{"id":127684,"date":"2026-02-17T10:46:05","date_gmt":"2026-02-17T09:46:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/promotionsstipendium\/20024-033\/"},"modified":"2026-02-17T10:46:05","modified_gmt":"2026-02-17T09:46:05","slug":"20024-033","status":"publish","type":"promotionsstipendium","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/promotionsstipendium\/20024-033\/","title":{"rendered":"Fremdl\u00e4ndische Baumarten in mitteleurop\u00e4ischen W\u00e4ldern als Anpassungsstrategie an den Klimawandel: Effekte auf die Pilzdiversit\u00e4t und die damit assoziierten \u00d6kosystemfunktionen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:justify;\">Pilze spielen eine zentrale Rolle f\u00fcr die Produktivit\u00e4t und Resilienz von Wald\u00f6kosystemen. Innerhalb dieser \u00d6kosysteme beeinflussen verschiedene trophische Gilden von Pilzen den Kohlen- und N\u00e4hrstoffkreislauf auf unterschiedliche Weise. Die saprotrophen Pilze nehmen eine Schl\u00fcsselrolle im Abbau von Lignin ein und z\u00e4hlen zu den effizientesten Zersetzern in temperaten Wald\u00f6kosystemen. Ihr gro\u00dfer Einfluss auf die Zersetzung organischen Materials tr\u00e4gt ma\u00dfgeblich zur Baumern\u00e4hrung bei und hat langfristige Auswirkungen auf das Klima. Ektomykorrhizapilze sind ebenfalls entscheidend f\u00fcr die N\u00e4hrstoffversorgung der B\u00e4ume und tragen auf unterschiedliche Art zur Steigerung der Produktivit\u00e4t und Resilienz ganzer Best\u00e4nde bei. Die Erhaltung dieser \u00d6kosystemfunktionen ist dabei stark von der Aufrechterhaltung einer hohen Pilzdiversit\u00e4t abh\u00e4ngig, da verschiedene Pilzarten unterschiedliche funktionelle Eigenschaften aufweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Allerdings k\u00f6nnte die Pilzdiversit\u00e4t von der klimawandelbedingten Einbringung fremdl\u00e4ndischer Baumarten in heimische W\u00e4lder auch gro\u00dffl\u00e4chig ver\u00e4ndert werden, da viele heimische Pilzarten evolution\u00e4r besser an heimische Baumarten angepasst sein d\u00fcrften. Bislang gibt es jedoch nur wenige Ergebnisse zur Interaktion fremdl\u00e4ndischer Baumarten mit heimischen Pilzarten.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die Promotion zielt darauf ab, diese Wissensl\u00fccken zu schlie\u00dfen und soll sich auf drei \u00f6konomisch und \u00f6kologisch bedeutsame Baumarten konzentrieren: <em>Quercus rubra <\/em>und <em>Pseudotsuga menziesii<\/em>, ausgew\u00e4hlt wegen ihrer wirtschaftlichen Bedeutung, sowie <em>Pinus nigra<\/em>, die Baumart k\u00f6nnte zuk\u00fcnftig zur Versorgung mit Nadelholz beitragen und die einheimische Baumart <em>Pinus sylvestris <\/em>zunehmend ersetzen. Dabei werden diese Baumarten sowohl in Mono- als auch in Mischkulturen in Hinsicht auf ihre Interaktion mit heimischen Pilzarten analysiert. Auch das Verh\u00e4ltnis von Generalisten und Spezialisten, sowie die Effekte auf die Baumvitalit\u00e4t und den Abbau von Holz und Streu sollen dabei thematisiert werden. Die so erhobenen Ergebnisse k\u00f6nnten relevante Erkenntnisse f\u00fcr die forstwirtschaftliche und waldbauliche Praxis bieten und zur Erstellung fl\u00e4chenspezifischer Managementpl\u00e4ne beitragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pilze spielen eine zentrale Rolle f\u00fcr die Produktivit\u00e4t und Resilienz von Wald\u00f6kosystemen. Innerhalb dieser \u00d6kosysteme beeinflussen verschiedene trophische Gilden von Pilzen den Kohlen- und N\u00e4hrstoffkreislauf auf unterschiedliche Weise. Die saprotrophen Pilze nehmen eine Schl\u00fcsselrolle im Abbau von Lignin ein und z\u00e4hlen zu den effizientesten Zersetzern in temperaten Wald\u00f6kosystemen. 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