{"id":52179,"date":"2026-10-23T12:46:47","date_gmt":"2026-10-23T10:46:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20021-738\/"},"modified":"2026-10-23T12:46:53","modified_gmt":"2026-10-23T10:46:53","slug":"20021-738","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20021-738\/","title":{"rendered":"Causation in National and International Climate Change Litigation (dt. Kausalit\u00c3\u00a4t in nationalen und internationalen Rechtsstreitigkeiten zum Klimawandel)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Das Forschungsprojekt besch\u00c3\u00a4ftigt sich im Rahmen der Thematik der Klimaklagen mit dem speziellen Erfordernis der Kausalit\u00c3\u00a4t. Ziel ist dabei die Erarbeitung eines Richtlinienvorschlags zur Herstellung von Kausalketten in Gerichtsverfahren zum Klimawandel.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00c2\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Komplexit\u00c3\u00a4t des Klimawandels stellt Gerichte zunehmend vor gro\u00c3\u0178e Herausforderungen. Klagen thematisieren dabei sowohl die Anpassung emissionsrechtlicher Ziele (wie z.B. erst k\u00c3\u00bcrzlich durch das BVerfG in seinem Beschluss vom 24.03.2021 behandelt), als auch monet\u00c3\u00a4re Ersatzforderungen f\u00c3\u00bcr klimatisch bedingten Schaden (dieszbez\u00c3\u00bcglich ist gerade ein Verfahren vor dem OLG Hamm anh\u00c3\u00a4ngig). Ein Schwerpunkt in klimaspezifischen Gerichtsprozessen stellt indes die Herstellung eines Kausalzusammenhangs zwischen spezifischen Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) und einem konkreten, daraus resultierenden Effekt dar. Das Forschungsprojekt widmet sich dieser Problematik und analysiert dabei zun\u00c3\u00a4chst potentielle L\u00c3\u00b6sungswege auf Basis aktueller und bereits entschiedener Gerichtsentscheidungen. Neben dem Einbezug bereits erfolgter Entscheidungen werden auch traditionelle und normative Ans\u00c3\u00a4tze, sowie Herangehensweisen basierend auf internationalem Recht betrachtet. Einer der Schwerpunkte der Arbeit bildet die Frage in wie weit durch den Einbezug naturwissenschaftlicher Erkenntnisse in Gerichtsprozesse Abhilfe bei Fragen der Kausalit\u00c3\u00a4t geschaffen werden kann. Grundlegend ist dabei die Frage nach der Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Ergebnisfindung mit den Anforderungen innerhalb eines Gerichtsverfahrens zum Klimawandel, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Thematik der Wahrscheinlichkeits- und Fehlerprognosen gelegt wird. Zudem gilt es klimaspezifische Kausalit\u00c3\u00a4tsprobleme, wie z.B. die Thematik des versp\u00c3\u00a4tet eintretenden Schadens (\u00e2\u20ac\u017e<em>delayed harm<\/em>\u00e2\u20ac\u0153), der kumulativen, sowie der alternativen Kausalit\u00c3\u00a4t und die Problematik der Wirkung externer Faktoren zu thematisieren. Vertieft wird innerhalb des Vorhabens insbesondere auf sog. \u00e2\u20ac\u017e<em>impact attribution<\/em>\u00e2\u20ac\u0153-F\u00c3\u00a4lle eingegangen, welche aufgrund ihrer Komplexit\u00c3\u00a4t Gerichte vor gro\u00c3\u0178e Herausforderung stellen. Ein weiterer Schwerpunkt bildet die Frage nach einer normativen Herangehensweise an die Kausalit\u00c3\u00a4t.. Dabei wird unter Heranziehung von Ans\u00c3\u00a4tzen aus der Rechtsphilosophie die Frage aufgeworfen in wie weit das Element der (historischen) Verantwortung im Rahmen der Kausalit\u00c3\u00a4t unter dem Stichwort der \u00e2\u20ac\u017e<em>Klimagerechtigkeit<\/em>\u00e2\u20ac\u0153 einbezogen werden kann und soll. Zuletzt wird auf normativer Ebene er\u00c3\u00b6rtert in wie weit eine Beweislastumkehr oder eine Absenkung des Beweima\u00c3\u0178es in Kausalit\u00c3\u00a4tsfragen Abhilfe verschaffen k\u00c3\u00b6nnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Forschungsprojekt besch\u00c3\u00a4ftigt sich im Rahmen der Thematik der Klimaklagen mit dem speziellen Erfordernis der Kausalit\u00c3\u00a4t. Ziel ist dabei die Erarbeitung eines Richtlinienvorschlags zur Herstellung von Kausalketten in Gerichtsverfahren zum Klimawandel. \u00c2\u00a0 Die Komplexit\u00c3\u00a4t des Klimawandels stellt Gerichte zunehmend vor gro\u00c3\u0178e Herausforderungen. 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