{"id":157774,"date":"2026-10-23T12:46:11","date_gmt":"2026-10-23T10:46:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20025-094\/"},"modified":"2026-10-23T12:46:12","modified_gmt":"2026-10-23T10:46:12","slug":"20025-094","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20025-094\/","title":{"rendered":"K\u00c3\u00b6nnen klimaangepasste Schutzgebietserweiterungen das Artensterben in Europa eind\u00c3\u00a4mmen? \u00e2\u20ac\u201c Eine modellbasierte Potenzialanalyse unter Klimawandel"},"content":{"rendered":"<p>Die globale Biodiversit\u00c3\u00a4tskrise ist eine der gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ten Herausforderungen unserer Zeit und wird sich durch den fortschreitenden Klimawandel weiter versch\u00c3\u00a4rfen. Politische Strategien wie der Globale Biodiversit\u00c3\u00a4tsrahmen von Kunming-Montreal und die EU-Biodiversit\u00c3\u00a4tsstrategie verfolgen daher ambitionierte Ziele, wie den Schutz von 30 % der Landesfl\u00c3\u00a4che bis 2030 (\u00e2\u20ac\u017e30&#215;30\u00e2\u20ac\u0153-Ziel), um den Verlust biologischer Vielfalt zu stoppen. Das bestehende Schutzgebietsnetz der EU sch\u00c3\u00bctzt derzeit zwar eine Vielzahl an Arten, jedoch beruht es auf veralteten Artenlisten und historischen Verbreitungsmustern, wodurch seine Wirksamkeit im Hinblick auf den Schutz unter aktuellen und zuk\u00c3\u00bcnftigen klimatischen Bedingungen eingeschr\u00c3\u00a4nkt ist. Es ist daher zu erwarten, dass unter dem Klimawandel zunehmend weniger Arten durch das Schutzgebietsnetz gesch\u00c3\u00bctzt werden, was den Biodiversit\u00c3\u00a4tsverlust zus\u00c3\u00a4tzlich verst\u00c3\u00a4rken w\u00c3\u00bcrde. Um wirksam zu dem politischen Ziel des Biodiversit\u00c3\u00a4tsschutzes beizutragen, muss die Erweiterung des EU-Schutzgebietsnetzes im Rahmen des 30&#215;30 Ziels daher strategisch und unter Ber\u00c3\u00bccksichtigung des Klimawandels erfolgen. Ziel meines Projekts ist es, mithilfe \u00c3\u00b6kologischer Modellierung eine klimaangepasste Erweiterung des EU-Schutzgebietsnetzes zu entwickeln und dessen Beitrag zur Erreichung der \u00c3\u00bcbergeordneten Biodiversit\u00c3\u00a4tsziele zu bewerten. Die Dissertation gliedert sich in drei Arbeitspakete: (1) die Modellierung und Analyse der Auswirkungen des Klimawandels auf die Verbreitung gef\u00c3\u00a4hrdeter Arten in Europa mithilfe von Artverbreitungsmodellen, (2) die Identifikation von Priorit\u00c3\u00a4tsgebieten f\u00c3\u00bcr eine klimaangepasste Erweiterung des EU-Schutzgebietsnetzes mittels r\u00c3\u00a4umlicher Priorisierung mit der Software Zonation und (3) die Bewertung der Auswirkungen einer solchen Erweiterung auf die langfristige \u00c3\u0153berlebensf\u00c3\u00a4higkeit von Populationen mithilfe der individuenbasierten, r\u00c3\u00a4umlich expliziten Modellierungsplattform RangeShifter. In meiner Dissertation fokussiere ich mich auf nicht flugf\u00c3\u00a4higen terrestrischen Tetrapoden, da diese Gruppe zahlreiche Arten umfasst, von denen mehrere besonders anf\u00c3\u00a4llig f\u00c3\u00bcr die Folgen des Klimawandels sind. Die Arbeit wird wichtige Erkenntnisse dar\u00c3\u00bcber liefern, wie eine klimaangepasste Ausweitung des EU-Schutzgebietsnetzes im Rahmen des 30&#215;30 Ziels zum langfristigen Erhalt der Biodiversit\u00c3\u00a4t beitragen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die globale Biodiversit\u00c3\u00a4tskrise ist eine der gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178ten Herausforderungen unserer Zeit und wird sich durch den fortschreitenden Klimawandel weiter versch\u00c3\u00a4rfen. Politische Strategien wie der Globale Biodiversit\u00c3\u00a4tsrahmen von Kunming-Montreal und die EU-Biodiversit\u00c3\u00a4tsstrategie verfolgen daher ambitionierte Ziele, wie den Schutz von 30 % der Landesfl\u00c3\u00a4che bis 2030 (\u00e2\u20ac\u017e30&#215;30\u00e2\u20ac\u0153-Ziel), um den Verlust biologischer Vielfalt zu stoppen. 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