zero Waste Cities als auch das theoretische Konzept der Circular Society n\u00e4her beleuchtet werden.<\/p>\n<p>Um die Dynamik des \u00dcbergangs zu einer Zero Waste City zu verstehen, wurde zu Beginn des Promotionsvorhabens ein sozio-technischer Ansatz ermittelt, der u\u0308ber die reine Technologiefixierung hinausgeht und mehrdimensionale Interaktionen zwischen Industrie, Technologie, M\u00e4rkten, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft analysiert.\u00a0Nach eingehender Analyse wurde die Multi-Level-Perspective (MLP) der Transition Theory als Analyserahmen ausgew\u00e4hlt, um den \u00dcbergang zu einer Zero Waste City theoretisch zu erfassen. Die MLP wurde bereits zur Erkl\u00e4rung von Transformationen im Verkehrs-, Energie-\u00a0 oder Ern\u00e4hrungssystem genutzt und soll nun auch auf den Bereich Abfall bezogen werden. Auch gibt es bereits Forschungen die die MLP auf den st\u00e4dtischen Raum beziehen. Ein Kritikpunkt an der MLP ist jedoch die fehlende Betrachtung von individuellem und kollektivem Verhalten fu\u0308r gesellschaftliche Ver\u00e4nderungsprozesse. Da die Literatur Hinweise auf die wichtige Rolle von Nischenakteuren bei einer sozial-\u00f6kologischen Transformation gibt, wird ein zus\u00e4tzliche theoretischer Fokus auf den Ansatz der \u201eTransformationspioniere\u201c gelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Dar\u00fcber hinaus sollen die Treiber und Barrieren beim \u00dcbergang zu einer Zero Waste City herausgearbeitet und in eine Typologisierung von Zero Waste Cities \u00fcbersetzt werden. Diese Typen sollen dazu genutzt werden, um zu ermitteln, wie das Zero-Waste-Konzept bisher in den europ\u00e4ischen Zero Waste St\u00e4dten aufgeh\u00e4ngt ist und welche Rolle es im Kontext der zirkul\u00e4ren Transformation spielt. Zudem sollen diese Typen auf die vier St\u00e4dte Kiel, M\u00fcnchen, Ljubljana und Capannori angewendet werden, um so einen Vergleich der St\u00e4dte zu erhalten. Anhand dieser vier Beispielst\u00e4dte soll gezeigt werden, welche Rolle Zero Waste Cities bei der Transformation zu einer Circular Society einnehmen und neue Erkenntnisse f\u00fcr die Stadt- und Transformationsforschung sowie f\u00fcr die Praxis gewonnen werden. Dadurch soll die Br\u00fccke zwischen dem Konzept der Circular Society und den Zero Waste Cities geschlagen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Promotion soll kumulativ in Form von drei Papern entstehen und fu\u00dft methodisch auf drei verschiedenen Ans\u00e4tzen. Es wird eine standardisierte Onlinebefragung der rund 400 europ\u00e4ischen Zero Waste Cities zu Treibern und Barrieren durchgef\u00fchrt, auf deren Basis eine Typologisierung erarbeitet werden soll. Dar\u00fcber hinaus werden qualitative Interviews mit Vertreter:innen aus den vier Beispielst\u00e4dten gef\u00fchrt. Eine Literaturanalyse und -diskussion zur Circular Society sowie die Synthese der zuvor erarbeiteten Ergebnisse sollen das Vorhaben abrunden und die Kernfrage beantworten, welche Rolle Zero Waste Cities bei der Transformation zu einer Circular Society spielen k\u00f6nnen<em>.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts der kontinuierlich steigenden Abfallmengen und einem wachsenden Ressourcenverbrauch wird deutlich, dass konkreter Handlungsbedarf besteht, um die anfallenden Abfallmengen signifikant zu senken. Die Transformation der bislang linearen Wirtschaft zu einer Circular Economy gilt zunehmend als Schl\u00fcsselstrategie f\u00fcr den Ressourcenschutz. 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