{"id":135648,"date":"2026-02-11T10:46:06","date_gmt":"2026-02-11T09:46:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20025-017\/"},"modified":"2026-02-11T10:46:07","modified_gmt":"2026-02-11T09:46:07","slug":"20025-017","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20025-017\/","title":{"rendered":"Die Bedeutung von Mykobiomen f\u00fcr die Gesundheit von B\u00e4umen in Zeiten des Klimawandels"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Der Klimawandel bedroht die Welt, wie wir sie kennen, auf verschiedenste Arten. Dieses Projekt soll sich mit dessen Auswirkungen auf die Waldgesundheit befassen. Durch Folgen wie Hitze und D\u00fcrren sind unsere W\u00e4lder geschw\u00e4cht. Der N\u00e4hrstoff- und Wassermangel erh\u00f6ht die Anf\u00e4lligkeit der B\u00e4ume f\u00fcr Infektionen durch Pathogene. Im \u00d6kosystem Wald spielen besonders pilzliche Pathogene eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ein wichtiger Vertreter dieser Pilze ist <em>Diplodia sapinea<\/em>. Dieser kommt normalerweise endophytisch auf Kiefern (<em>Pinus <\/em>sp.) vor. Die ver\u00e4nderten Klimabedingungen sorgen jedoch daf\u00fcr, dass der Pilz einen Wandel zum pathogenen Lebenszyklus vollzieht, der verschiedene Erkrankungen bei dem Baum hervorrufen und sogar zu dessen Tod f\u00fchren kann.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Zuvor verursachte <em>Diplodia sapinea<\/em> besonders in der s\u00fcdlichen Hemisph\u00e4re Probleme in der Forstwirtschaft. In den letzten Jahren breitete sich der Pilz auch in weiten Teilen Europas aus.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die weitere Erforschung von Waldgesundheit ist ein wichtiges Thema der Zukunft. Verglichen mit der Phytopathologie der Agrarwirtschaft h\u00e4ngt die Waldpathologie teilweise Jahrzehnte zur\u00fcck. So ist beispielsweise kein Modell-Organismus f\u00fcr pilzliche Baumpathogene vorhanden. Die verbreiteten Methoden der Pathogenkontrolle aus der Landwirtschaft \u2013 so der Einsatz von Fungiziden \u2013 k\u00f6nnen jedoch auf diese Art keine Anwendung in den W\u00e4ldern finden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Konkret sollen in diesem Projekt zwei Schwerpunkte in Form von sechs Arbeitspaketen untersucht werden. Einen Schwerpunkt und das erste Arbeitspaket stellt die Untersuchung des bisher unbekannten Infektionsmechanismus von <em>Diplodia sapinea<\/em> dar. Hierf\u00fcr soll <em>in planta<\/em> Mikroskopie angewandt werden. Die daf\u00fcr notwendigen Methoden wurden erst im letzten Jahr in der Arbeitsgruppe von Prof. Flei\u00dfner etabliert, sodass es sich hierbei um Experimente handelt, die zuvor nicht durchgef\u00fchrt werden konnten.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Den zweiten Schwerpunkt bildet die Untersuchung der Auswirkungen des Mykobioms der Kiefer auf die Infektion mit <em>Diplodia sapinea<\/em>. Die Experimente setzen sich zusammen aus Dekonstruktion des Mykobioms, Konfrontationsassays, Rekonstruktion des Mykobioms und Ko-Infektion mit <em>Diplodia sapinea<\/em>. Es sollen Erkenntnisse \u00fcber m\u00f6gliche Abwehrfunktionen des Mykobioms gewonnen werden. Au\u00dferdem kann zugleich die Basis f\u00fcr potenzielle Methoden der Pathogenkontrolle im Wald durch Biocontrol Agents geschaffen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Klimawandel bedroht die Welt, wie wir sie kennen, auf verschiedenste Arten. Dieses Projekt soll sich mit dessen Auswirkungen auf die Waldgesundheit befassen. Durch Folgen wie Hitze und D\u00fcrren sind unsere W\u00e4lder geschw\u00e4cht. Der N\u00e4hrstoff- und Wassermangel erh\u00f6ht die Anf\u00e4lligkeit der B\u00e4ume f\u00fcr Infektionen durch Pathogene. 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