{"id":135688,"date":"2026-02-11T10:46:06","date_gmt":"2026-02-11T09:46:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20025-013\/"},"modified":"2026-02-11T10:46:08","modified_gmt":"2026-02-11T09:46:08","slug":"20025-013","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20025-013\/","title":{"rendered":"Entwicklung eDNA basierter retrospektiver Biodiversit\u00e4tsanalysen von Arthropodengemeinschaften aus archivierten Umweltproben: Herbarien &#038; Wespenspinnen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Arthropoden sind die diverseste Tiergruppe der Welt und erf\u00fcllen kritische \u00d6kosystemleistungen. In den letzten Jahren wurden besorgniserregende Abnahmen in Arthropodenpopulationen beobachtet, das so genannte Insektensterben. Trotz intensiver Erforschung bleibt das Ausma\u00df des Insektensterbens und potenzieller Kaskadeneffekte auf andere trophische Ebenen weitgehend unverstanden. Begr\u00fcndet liegt diese Wissensl\u00fccke in der Komplexit\u00e4t und Vielfalt von Arthropoden-Umwelt-Interaktionen sowie insbesondere dem Mangel an standardisierten, taxonomisch und geographisch breit angelegten, langen Zeitreihen. Metabarcoding von Umwelt-DNA (eDNA), frei vorkommende DNA von Organismen in der Umwelt, bietet eine nicht-invasive, effiziente L\u00f6sung f\u00fcr diese Probleme. Neben der einfachen Art-Identifikation, k\u00f6nnen mit eDNA auch Pflanzen-Arthropoden-Interaktionen oder das Beutespektrum aus Darminhaltsanalysen von Pr\u00e4datoren (z.B. Spinnen), nachgewiesen werden. Unter geeigneten Bedingungen kann eDNA zudem sehr stabil sein und bietet die M\u00f6glichkeit archiviertes Probenmaterial zu nutzen. In meinem Promotionsvorhaben werde ich mithilfe von drei archivierten eDNA-Sammlern die Arthropoden-Vielfalt und ihre Interaktions\u00f6kologie in den letzten Jahrzehnten rekonstruieren. Hierf\u00fcr werde ich auf Sammlungen von Herbarbelegen, dem Zypressenschlafmoos (<em>Hypnum cupressiforme<\/em>), sowie der in Europa verbreiteten Wespenspinne (<em>Argiope bruennichi<\/em>) zur\u00fcckgreifen. Auf den Herbarbelegen und dem Moos befinden sich DNA-Spuren von Arthropoden, die zum Beispiel in Form von Speichel oder Exkremente vorliegen. Im Darm der Wespenspinne bleibt die DNA der Beute des generalistischen Pr\u00e4dators konserviert. Bei allen drei biologischen Archiven handelt es sich somit um nat\u00fcrliche eDNA-Sammler, welche ihre assoziierte Fauna zum Zeitpunkt der Probenahme widerspiegeln. Mittels dieser Archive \u00fcberpr\u00fcfe ich die Annahme einer biotischen Homogenisierung der Arthropodengemeinschaft \u00fcber Raum und Zeit in Mitteleuropa. Explizit wird die r\u00e4umliche Homogenisierung der Arthropodengemeinschaft aus dem Beutespektrum der archivierten Wespenspinnen, sowie die Abnahme der Nahrungsnetzkomplexit\u00e4t mittels der Herbarbelege verschiedener Pflanzenarten sowie dem Moos gepr\u00fcft. Meine Arbeit wird wichtige Erkenntnisse zum Verst\u00e4ndnis des Insektensterbens in Mitteleuropa beitragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arthropoden sind die diverseste Tiergruppe der Welt und erf\u00fcllen kritische \u00d6kosystemleistungen. In den letzten Jahren wurden besorgniserregende Abnahmen in Arthropodenpopulationen beobachtet, das so genannte Insektensterben. Trotz intensiver Erforschung bleibt das Ausma\u00df des Insektensterbens und potenzieller Kaskadeneffekte auf andere trophische Ebenen weitgehend unverstanden. 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