{"id":52172,"date":"2026-04-05T10:46:09","date_gmt":"2026-04-05T08:46:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20021-745\/"},"modified":"2026-04-05T10:46:09","modified_gmt":"2026-04-05T08:46:09","slug":"20021-745","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20021-745\/","title":{"rendered":"Von globalen Zielen in den Gemeinderat und zur\u00fcck \u2013 Die Rolle sub-nationaler Regierungsebenen f\u00fcr die vertikale Politikintegration von Biodiversit\u00e4t in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Das Promotionsvorhaben besch\u00e4ftigt sich mit der Politikintegration von Biodiversit\u00e4t anhand der deutschen Mehrebenen-Politik. \u00dcbergeordnetes Ziel ist es die Rolle sub-nationaler Ebenen (insbesondere der L\u00e4nder) in diesem Kontext zu untersuchen und dabei H\u00fcrden und Hebel f\u00fcr einen umfassenderen Biodiversit\u00e4tsschutz zu identifizieren.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Arbeit fokussiert dabei im ersten Forschungsabschnitt auf der Ebene der Landespolitik und bedient sich dem Kontext sogenannter \u201esub-nationaler Biodiversit\u00e4tsstrategien und Aktionspl\u00e4ne\u201c (SBSAPs). Als theoretischer Hintergrund dienen die Vorarbeiten von Candel (2019) und Candel und Biesbroeck (2016), welche einen Analyserahmen f\u00fcr die Hebel und H\u00fcrden in diesem Kontext zur Verf\u00fcgung stellen. Als erkl\u00e4rende Variablen dienen sogenannte integrative Kapazit\u00e4ten und integrativer F\u00fchrungswille. Aufbauend auf 16 Interviews mit allen Landesumweltministerien, werden zentrale Hemmnisse und Hebel f\u00fcr Biodiversity Policy Integration (BPI) identifiziert und diese in Beziehung zu den zugrunde liegenden Ursachen gesetzt. Die staatlichen Biodiversit\u00e4tspolitiken scheinen dabei in institutionellen Lock-ins gefangen zu sein, die sich in schwachen Koordinationsstrukturen, fehlenden Ressourcen und geringer integrativer F\u00fchrung manifestieren. Es gibt zwar Evaluierungsmechanismen, die jedoch keine Rechenschaftspflicht hervorrufen. Infolgedessen scheint ein politischer Wandel unweigerlich mit dem individuellen Engagement der politischen Entscheidungstr\u00e4ger:innen oder der externen Einflussnahme durch \u00f6ffentliche oder europ\u00e4ische Initiativen verbunden zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Der zweite Forschungsabschnitt orientiert sich demgegen\u00fcber an der gemeinsamen Implementierung der FFH- und WRRL im Flussrenaturierungskontext auf sub-nationaler Beh\u00f6rdenebene. Ziel ist es die Diskurse der BPI und der Verwaltungsliteratur zusammenzubringen und ersteren durch Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze des zweiteren zu bereichern. Anhand des praktischen Fallbeispiels der beiden europ\u00e4ischen Richtlinien, werden Interviews und Fokusgruppen, sowie qualitative und quantitative Erhebungen mit unterschiedlichen Akteursgruppen durchgef\u00fchrt, um abermals Einblicke in den prozessualen und individuellen Zielkonflikten zu bekommen. Dabei stechen vor allem der Koordinierungsprozess und die Nutzung des beh\u00f6rdlichen Ermessenspielraums, sowie Hemmnisse auf individueller Akteursebene als zentrale H\u00fcrden hervor. Es zeigt sich aber kein klassisches Schwarz-Wei\u00df Bild zwischen den Beh\u00f6rden, wodurch sich abermals Implikationen f\u00fcr den BPI Diskurs und eine klare sektorale Trennbarkeit nur bedingt zutrifft. Gleichzeitig zeigt sich in diesem Fallbeispiel klar, dass aktuelle Naturschutzans\u00e4tze und Verwaltungsstrukturen h\u00e4ufig noch nicht bereit sind einen modernen Naturschutz dynamisch umzusetzen bzw. gemeinsam mit Klimaschutzaspekten implementiert zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">F\u00fcr die dritte Forschungsphase ist eine vergleichende Fallstudie der Moorpolitiken zwischen vier Bundesl\u00e4ndern geplant. Hierf\u00fcr wird einerseits der Policy Mix in diesem Bereich der einzelnen L\u00e4nder erhoben, sowie m\u00f6gliche Unterschiede von diesen anhand des Ansatzes eigendynamischer politischer Prozesse (AEP) erkl\u00e4rt. Die Datengrundlage basiert dabei sowohl auf einer online und Dokumentenanalyse, als auch offiziellen Anfragen an \u00c4mter und Interviews. Ziel ist es sowohl moorreiche Bundesl\u00e4nder, als auch moorarme Bundesl\u00e4nder in ihrem Engagement f\u00fcr die Wiedervern\u00e4ssung von Fl\u00e4chen einzusch\u00e4tzen und m\u00f6gliche Ursachen f\u00fcr Unterschiede darzulegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Promotionsvorhaben besch\u00e4ftigt sich mit der Politikintegration von Biodiversit\u00e4t anhand der deutschen Mehrebenen-Politik. \u00dcbergeordnetes Ziel ist es die Rolle sub-nationaler Ebenen (insbesondere der L\u00e4nder) in diesem Kontext zu untersuchen und dabei H\u00fcrden und Hebel f\u00fcr einen umfassenderen Biodiversit\u00e4tsschutz zu identifizieren. 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