{"id":52174,"date":"2026-10-23T12:46:47","date_gmt":"2026-10-23T10:46:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20021-743\/"},"modified":"2026-10-23T12:46:51","modified_gmt":"2026-10-23T10:46:51","slug":"20021-743","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20021-743\/","title":{"rendered":"Untersuchung des Anpassungspotenzials einer \u00c3\u00b6kologisch relevanten Wildbienenart an wandelnde Umwelteinfl\u00c3\u00bcsse: Von den Genen zur Populationsstruktur"},"content":{"rendered":"<p>Wildbienen sind einer Vielzahl von Herausforderungen aus ihrer Umwelt ausgesetzt. \u00c3\u0153ber 85% aller wild lebenden Bienenarten haben einen solit\u00c3\u00a4ren Lebenszyklus, weshalb sich viele Erkenntnisse \u00c3\u00bcber den Umgang von sozialen Bienen wie Apis mellifera mit Umwelteinfl\u00c3\u00bcssen nur schwer \u00c3\u00bcbertragen lassen. Gleichzeitig sind die Best\u00c3\u00a4nde vieler Wildbienenarten international stark bedroht, was ein besseres Verst\u00c3\u00a4ndnis ihrer individuellen Herausforderungen zum Zwecke eines effektiven Artenschutzes erfordert.<\/p>\n<p>In meiner Promotion m\u00c3\u00b6chte ich unter Anwendung transkriptomischer und genomischer Methoden zum Verst\u00c3\u00a4ndnis des Anpassungspotentials der Mauerbienen, einer \u00c3\u00b6kologisch bedeutsamen Gruppe solit\u00c3\u00a4rer Wildbienen, an zuk\u00c3\u00bcnftige Umweltherausforderungen, beitragen. Ein spezieller Fokus unter den Umwelteinfl\u00c3\u00bcssen liegt dabei auf den durch den Klimawandel zu erwartenden erh\u00c3\u00b6hten Temperaturen w\u00c3\u00a4hrend des \u00c3\u0153berwinterungsstadiums.<\/p>\n<p>Dazu werde ich in Form von mehrmonatigen Laborexperimenten \u00c3\u00bcberwinternde Mauerbienen (<em>Osmia bicornis<\/em> und <em>Osmia cornuta<\/em>) erh\u00c3\u00b6htem W\u00c3\u00a4rmestress aussetzen und molekulargenetische Ver\u00c3\u00a4nderungen durch Transkriptom- und Genomsequenzierungen untersuchen sowie eine Menge an temperatursensitiven Genen identifizieren. Eine Besonderheit ist hierbei, dass der Temperaturstress realistische Bedingungen mit nat\u00c3\u00bcrlichen Temperaturschwankungsmustern nachbildet.<\/p>\n<p>Dar\u00c3\u00bcberhinaus werde ich die populationsgenetischen Unterschiede dieser beiden Arten \u00c3\u00bcber einen ausgedehnten geographischen Raum mit klimatischer und phenologischer Varianz (ganz Deutschland) kartieren und untersuchen, welche Genloci Anzeichen rezenter Selektion und abweichender genetischer Diversit\u00c3\u00a4t zeigen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Analyse der Loci der zuvor identifizierten temperatursensitiven Gene des \u00c3\u0153berwinterungsexperiments um abzuleiten, wie hoch das evolution\u00c3\u00a4re Potential der beiden Wildbienenarten ist sich auf klimatische Ver\u00c3\u00a4nderungen in Form erh\u00c3\u00b6hter\u00c2\u00a0 \u00c3\u0153berwinterungstemperaturen anzupassen.\u00c2\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wildbienen sind einer Vielzahl von Herausforderungen aus ihrer Umwelt ausgesetzt. \u00c3\u0153ber 85% aller wild lebenden Bienenarten haben einen solit\u00c3\u00a4ren Lebenszyklus, weshalb sich viele Erkenntnisse \u00c3\u00bcber den Umgang von sozialen Bienen wie Apis mellifera mit Umwelteinfl\u00c3\u00bcssen nur schwer \u00c3\u00bcbertragen lassen. 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