{"id":52162,"date":"2026-10-23T12:46:47","date_gmt":"2026-10-23T10:46:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20022-003\/"},"modified":"2026-10-23T12:46:47","modified_gmt":"2026-10-23T10:46:47","slug":"20022-003","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20022-003\/","title":{"rendered":"Mathematische Modellierung und iterative Optimierung integrierter Industrie- und Energiesystemtransformation zur Ermittlung von Pfaden hin zur Klimaneutralit\u00c3\u00a4t"},"content":{"rendered":"<p>Sektorenkopplung zwischen Industrie und Energiesystem ist ein wichtiger Hebel auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00c3\u00a4t und wird in wissenschaftlichen Studien bereits betrachtet. In diesen Studien wird jedoch entweder die Entwicklung der Industrie oder die Entwicklung des Energiesystems exogen vorgegeben und ist unver\u00c3\u00a4nderlich. Dadurch werden potenzielle Wechselwirkungen zwischen den beiden Sektoren nicht betrachtet. An dieser L\u00c3\u00bccke setzt das Promotionsprojekt an, indem ein gemeinsames techno- \u00c3\u00b6konomisches Optimierungsmodell des Industriesektors und des Energiesystems auf deutscher Ebene entwickelt wird, in dem Transformationen in beiden Sektoren variabel sind. Als Referenzfall dient eine ungekoppelte Version des Modells. Durch einen Vergleich zwischen gekoppelter und ungekoppelter Optimierung werden die Wechselwirkungen zwischen den Transformationen der Sektoren quantifiziert. Hierbei stehen Unterschiede in der Technologiewahl, in der Standortwahl und in den Zeitpunkten und der Reihenfolge der Transformationen im Mittelpunkt.<\/p>\n<p>F\u00c3\u00bcr das integrierte Optimierungsmodell wird das Open-Source-Energiesystemmodell PyPSA-Eur mit einem Industriesystemmodell erweitert. Das Industriesystemmodell umfasst Prozessrouten und Technologieoptionen f\u00c3\u00bcr die energieintensiven Branchen Chemie, Stahl, Zement und Papier. Die Wahl der Prozessroute und des Standorts sind in jedem Schritt des Transformationspfades variabel. In der gekoppelten Optimierung wird die Entwicklung des Energiesystems und der Industrie so kombiniert, dass sich im Gesamtsystem minimale Kosten ergeben und gleichzeitig alle Bedingungen (z.B. CO2-Budget, Produktionsmengen, Energiebilanz) eingehalten werden.\u00c2\u00a0 In der ungekoppelten Optimierung werden die Sektoren einzeln optimiert.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Der Beitrag der Doktorarbeit f\u00c3\u00bcr die Wissenschaft liegt in methodischen Weiterentwicklungen in der Energiesystemmodellierung, durch die eine integrierte Untersuchung der Transformationspfade des Energiesystems und des Industriesektors mit allen Wechselwirkungen m\u00c3\u00b6glich sind. Der Beitrag f\u00c3\u00bcr den Klimaschutz ist ein schrittweiser Transformationspfad, der offenlegt, welche Ma\u00c3\u0178nahmen zu welchem Zeitpunkt umgesetzt werden m\u00c3\u00bcssen, um Treibhausgasneutralit\u00c3\u00a4t mit minimalen Kosten zu erreichen. Synergien und gegenseitige Abh\u00c3\u00a4ngigkeiten in der Energiesystem- und Industrietransformation werden identifiziert, sowie die Bedingungen, unter denen Investitionen in bestimmte Klimaschutzma\u00c3\u0178nahmen sinnvoll sind.\u00c2\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00c2\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sektorenkopplung zwischen Industrie und Energiesystem ist ein wichtiger Hebel auf dem Weg zur Klimaneutralit\u00c3\u00a4t und wird in wissenschaftlichen Studien bereits betrachtet. In diesen Studien wird jedoch entweder die Entwicklung der Industrie oder die Entwicklung des Energiesystems exogen vorgegeben und ist unver\u00c3\u00a4nderlich. 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