{"id":127690,"date":"2026-02-11T10:46:09","date_gmt":"2026-02-11T09:46:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20024-051\/"},"modified":"2026-02-11T10:46:10","modified_gmt":"2026-02-11T09:46:10","slug":"20024-051","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20024-051\/","title":{"rendered":"Interorganisationale Allianzen f\u00fcr den \u00dcbergang zu einer Circular Economy &#8211; Erfolgsfaktoren f\u00fcr kollektives Handeln"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Kontext:<br \/>Die Welt steht vor einem dr\u00e4ngenden Problem: 6 von 9 planetaren Belastungsgrenzen wurden bereits \u00fcberschritten. Der \u00dcbergang zu einer Circular Economy (CE) wird als eine L\u00f6sung gesehen, um anthropogene Auswirkungen auf globale \u00d6kosysteme abzuschw\u00e4chen. Trotz der Integration von CE in der Politik, technologischen Fortschritten und ein zunehmendes Bewusstsein von Verbraucher*innen, besteht eine erhebliche L\u00fccke bei der Implementierung von CE-Strategien bei Unternehmen. Dies zeigt, dass aktuelle Bem\u00fchungen f\u00fcr die CE nicht ausreichen, um den steigenden Ressourcenverbrauch zu beschr\u00e4nken.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ein systemischer Wandel wie die CE erfordert eine grundlegende Ver\u00e4nderung der derzeitigen wirtschaftlichen Funktionsweise zu einem neuen Wertsch\u00f6pfungssystem. Die Zusammenarbeit von verschiedenen Stakeholdern ist erforderlich, um die Umsetzung von CE-Prinzipien zu erm\u00f6glichen. Hierzu wurden in den letzten Jahren zahlreiche Multi-Stakeholder-Allianzen gebildet. So hat beispielsweise die <em>Circular Economy Initiative Deutschland<\/em> Vertreter*innen aus Unternehmen, Politik und Forschung zusammengebracht, um eine CE-Roadmap f\u00fcr Deutschland zu entwickeln. Es gibt viele weitere Beispiele solcher kollaborativen CE-Allianzen in verschiedenen Themenbereichen, Branchen und Regionen. Diese Initiativen haben gemein, dass sie das Ziel verfolgen, die Zusammenarbeit zwischen Stakeholdern zu f\u00f6rdern, um den \u00dcbergang zu einer CE zu beschleunigen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Forschungsfrage:<br \/>Noch gibt es nur begrenzte Forschungsergebnisse und kaum empirische Belege \u00fcber die Wirkung von interorganisationalen Allianzen auf die zirkul\u00e4re Transformation der beteiligten Unternehmen oder andere Stakeholder und externe Rahmenbedingungen, weder in der CE-Literatur noch in anderen Forschungsstr\u00e4ngen. Koordinator*innen, politische Entscheidungstr\u00e4ger*innen und Allianz-Mitglieder wissen oft nicht, warum manche Allianzen wertvolle Ergebnisse f\u00fcr die CE liefern und andere auch nach mehreren Jahren keine effektive Zusammenarbeit f\u00f6rdern. Dieses Forschungsvorhaben untersucht die Frage, ob CE-Allianzen tats\u00e4chliche Ver\u00e4nderungen herbeif\u00fchren k\u00f6nnen und welche Erfolgsfaktoren f\u00fcr eine nachhaltige Wirkung von Bedeutung sind. Die Forschungsfrage lautet: <em>Wie k\u00f6nnen interorganisationale Allianzen den \u00dcbergang zu einer CE unterst\u00fctzen?<\/em> Die Dissertation wird diese Frage aus einer Mikro- (Unternehmen), Meso- (Allianz) und Makroperspektive (CE-\u00dcbergang) analysieren, indem sie qualitative und quantitative Forschungsmethoden in einer kumulativen Dissertation kombiniert.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ziele:<br \/>Das Vorhaben verfolgt drei Ziele. Erstens soll eine wertvolle theoretische Basis in der Literatur f\u00fcr k\u00fcnftige Forschung geschaffen werden, insbesondere in Bezug auf die Wirkung von CE-Allianzen. Zweitens sollen Empfehlungen entwickelt werden, die das Management von CE-Allianzen bei der Gestaltung einer effektiven Zusammenarbeit unterst\u00fctzen. Drittens soll den wichtigsten Stakeholdern von CE-Allianzen eine Orientierungshilfe bei der Entscheidungsfindung bez\u00fcglich Strategien f\u00fcr das Engagement und Investitionen gegeben werden. Die Erreichung dieser Forschungsziele wird dazu beitragen, den \u00dcbergang zu einer CE zu beschleunigen, indem ein Verst\u00e4ndnis \u00fcber die Potenziale von interorganisationalen CE-Allianzen entwickelt und Leitlinien f\u00fcr die effektivsten Engagement-, Governance-, und Aktivit\u00e4tsstrategien geschaffen werden. In Anbetracht der aktuellen Klima- und Umweltkrise ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Nutzen von CE-Allianzen deren Kosten (z.B. investierte Zeit) \u00fcbersteigt, und somit die Prinzipien und Aktivit\u00e4ten der CE unterst\u00fctzt werden, um langfristig die sch\u00e4dlichen Umweltauswirkungen unserer Produktions- und Konsumsysteme zu mindern.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Methoden:<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Methodik der Studie I st\u00fctzt sich auf die konstruktivistische Neuausrichtung der \u201eGrounded Theory\u201c, um induktiv die Auswirkungen von CE-Allianzen auf beteiligte Unternehmen (Mikroebene) zu untersuchen. Es werden semi-strukturierte Interviews mit Mitarbeitenden von Unternehmen gef\u00fchrt, die Mitglied in CE-Allianzen sind. Die Studie II wendet einen multiplen Fallstudienansatz an, um durch das Vergleichen mehrerer CE-Allianzen (Mesoebene) festzustellen, welche Erfolgsfaktoren die Effekte der Allianz beeinflussen und wie sich externe Bedingungen (z.B. Regulatorik) auswirken. Studie III (Makroebene) zielt darauf ab, die \u201etats\u00e4chlichen\u201c Auswirkungen von CE-Allianzen zu verstehen und analysiert durch \u00f6konometrische Methoden die Beziehung zwischen der Teilnahme von Unternehmen in CE-Allianzen und den CE-Impactindikatoren von Unternehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kontext:Die Welt steht vor einem dr\u00e4ngenden Problem: 6 von 9 planetaren Belastungsgrenzen wurden bereits \u00fcberschritten. Der \u00dcbergang zu einer Circular Economy (CE) wird als eine L\u00f6sung gesehen, um anthropogene Auswirkungen auf globale \u00d6kosysteme abzuschw\u00e4chen. 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