{"id":52154,"date":"2026-10-23T12:46:43","date_gmt":"2026-10-23T10:46:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20022-011\/"},"modified":"2026-10-23T12:46:46","modified_gmt":"2026-10-23T10:46:46","slug":"20022-011","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20022-011\/","title":{"rendered":"Gesteigerte Klimaresilienz von Standgew\u00c3\u00a4ssern durch ertragsoptimierte schwimmende Photovoltaik"},"content":{"rendered":"<p>Bei der schwimmenden Photovoltaik\u00c2\u00a0(Floating PV oder FPV) werden die PV-Module auf einer schwimmenden Unterkonstruktion montiert, welche sich sowohl auf Binnengew\u00c3\u00a4ssern, als auch auf dem Meer befinden kann. Neben gesteigerten Ertr\u00c3\u00a4gen aufgrund des K\u00c3\u00bchleffekts des Wassers, wird ebenfalls eine v\u00c3\u00b6llig neue Fl\u00c3\u00a4chenkulisse f\u00c3\u00bcr die Photovoltaik er\u00c3\u00b6ffnet. FPV weist weltweit ein beachtliches Potenzial auf und lie\u00c3\u0178 in den letzten Jahren ein sehr dynamisches Wachstum beobachten, sodass die Technologie schon jetzt, neben den konventionellen Freifl\u00c3\u00a4chen- und Aufdachanlagen, oftmals als zuk\u00c3\u00bcnftig dritte S\u00c3\u00a4ule des PV-Markts betitelt wird.\u00c2\u00a0<\/p>\n<p>Auswirkungen von FPV auf die Hydrologie und das \u00c3\u2013kosystem des beherbergenden Gew\u00c3\u00a4ssers sind zu erwarten, aber noch unzureichend erforscht, obwohl diese Auswirkungen die Grundlage f\u00c3\u00bcr Genehmigungsverfahren zum Bau und Betrieb solcher Anlagen bilden. Bisherige Studien zu FPV und ihrer Umweltauswirkungen beziehen sich zumeist auf grobe Annahmen oder stellen theoretische Zusammenh\u00c3\u00a4nge modellhaft dar. Bei den wenigsten liegen Messdaten vor.<\/p>\n<p>FPV4Resilience wird die Auswirkungen durch FPV auf die Seenthermik und -\u00c3\u00b6kologie, anhand von meteorologischen und hydrologischen Messverfahren an verschiedenen Systemdesigns und Seentypen untersuchen. Die meteorologischen und hydrologischen Daten werden in Bezug auf die thermodynamischen Prozesse, Extremereignisse sowie die resultierende Schichtungsstabilit\u00c3\u00a4t analysiert und dienen zudem als Basis f\u00c3\u00bcr die hydrologische Modellierung. Hierbei wird zun\u00c3\u00a4chst die aktuelle FPV-Belegung betrachtet. Basierend darauf kann das auf FPV angepasste Modell anschlie\u00c3\u0178end auf potenziell gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ere Fl\u00c3\u00a4chenbelegungen oder ver\u00c3\u00a4nderte klimatische Bedingungen erweitert werden. Durch die Untersuchung des FPV-Einflusses kann dieser dem zu erwartenden Einfluss des Klimawandels gegen\u00c3\u00bcbergestellt werden. Unter der zus\u00c3\u00a4tzlichen Einbindung von Ertragssimulationen\u00c2\u00a0k\u00c3\u00b6nnen dadurch Pareto-Fronten gebildet und optimale Systemzust\u00c3\u00a4nde abgebildet werden. Es ist zu erwarten, dass diese Pareto-Fronten bei unterschiedlichen Systemdesigns und Seentypen verschiedenerma\u00c3\u0178en wiedergegeben werden. Somit k\u00c3\u00b6nnte eine pr\u00c3\u00a4ferenzielle Zuordnung der jeweiligen Systemdesigns zu einem entsprechenden Seetyp erfolgen und gleichzeitig Bedingungen hervorgerufen werden, die sowohl den Einfl\u00c3\u00bcssen des Klimawandels gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178tm\u00c3\u00b6glich entgegenwirken als auch Stromertr\u00c3\u00a4ge maximieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der schwimmenden Photovoltaik\u00c2\u00a0(Floating PV oder FPV) werden die PV-Module auf einer schwimmenden Unterkonstruktion montiert, welche sich sowohl auf Binnengew\u00c3\u00a4ssern, als auch auf dem Meer befinden kann. 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