{"id":52149,"date":"2026-10-23T12:46:43","date_gmt":"2026-10-23T10:46:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20022-016\/"},"modified":"2026-10-23T12:46:45","modified_gmt":"2026-10-23T10:46:45","slug":"20022-016","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20022-016\/","title":{"rendered":"Recycling von Kohlenstoffemissionen zu Wertstoffen durch gezielte Adaption Synthesegas-fermentierender acetogener Bakterien an CO und toxische Verunreinigungen in industriellen Abgasen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Im Rahmen dieser Doktorarbeit soll die Synthesegas-Fermentation von industriellen Abgasen mit toxischen Verunreinigungen durch acetogene Bakterien weiterentwickelt und damit das klimafreundliche <em>Carbon Recycling<\/em> von Abgasen zu Wertstoffen effizienter gemacht werden. Das Synthesegas ist ein charakteristisches Abgas zahlreicher industrieller Vergasungsprozesse und bezeichnet ein Gasgemisch aus Kohlenstoffdioxid (CO<sub>2<\/sub>), Kohlenstoffmonoxid (CO) und Wasserstoff (H<sub>2<\/sub>). Dar\u00c3\u00bcber hinaus kann Synthesegas Verunreinigungen wie Schwermetalle, Aromaten, Schwefelverbindungen, Ammoniak, reaktive Sauerstoffverbindungen und Blaus\u00c3\u00a4ure enthalten. Gegen\u00c3\u00bcber konkurrierenden chemischen Verfahren hat die Verwendung von acetogenen Bakterien f\u00c3\u00bcr die Fermentation von Synthesegas zahlreiche Vorteile, allerdings eignet sich nur etwa ein Drittel der bekannten acetogenen Arten als Biokatalysatoren, da CO auf den Gro\u00c3\u0178teil der Bakterien toxisch wirkt. Dar\u00c3\u00bcber hinaus werden Wachstumsrate und Produktertrag durch die Verunreinigungen im Synthesegas limitiert. Aus diesen Gr\u00c3\u00bcnden sollen in diesem Promotionsprojekt neue, leistungsstarke und m\u00c3\u00b6glichst zumindest in geringen Ma\u00c3\u0178en CO-tolerierende Synthesegas-verwerter aus Umweltproben isoliert und zusammen mit bereits bekannten Isolaten durch adaptive Laborevolution (ALE) an CO-Konzentrationen, wie sie in industriellen Abgasen vorkommen, und charakteristische Verunreinigungen industrieller Abgase adaptiert werden. Daf\u00c3\u00bcr sollen sowohl genomische und physiologische als auch biochemische Analysen durchgef\u00c3\u00bchrt werden. Gewonnene Isolate sollen daraufhin ph\u00c3\u00a4notypisch und physiologisch charakterisiert, die Toleranzgrenzen bestimmt und die Fermentationsprodukte identifiziert und quantifiziert werden. Au\u00c3\u0178erdem sollen die Genome der Isolate vor und nach der gerichteten Laborevolution sequenziert und auf Mutationen und Gene untersucht werden, die mit einer erh\u00c3\u00b6hten Toleranz gegen\u00c3\u00bcber CO und toxischen Verunreinigungen industrieller Abgase assoziiert sind. Das Ziel ist, acetogene Bakterienarten zu erhalten, die sich nicht nur durch hohe Wachstums- und Umwandlungsraten, Robustheit und ein gro\u00c3\u0178es Spektrum an industriell relevanten Fermentationsprodukten als Biokatalysatoren eignen, sondern vor allem gegen\u00c3\u00bcber CO und anh\u00c3\u00a4ufenden Verunreinigungen tolerant sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen dieser Doktorarbeit soll die Synthesegas-Fermentation von industriellen Abgasen mit toxischen Verunreinigungen durch acetogene Bakterien weiterentwickelt und damit das klimafreundliche Carbon Recycling von Abgasen zu Wertstoffen effizienter gemacht werden. 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