{"id":157774,"date":"2026-03-07T10:46:03","date_gmt":"2026-03-07T09:46:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20025-094\/"},"modified":"2026-03-07T10:46:03","modified_gmt":"2026-03-07T09:46:03","slug":"20025-094","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20025-094\/","title":{"rendered":"K\u00f6nnen klimaangepasste Schutzgebietserweiterungen das Artensterben in Europa eind\u00e4mmen? \u2013 Eine modellbasierte Potenzialanalyse unter Klimawandel"},"content":{"rendered":"<p>Die globale Biodiversit\u00e4tskrise ist eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen unserer Zeit und wird sich durch den fortschreitenden Klimawandel weiter versch\u00e4rfen. Politische Strategien wie der Globale Biodiversit\u00e4tsrahmen von Kunming-Montreal und die EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie verfolgen daher ambitionierte Ziele, wie den Schutz von 30 % der Landesfl\u00e4che bis 2030 (\u201e30&#215;30\u201c-Ziel), um den Verlust biologischer Vielfalt zu stoppen. Das bestehende Schutzgebietsnetz der EU sch\u00fctzt derzeit zwar eine Vielzahl an Arten, jedoch beruht es auf veralteten Artenlisten und historischen Verbreitungsmustern, wodurch seine Wirksamkeit im Hinblick auf den Schutz unter aktuellen und zuk\u00fcnftigen klimatischen Bedingungen eingeschr\u00e4nkt ist. Es ist daher zu erwarten, dass unter dem Klimawandel zunehmend weniger Arten durch das Schutzgebietsnetz gesch\u00fctzt werden, was den Biodiversit\u00e4tsverlust zus\u00e4tzlich verst\u00e4rken w\u00fcrde. Um wirksam zu dem politischen Ziel des Biodiversit\u00e4tsschutzes beizutragen, muss die Erweiterung des EU-Schutzgebietsnetzes im Rahmen des 30&#215;30 Ziels daher strategisch und unter Ber\u00fccksichtigung des Klimawandels erfolgen. Ziel meines Projekts ist es, mithilfe \u00f6kologischer Modellierung eine klimaangepasste Erweiterung des EU-Schutzgebietsnetzes zu entwickeln und dessen Beitrag zur Erreichung der \u00fcbergeordneten Biodiversit\u00e4tsziele zu bewerten. Die Dissertation gliedert sich in drei Arbeitspakete: (1) die Modellierung und Analyse der Auswirkungen des Klimawandels auf die Verbreitung gef\u00e4hrdeter Arten in Europa mithilfe von Artverbreitungsmodellen, (2) die Identifikation von Priorit\u00e4tsgebieten f\u00fcr eine klimaangepasste Erweiterung des EU-Schutzgebietsnetzes mittels r\u00e4umlicher Priorisierung mit der Software Zonation und (3) die Bewertung der Auswirkungen einer solchen Erweiterung auf die langfristige \u00dcberlebensf\u00e4higkeit von Populationen mithilfe der individuenbasierten, r\u00e4umlich expliziten Modellierungsplattform RangeShifter. In meiner Dissertation fokussiere ich mich auf nicht flugf\u00e4higen terrestrischen Tetrapoden, da diese Gruppe zahlreiche Arten umfasst, von denen mehrere besonders anf\u00e4llig f\u00fcr die Folgen des Klimawandels sind. Die Arbeit wird wichtige Erkenntnisse dar\u00fcber liefern, wie eine klimaangepasste Ausweitung des EU-Schutzgebietsnetzes im Rahmen des 30&#215;30 Ziels zum langfristigen Erhalt der Biodiversit\u00e4t beitragen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die globale Biodiversit\u00e4tskrise ist eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen unserer Zeit und wird sich durch den fortschreitenden Klimawandel weiter versch\u00e4rfen. Politische Strategien wie der Globale Biodiversit\u00e4tsrahmen von Kunming-Montreal und die EU-Biodiversit\u00e4tsstrategie verfolgen daher ambitionierte Ziele, wie den Schutz von 30 % der Landesfl\u00e4che bis 2030 (\u201e30&#215;30\u201c-Ziel), um den Verlust biologischer Vielfalt zu stoppen. 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