{"id":157731,"date":"2026-02-11T10:46:03","date_gmt":"2026-02-11T09:46:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20025-096\/"},"modified":"2026-02-11T10:46:05","modified_gmt":"2026-02-11T09:46:05","slug":"20025-096","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20025-096\/","title":{"rendered":"Steinernema kraussei zur biologischen Bek\u00e4mpfung des Dickmaulr\u00fcsslers (Otiorhynchus spp.) bei kalten Temperaturen: Industrielle in-vitro-Produktion und Bodenmikrobiom-Zusammensetzung nach Applikation"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Der Gefurchte Dickmaulr\u00fcssler (<em>Otiorhynchus sulcatus<\/em>) ist ein bedeutender Sch\u00e4dling im europ\u00e4ischen Zierpflanzen- und Beerenanbau. Besonders die im Boden lebenden Larvenstadien verursachen durch Wurzelfra\u00df erhebliche Ertragsverluste. Der Einsatz chemischer Insektizide zur Bek\u00e4mpfung ist aufgrund ihrer Persistenz, der Toxizit\u00e4t gegen\u00fcber Nicht-Zielorganismen (z.B. Best\u00e4ubern oder S\u00e4ugetieren) sowie der nachgewiesenen negativen Auswirkungen auf die Diversit\u00e4t des Bodenmikrobioms sowohl \u00f6kologisch als auch regulatorisch problematisch. Der Bedarf an wirksamen und nachhaltigen Alternativen ist daher dringend. Entomopathogene Nematoden (EPN) der Gattungen <em>Steinernema<\/em> und <em>Heterorhabditis<\/em> gelten als umweltvertr\u00e4gliche und r\u00fcckstandsfreie biologische Pflanzenschutzmittel. Die bisher etablierten Arten zeigen jedoch bei k\u00fchlen Temperaturen (unter 12 \u00b0C) eine unzureichende Aktivit\u00e4t, sodass eine Bek\u00e4mpfung der Larven, wenn sie am anf\u00e4lligsten f\u00fcr eine Infektion sind (im Fr\u00fchjahr und Herbst), unwirksam ist. <em>Steinernema kraussei<\/em> hingegen bleibt auch bei Temperaturen unter 10 \u00b0C hochvirulent und eignet sich daher zur effizienten Bek\u00e4mpfung des Dickmaulr\u00fcsslers sowohl bei niedrigen als auch bei h\u00f6heren Temperaturen. Trotz dieses Potenzials ist <em>S. kraussei <\/em>bislang nur aus <em>in<\/em>&#8211;<em>vivo<\/em>-Produktion erh\u00e4ltlich, die nicht skalierbar und unzuverl\u00e4ssig ist. Um <em>S. kraussei<\/em> langfristig als biologische Alternative gegen den Dickmaulr\u00fcssler einsetzen zu k\u00f6nnen, ist die Etablierung einer effizienten und ertragreichen <em>in<\/em>&#8211;<em>vitro<\/em>-Fl\u00fcssigkultur unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ziel dieser Doktorarbeit ist es, die industrielle <em>in<\/em>&#8211;<em>vitro<\/em>-Produktion von <em>S. kraussei<\/em> zu etablieren, um langfristig den Eintrag chemischer Insektizide zu reduzieren. Erg\u00e4nzend soll erstmals systematisch die Auswirkung der Applikation von <em>S. kraussei<\/em> auf das Bodenmikrobiom, die Enzymaktivit\u00e4t sowie die Pflanzengesundheit anhand von Erdbeerkulturen untersucht werden. Daf\u00fcr werden zun\u00e4chst geeignete <em>Xenorhabdus<\/em>-Symbionten aus einer umfangreichen Isolat-Sammlung der e-nema GmbH charakterisiert und in Kombination mit verschiedenen <em>S. kraussei<\/em>-St\u00e4mmen auf ihre Kompatibilit\u00e4t getestet. Anschlie\u00dfend erfolgt eine Optimierung des Kulturmediums unter Anwendung genetischer Algorithmen sowie ein Scale-up der Fl\u00fcssigkultur (bis 500\u202fL). Parallel dazu werden Gew\u00e4chshaus- und Freilandversuche in Rhizoboxen durchgef\u00fchrt, bei denen mithilfe von Zymographie und molekularbiologischen Methoden untersucht wird, wie sich die Applikation von <em>S. kraussei<\/em> auf die mikrobielle Diversit\u00e4t des Bodenmikrobioms, die enzymatische Aktivit\u00e4t in der Rhizosph\u00e4re und die Pflanzengesundheit auswirkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gefurchte Dickmaulr\u00fcssler (Otiorhynchus sulcatus) ist ein bedeutender Sch\u00e4dling im europ\u00e4ischen Zierpflanzen- und Beerenanbau. Besonders die im Boden lebenden Larvenstadien verursachen durch Wurzelfra\u00df erhebliche Ertragsverluste. Der Einsatz chemischer Insektizide zur Bek\u00e4mpfung ist aufgrund ihrer Persistenz, der Toxizit\u00e4t gegen\u00fcber Nicht-Zielorganismen (z.B. 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