{"id":52156,"date":"2026-03-28T10:46:13","date_gmt":"2026-03-28T09:46:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20022-009\/"},"modified":"2026-03-28T10:46:13","modified_gmt":"2026-03-28T09:46:13","slug":"20022-009","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20022-009\/","title":{"rendered":"Hochwasserrisiko und Wiederaufbau in Deutschland &#8211; Potentiale der Erdbeobachtung f\u00fcr pr\u00e4ventive Risikoanalysen und resiliente Wiederaufbauplanung nach Naturkatastrophen am Beispiel der Flutereignisse im Juli"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Aufgrund des Klimawandels ist in Zukunft mit h\u00e4ufigeren und schwerwiegenderen wetter- und klimabedingten Naturkatastrophen zu rechnen. Das Auftreten von Gefahrenereignissen wie \u00dcberschwemmungen und Erdrutschen hat dabei starke \u00f6kologische und sozio\u00f6konomische Folgen f\u00fcr die betroffenen Regionen, wie sich zuletzt im Juli 2021 durch regional sehr ausgepr\u00e4gte Starkniederschl\u00e4ge in Mitteleuropa zeigte. Dies unterstreicht die dringende Notwendigkeit, sich an diese Dynamik anzupassen und mit entsprechenden Ma\u00dfnahmen und Analysen die Katastrophenanf\u00e4lligkeit und Gefahrenexposition zu reduzieren.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die avisierte Dissertation soll hierzu einen Beitrag leisten und durch die Entwicklung innovativer Verfahren zur Auswertung von Erdbeobachtungsdaten die Risikodynamik und Interaktion zwischen Umwelt und Gesellschaft untersuchen. Aufgrund der Aktualit\u00e4t der Ereignisse und einer einzigartigen vorliegenden Datengrundlage sollen die Hochwasserereignisse in Deutschland vom Juli 2021 umf\u00e4nglich erforscht werden. Dies beinhaltet die Betrachtung und Interkorrelation der Situationen vor, w\u00e4hrend und nach dem Ereignis. Dabei besteht das h\u00f6herrangige Ziel darin, basierend auf Erdbeobachtungsdaten und weiteren Informationsquellen Methoden zu entwickeln, welche i) die Risikoabsch\u00e4tzung vor einem Ereignis, ii) das Katastrophenmanagement w\u00e4hrend eines Ereignisses und iii) die Wiederaufbauplanung mit reduzierter Gefahrenexposition nach einem Ereignis mit verl\u00e4sslichen und zu bestehenden Daten komplement\u00e4ren Informationen unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">So soll zu Beginn dieser Dissertation der Zeitpunkt der Krisensituation und die unmittelbaren Auswirkungen auf die Regionen im Fokus der Analyse stehen. Hierbei sollen neue Klassifikationsverfahren zur zeitnahen Schadenskartierung entwickelt werden, um Notsituationen zu erkennen und Indikatoren zur Beschaffenheit und gegebenenfalls eingeschr\u00e4nkten Funktionalit\u00e4t kritischer Infrastrukturen wie Stra\u00dfen, Br\u00fccken oder auch der Versorgungs- und Kommunikationsarchitektur zu liefern. Dies sind zentrale Anhaltspunkte des Krisenmanagements, womit die Lageerfassung des Katastrophengebietes verbessert und somit operative Eins\u00e4tze unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen.<br \/>Im zweiten Themenkomplex soll untersucht werden, inwiefern die aufgetretenen Geschehnisse durch Risikoanalysen h\u00e4tten antizipiert werden k\u00f6nnen. Diese Analysen sollen auf einer fernerkundlichen Erfassung von unterschiedlichsten Variablen durchgef\u00fchrt werden: topographische Auswertungen \u00fcber r\u00e4umliche Lagen und Gel\u00e4ndeh\u00f6hen, die Erfassung von Siedlungsstrukturen und deren Klassifikation hinsichtlich Exposition und Vulnerabilit\u00e4t sowie anthropogene Eingriffe in das exponierte Gebiet wie beispielsweise die Landbedeckung\/-nutzung und Gestaltung der Flusslandschaft.<br \/>Durch diese beiden Untersuchungen stehen vielf\u00e4ltige Daten zur Risikosituation vor den Ereignissen sowie zu den tats\u00e4chlichen Auswirkungen und Sch\u00e4den zur Verf\u00fcgung. Auf dieser Basis soll ein Risikomodell erstellt und somit Wiederaufbauma\u00dfnahmen hinsichtlich Risiko- und Expositionsver\u00e4nderungen bewertet werden. Gleicherma\u00dfen sollen die Risikoindikatoren vor den Flutereignissen und nach dem Wiederaufbau verglichen werden, um Ver\u00e4nderungen der Gefahrenexposition und der Katastrophenanf\u00e4lligkeit zu erforschen und somit individuelle Ma\u00dfnahmen des Wiederaufbaus hinsichtlich deren Beitrag zur Resilienzsteigerung zu quantifizieren.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das Ziel dieser interdisziplin\u00e4ren Arbeit ist die Entwicklung von innovativen Methoden und Verfahren, welche im Sinne eines wirksamen Risiko- und Krisenmanagements zur Pr\u00e4vention und Bew\u00e4ltigung zuk\u00fcnftiger Gefahrenereignisse herangezogen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgrund des Klimawandels ist in Zukunft mit h\u00e4ufigeren und schwerwiegenderen wetter- und klimabedingten Naturkatastrophen zu rechnen. 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