{"id":52149,"date":"2026-02-11T10:46:32","date_gmt":"2026-02-11T09:46:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20022-016\/"},"modified":"2026-02-11T10:46:35","modified_gmt":"2026-02-11T09:46:35","slug":"20022-016","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20022-016\/","title":{"rendered":"Recycling von Kohlenstoffemissionen zu Wertstoffen durch gezielte Adaption Synthesegas-fermentierender acetogener Bakterien an CO und toxische Verunreinigungen in industriellen Abgasen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Im Rahmen dieser Doktorarbeit soll die Synthesegas-Fermentation von industriellen Abgasen mit toxischen Verunreinigungen durch acetogene Bakterien weiterentwickelt und damit das klimafreundliche <em>Carbon Recycling<\/em> von Abgasen zu Wertstoffen effizienter gemacht werden. Das Synthesegas ist ein charakteristisches Abgas zahlreicher industrieller Vergasungsprozesse und bezeichnet ein Gasgemisch aus Kohlenstoffdioxid (CO<sub>2<\/sub>), Kohlenstoffmonoxid (CO) und Wasserstoff (H<sub>2<\/sub>). Dar\u00fcber hinaus kann Synthesegas Verunreinigungen wie Schwermetalle, Aromaten, Schwefelverbindungen, Ammoniak, reaktive Sauerstoffverbindungen und Blaus\u00e4ure enthalten. Gegen\u00fcber konkurrierenden chemischen Verfahren hat die Verwendung von acetogenen Bakterien f\u00fcr die Fermentation von Synthesegas zahlreiche Vorteile, allerdings eignet sich nur etwa ein Drittel der bekannten acetogenen Arten als Biokatalysatoren, da CO auf den Gro\u00dfteil der Bakterien toxisch wirkt. Dar\u00fcber hinaus werden Wachstumsrate und Produktertrag durch die Verunreinigungen im Synthesegas limitiert. Aus diesen Gr\u00fcnden sollen in diesem Promotionsprojekt neue, leistungsstarke und m\u00f6glichst zumindest in geringen Ma\u00dfen CO-tolerierende Synthesegas-verwerter aus Umweltproben isoliert und zusammen mit bereits bekannten Isolaten durch adaptive Laborevolution (ALE) an CO-Konzentrationen, wie sie in industriellen Abgasen vorkommen, und charakteristische Verunreinigungen industrieller Abgase adaptiert werden. Daf\u00fcr sollen sowohl genomische und physiologische als auch biochemische Analysen durchgef\u00fchrt werden. Gewonnene Isolate sollen daraufhin ph\u00e4notypisch und physiologisch charakterisiert, die Toleranzgrenzen bestimmt und die Fermentationsprodukte identifiziert und quantifiziert werden. Au\u00dferdem sollen die Genome der Isolate vor und nach der gerichteten Laborevolution sequenziert und auf Mutationen und Gene untersucht werden, die mit einer erh\u00f6hten Toleranz gegen\u00fcber CO und toxischen Verunreinigungen industrieller Abgase assoziiert sind. Das Ziel ist, acetogene Bakterienarten zu erhalten, die sich nicht nur durch hohe Wachstums- und Umwandlungsraten, Robustheit und ein gro\u00dfes Spektrum an industriell relevanten Fermentationsprodukten als Biokatalysatoren eignen, sondern vor allem gegen\u00fcber CO und anh\u00e4ufenden Verunreinigungen tolerant sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen dieser Doktorarbeit soll die Synthesegas-Fermentation von industriellen Abgasen mit toxischen Verunreinigungen durch acetogene Bakterien weiterentwickelt und damit das klimafreundliche Carbon Recycling von Abgasen zu Wertstoffen effizienter gemacht werden. Das Synthesegas ist ein charakteristisches Abgas zahlreicher industrieller Vergasungsprozesse und bezeichnet ein Gasgemisch aus Kohlenstoffdioxid (CO2), Kohlenstoffmonoxid (CO) und Wasserstoff (H2). 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