{"id":127692,"date":"2026-03-09T10:46:04","date_gmt":"2026-03-09T09:46:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20024-044\/"},"modified":"2026-03-09T10:46:04","modified_gmt":"2026-03-09T09:46:04","slug":"20024-044","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20024-044\/","title":{"rendered":"Grenzenloses Reisen oder \u201astaycation\u2018? Urlaubsmobilit\u00e4t im Konsum-Korridor"},"content":{"rendered":"<p>Angesichts der globalen Klimakrise ist die Reduktion der Treibhausgasemissionen unseres Konsums zentral. Gleichzeitig ist neben der Begrenzung unseres Konsums eine gerechte Befriedigung von Grundbed\u00fcrfnissen n\u00f6tig. Somit sind zur Bew\u00e4ltigung der vorherrschenden gesellschaftlichen Herausforderungen Konsumkorridore n\u00f6tig, die Ober- und Untergrenzen des Konsums definieren. Erste Forschungsergebnisse zeigen, dass Vorschl\u00e4ge f\u00fcr Konsumkorridore auf Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung sto\u00dfen, wenn sie bestimmte Kriterien erf\u00fcllen (Defila &#038; Di Giulio, 2020). Wichtig ist jedoch, dass Ober- und Untergrenzen aufgrund unterschiedlicher kultureller, sozialer und politischer Gegebenheiten nicht normativ vorgeschrieben werden k\u00f6nnen, sondern sie m\u00fcssen im Rahmen von deliberativen Diskussionen auf gesellschaftlicher Ebene ausgehandelt und definiert werden. Die Urlaubsmobilit\u00e4t tr\u00e4gt wesentlich zu den globalen Treibhausgasemissionen bei. Davon ist ein \u00fcberproportionaler Teil auf wohlhabende Personen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Auch wenn Urlaubsmobilit\u00e4t im Gegensatz zur Alltagsmobilit\u00e4t nur an wenigen Tagen im Jahr stattfindet, ist sie aufgrund der oft langen Distanzen und Flugreisen ein relevanter Konsumbereich. Au\u00dferdem gibt es Erkenntnisse dar\u00fcber, dass Vorstellungen, Bed\u00fcrfnisse aber auch Konsumg\u00fcter von Einzelereignissen wie einer Reise die Alltagsmobilit\u00e4t ver\u00e4ndern k\u00f6nnen. Die Definition von Ober- und Untergrenzen f\u00fcr die Urlaubsmobilit\u00e4t leistet daher einen wesentlichen Beitrag zur Minderung der Klimakrise.<\/p>\n<p>Das vorliegende Promotionsprojekt verfolgt daher die Beantwortung der Frage, wie ein Konsum-Korridor f\u00fcr den Bereich der Urlaubsmobilit\u00e4t aussehen k\u00f6nnte. Dadurch tr\u00e4gt es zur aktuellen Forschung zu Urlaubsmobilit\u00e4t und Konsum-Korridoren bei, welche in Kombination bis heute kaum erforscht wurden. Zur Beantwortung der \u00fcbergeordneten Frage bedient sich das Promotionsprojekt der Theorie der sozialen Praktiken und dem Konzept der Konsum-Korridore, welche im Gegensatz zu den in der Urlaubsforschung verbreiteten individualistischen Perspektiven die Mobilit\u00e4t als Mittel zum Zweck betrachten. Die Analyse befasst sich daher mit der Verkn\u00fcpfung von Urlaubsmobilit\u00e4t mit anderen Aktivit\u00e4ten, Bed\u00fcrfnissen und Vorstellungen. Das dreij\u00e4hrige Promotionsprojekt umfasst zum einen eine interdisziplin\u00e4re Aufbereitung desaktuellen Wissensstandes zur Urlausmobilit\u00e4t und zum anderen die Ausgestaltung und Durchf\u00fchrung von deliberativen Fokusgruppen \u00fcber m\u00f6gliche Ober- und Untergrenzen der Urlaubsmobilit\u00e4t. Als Ergebnis soll eine detaillierte Erfassung und Darstellung der Urlaubsmobilit\u00e4t sowie der damit verbundenen Praktiken, Konsumlevels, Bed\u00fcrfnisse und Bed\u00fcrfnisbefriedigungsarten aufbereitet werden und deren Kontrast zur Alltagsmobilit\u00e4t aufgezeigt werden. Weiter soll ein durch Experten und Individuen gest\u00fctzter Konsum-Korridor f\u00fcr Urlaubsmobilit\u00e4t skizziert werden. Zus\u00e4tzlich zu diesen Ergebnissen aus der Empirie soll das Projekt Erkenntnisse dazu liefern, inwiefern sich die Methode der deliberativen Fokusgruppen als transformatives Tool eignet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts der globalen Klimakrise ist die Reduktion der Treibhausgasemissionen unseres Konsums zentral. Gleichzeitig ist neben der Begrenzung unseres Konsums eine gerechte Befriedigung von Grundbed\u00fcrfnissen n\u00f6tig. Somit sind zur Bew\u00e4ltigung der vorherrschenden gesellschaftlichen Herausforderungen Konsumkorridore n\u00f6tig, die Ober- und Untergrenzen des Konsums definieren. 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