{"id":52154,"date":"2026-02-11T10:46:36","date_gmt":"2026-02-11T09:46:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20022-011\/"},"modified":"2026-02-11T10:46:37","modified_gmt":"2026-02-11T09:46:37","slug":"20022-011","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20022-011\/","title":{"rendered":"Gesteigerte Klimaresilienz von Standgew\u00e4ssern durch ertragsoptimierte schwimmende Photovoltaik"},"content":{"rendered":"<p>Bei der schwimmenden Photovoltaik\u00a0(Floating PV oder FPV) werden die PV-Module auf einer schwimmenden Unterkonstruktion montiert, welche sich sowohl auf Binnengew\u00e4ssern, als auch auf dem Meer befinden kann. Neben gesteigerten Ertr\u00e4gen aufgrund des K\u00fchleffekts des Wassers, wird ebenfalls eine v\u00f6llig neue Fl\u00e4chenkulisse f\u00fcr die Photovoltaik er\u00f6ffnet. FPV weist weltweit ein beachtliches Potenzial auf und lie\u00df in den letzten Jahren ein sehr dynamisches Wachstum beobachten, sodass die Technologie schon jetzt, neben den konventionellen Freifl\u00e4chen- und Aufdachanlagen, oftmals als zuk\u00fcnftig dritte S\u00e4ule des PV-Markts betitelt wird.\u00a0<\/p>\n<p>Auswirkungen von FPV auf die Hydrologie und das \u00d6kosystem des beherbergenden Gew\u00e4ssers sind zu erwarten, aber noch unzureichend erforscht, obwohl diese Auswirkungen die Grundlage f\u00fcr Genehmigungsverfahren zum Bau und Betrieb solcher Anlagen bilden. Bisherige Studien zu FPV und ihrer Umweltauswirkungen beziehen sich zumeist auf grobe Annahmen oder stellen theoretische Zusammenh\u00e4nge modellhaft dar. Bei den wenigsten liegen Messdaten vor.<\/p>\n<p>FPV4Resilience wird die Auswirkungen durch FPV auf die Seenthermik und -\u00f6kologie, anhand von meteorologischen und hydrologischen Messverfahren an verschiedenen Systemdesigns und Seentypen untersuchen. Die meteorologischen und hydrologischen Daten werden in Bezug auf die thermodynamischen Prozesse, Extremereignisse sowie die resultierende Schichtungsstabilit\u00e4t analysiert und dienen zudem als Basis f\u00fcr die hydrologische Modellierung. Hierbei wird zun\u00e4chst die aktuelle FPV-Belegung betrachtet. Basierend darauf kann das auf FPV angepasste Modell anschlie\u00dfend auf potenziell gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4chenbelegungen oder ver\u00e4nderte klimatische Bedingungen erweitert werden. Durch die Untersuchung des FPV-Einflusses kann dieser dem zu erwartenden Einfluss des Klimawandels gegen\u00fcbergestellt werden. Unter der zus\u00e4tzlichen Einbindung von Ertragssimulationen\u00a0k\u00f6nnen dadurch Pareto-Fronten gebildet und optimale Systemzust\u00e4nde abgebildet werden. Es ist zu erwarten, dass diese Pareto-Fronten bei unterschiedlichen Systemdesigns und Seentypen verschiedenerma\u00dfen wiedergegeben werden. Somit k\u00f6nnte eine pr\u00e4ferenzielle Zuordnung der jeweiligen Systemdesigns zu einem entsprechenden Seetyp erfolgen und gleichzeitig Bedingungen hervorgerufen werden, die sowohl den Einfl\u00fcssen des Klimawandels gr\u00f6\u00dftm\u00f6glich entgegenwirken als auch Stromertr\u00e4ge maximieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der schwimmenden Photovoltaik\u00a0(Floating PV oder FPV) werden die PV-Module auf einer schwimmenden Unterkonstruktion montiert, welche sich sowohl auf Binnengew\u00e4ssern, als auch auf dem Meer befinden kann. Neben gesteigerten Ertr\u00e4gen aufgrund des K\u00fchleffekts des Wassers, wird ebenfalls eine v\u00f6llig neue Fl\u00e4chenkulisse f\u00fcr die Photovoltaik er\u00f6ffnet. 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