{"id":52156,"date":"2026-10-23T12:46:43","date_gmt":"2026-10-23T10:46:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20022-009\/"},"modified":"2026-10-23T12:46:46","modified_gmt":"2026-10-23T10:46:46","slug":"20022-009","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20022-009\/","title":{"rendered":"Hochwasserrisiko und Wiederaufbau in Deutschland &#8211; Potentiale der Erdbeobachtung f\u00c3\u00bcr pr\u00c3\u00a4ventive Risikoanalysen und resiliente Wiederaufbauplanung nach Naturkatastrophen am Beispiel der Flutereignisse im Juli"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Aufgrund des Klimawandels ist in Zukunft mit h\u00c3\u00a4ufigeren und schwerwiegenderen wetter- und klimabedingten Naturkatastrophen zu rechnen. Das Auftreten von Gefahrenereignissen wie \u00c3\u0153berschwemmungen und Erdrutschen hat dabei starke \u00c3\u00b6kologische und sozio\u00c3\u00b6konomische Folgen f\u00c3\u00bcr die betroffenen Regionen, wie sich zuletzt im Juli 2021 durch regional sehr ausgepr\u00c3\u00a4gte Starkniederschl\u00c3\u00a4ge in Mitteleuropa zeigte. Dies unterstreicht die dringende Notwendigkeit, sich an diese Dynamik anzupassen und mit entsprechenden Ma\u00c3\u0178nahmen und Analysen die Katastrophenanf\u00c3\u00a4lligkeit und Gefahrenexposition zu reduzieren.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die avisierte Dissertation soll hierzu einen Beitrag leisten und durch die Entwicklung innovativer Verfahren zur Auswertung von Erdbeobachtungsdaten die Risikodynamik und Interaktion zwischen Umwelt und Gesellschaft untersuchen. Aufgrund der Aktualit\u00c3\u00a4t der Ereignisse und einer einzigartigen vorliegenden Datengrundlage sollen die Hochwasserereignisse in Deutschland vom Juli 2021 umf\u00c3\u00a4nglich erforscht werden. Dies beinhaltet die Betrachtung und Interkorrelation der Situationen vor, w\u00c3\u00a4hrend und nach dem Ereignis. Dabei besteht das h\u00c3\u00b6herrangige Ziel darin, basierend auf Erdbeobachtungsdaten und weiteren Informationsquellen Methoden zu entwickeln, welche i) die Risikoabsch\u00c3\u00a4tzung vor einem Ereignis, ii) das Katastrophenmanagement w\u00c3\u00a4hrend eines Ereignisses und iii) die Wiederaufbauplanung mit reduzierter Gefahrenexposition nach einem Ereignis mit verl\u00c3\u00a4sslichen und zu bestehenden Daten komplement\u00c3\u00a4ren Informationen unterst\u00c3\u00bctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">So soll zu Beginn dieser Dissertation der Zeitpunkt der Krisensituation und die unmittelbaren Auswirkungen auf die Regionen im Fokus der Analyse stehen. Hierbei sollen neue Klassifikationsverfahren zur zeitnahen Schadenskartierung entwickelt werden, um Notsituationen zu erkennen und Indikatoren zur Beschaffenheit und gegebenenfalls eingeschr\u00c3\u00a4nkten Funktionalit\u00c3\u00a4t kritischer Infrastrukturen wie Stra\u00c3\u0178en, Br\u00c3\u00bccken oder auch der Versorgungs- und Kommunikationsarchitektur zu liefern. Dies sind zentrale Anhaltspunkte des Krisenmanagements, womit die Lageerfassung des Katastrophengebietes verbessert und somit operative Eins\u00c3\u00a4tze unterst\u00c3\u00bctzt werden k\u00c3\u00b6nnen.<br \/>Im zweiten Themenkomplex soll untersucht werden, inwiefern die aufgetretenen Geschehnisse durch Risikoanalysen h\u00c3\u00a4tten antizipiert werden k\u00c3\u00b6nnen. Diese Analysen sollen auf einer fernerkundlichen Erfassung von unterschiedlichsten Variablen durchgef\u00c3\u00bchrt werden: topographische Auswertungen \u00c3\u00bcber r\u00c3\u00a4umliche Lagen und Gel\u00c3\u00a4ndeh\u00c3\u00b6hen, die Erfassung von Siedlungsstrukturen und deren Klassifikation hinsichtlich Exposition und Vulnerabilit\u00c3\u00a4t sowie anthropogene Eingriffe in das exponierte Gebiet wie beispielsweise die Landbedeckung\/-nutzung und Gestaltung der Flusslandschaft.<br \/>Durch diese beiden Untersuchungen stehen vielf\u00c3\u00a4ltige Daten zur Risikosituation vor den Ereignissen sowie zu den tats\u00c3\u00a4chlichen Auswirkungen und Sch\u00c3\u00a4den zur Verf\u00c3\u00bcgung. Auf dieser Basis soll ein Risikomodell erstellt und somit Wiederaufbauma\u00c3\u0178nahmen hinsichtlich Risiko- und Expositionsver\u00c3\u00a4nderungen bewertet werden. Gleicherma\u00c3\u0178en sollen die Risikoindikatoren vor den Flutereignissen und nach dem Wiederaufbau verglichen werden, um Ver\u00c3\u00a4nderungen der Gefahrenexposition und der Katastrophenanf\u00c3\u00a4lligkeit zu erforschen und somit individuelle Ma\u00c3\u0178nahmen des Wiederaufbaus hinsichtlich deren Beitrag zur Resilienzsteigerung zu quantifizieren.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Das Ziel dieser interdisziplin\u00c3\u00a4ren Arbeit ist die Entwicklung von innovativen Methoden und Verfahren, welche im Sinne eines wirksamen Risiko- und Krisenmanagements zur Pr\u00c3\u00a4vention und Bew\u00c3\u00a4ltigung zuk\u00c3\u00bcnftiger Gefahrenereignisse herangezogen werden k\u00c3\u00b6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgrund des Klimawandels ist in Zukunft mit h\u00c3\u00a4ufigeren und schwerwiegenderen wetter- und klimabedingten Naturkatastrophen zu rechnen. 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