{"id":97433,"date":"2026-03-28T10:32:32","date_gmt":"2026-03-28T09:32:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/38701-01\/"},"modified":"2026-03-28T10:32:32","modified_gmt":"2026-03-28T09:32:32","slug":"38701-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/38701-01\/","title":{"rendered":"Klimarobuste Agrargeh\u00f6lze f\u00fcr Agroforstsysteme in d\u00fcrregef\u00e4hrdeten Regionen (Klim-Agrar-Geh\u00f6lze)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Agroforstsysteme haben zahlreiche positive Effekte auf die \u00d6kologie, \u00d6konomie und Soziales. Sie erm\u00f6glichen die nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln bei gleichzeitiger Erhaltung von Agrar-\u00d6kosystemen und f\u00f6rdern die Extensivierung der Agrarlandschaft. Eine Ausweitung der Agroforstwirtschaft gilt als Treiber f\u00fcr die Nachhaltigkeitstransformation in der Landwirtschaft. <\/p>\n<p>Aufgrund der verst\u00e4rkt auftretenden klimatischen Extrembedingungen, wie D\u00fcrre- und Hitzeereignisse mit Temperaturen bis zu 40 \u00b0C (2022), ist die Etablierung von Geh\u00f6lzen auf landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen jedoch zunehmend herausfordernd. Viele Agroforst-Neuanlagen weisen hohe Ausfallraten und ein m\u00e4\u00dfiges Geh\u00f6lzwachstum auf. Die notwendigen Nachpflanzungen und Pflegema\u00dfnahmen sind arbeits- und kostenintensiv und stellen f\u00fcr landwirtschaftliche Betriebe eine Herausforderung neben dem \u201eTagesgesch\u00e4ft\u201c dar. Es besteht die Gefahr, dass klimatische Extremsituationen die Etablierung von Agrarholz so stark beeintr\u00e4chtigen, dass Agroforstsysteme ihr Anpassungs- und Abmilderungspotenzial an die Klimakrise nicht entfalten k\u00f6nnen.  <\/p>\n<p>Im Rahmen des dreij\u00e4hrigen Forschungsprojekts \u201eKlimarobuste Agrargeh\u00f6lze f\u00fcr Agroforstsysteme in d\u00fcrregef\u00e4hrdeten Regionen\u201c wird deshalb untersucht, wie die erfolgreiche Etablierung von Geh\u00f6lzen in Agroforstsystemen unter zunehmenden klimatischen Extrembedingungen gelingen kann. Ziel des Projekts ist es, die bestehenden Wissensl\u00fccken zu klimarobusten Baumarten\/Sorten und praktikablen Pflanzqualit\u00e4ten durch Feldexperimente zu schlie\u00dfen. Die Untersuchungen sollen dazu beitragen, Erkenntnisse zur erfolgreichen Etablierung von Geh\u00f6lzbest\u00e4nden mit dauerhafter Pflanzengesundheit und regelm\u00e4\u00dfigen Zuw\u00e4chsen zu gewinnen, und dadurch Nachpflanzungen in Agroforstsystemen zu minimieren. Die Ergebnisse sollen Expert*innen und Praktiker*innen in der Landbewirtschaftung zug\u00e4nglich gemacht werden und so in Zukunft eine \u201erisikominimierte\u201c, erfolgreiche Etablierung von Agroforstsystemen erm\u00f6glichen. <\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt gliedert sich in drei Projektphasen (I-III). <\/p>\n<p>Projektphase I: Recherche, \u201eLernen aus der Praxis\u201c, Aufbau des Forschungsdesigns<br \/>\nDie Arbeitsschritte umfassen Recherche, Stakeholder-Analyse, Akteurs\u00fcbersicht, Praktiker*innen-Umfrage und Expert*innen- Workshops. Zentral f\u00fcr diese Projektphase sind die \u201eB\u00fcndelung\u201c bereits vorhandener Wissensressourcen aus der Praxis und der Aufbau eines Projekt-Netzwerks.<br \/>\nIn einer Praktiker*innen-Umfrage (telefonische Experteninterviews + und qualitative Auswertung) werden die Erfahrungen von Praxisbetrieben mit der Etablierung der Geh\u00f6lze in trockenen Regionen (Ausfallquoten, Wuchsverhalten, Anlage, Initialpflege, lessons learned) zusammengetragen.<br \/>\nInnerhalb eines Expert*innen-Workshops oder einer Umfrage werden zudem die Erfahrungen von Agroforstberater*innen und Baumschulen erfasst.<br \/>\nBasierend auf den Ergebnissen und gemeinsam mit den Praxispartner*innen werden geeignete Arten und Sorten ausgew\u00e4hlt und das genaue Versuchsdesign f\u00fcr die Feldversuche entworfen. <\/p>\n<p>Projektphase II: Feldversuch auf drei Ackerstandorten<br \/>\nNach der Konzeption des Feldversuchs soll mit der Anlage der Agroforst-Versuchsfl\u00e4chen im Winter 2025 die Projektphase II beginnen. Auf allen Fl\u00e4chen soll ein vergleichbares Pflanzdesign bzgl. der Baumarten\/Sorten, Pflanzqualit\u00e4ten und Verfahren umgesetzt und im Winter 2025 gepflanzt werden.<br \/>\nIn den zwei darauffolgenden Vegetationsperioden (2026 und 2027) sollen die begleitenden wissenschaftlichen Untersuchungen auf den Fl\u00e4chen stattfinden. Die Feldversuche sollen Aufschluss dar\u00fcber geben, wie sich die ausgew\u00e4hlten Baumarten\/Sorten unter \u201erealen Bedingungen\u201c und bei extensiver Pflege in den ersten Jahren entwickeln. Weiterhin soll untersucht werden, welche Zusammenh\u00e4nge zwischen den Pflanzqualit\u00e4ten und dem Anwuchs- und Zuwachsverhalten der Geh\u00f6lze bestehen.<br \/>\nFolgende Parameter und Vergleiche sollen innerhalb des Feldversuches erhoben und durchgef\u00fchrt werden:<br \/>\n&#8211; Ausfallraten<br \/>\n&#8211; Vitalit\u00e4tsbonitur<br \/>\n&#8211; Biomasse, Kohlenstoffspeicherung<br \/>\n&#8211; Photosynthese-Raten<br \/>\n&#8211; Zuw\u00e4chse: H\u00f6hen- und Dickenwachstum<br \/>\n&#8211; Entwicklung des Wurzelwerks<br \/>\n&#8211; Vergleich der Wachstumsperformance verschiedener Baumarten\/Sorten und Pflanzqualit\u00e4ten<br \/>\n&#8211; \u00f6konomische Berechnung der Pflanzung und des Management <\/p>\n<p>Projektphase III: Projektkommunikation, Wissenstransfer und Multiplikation<br \/>\nDie Projektphase III beginnt mit der Anlage des Feldversuchs und wird parallel zu Phase II bis zum Ende der Projektlaufzeit durchgef\u00fchrt. Im Zentrum stehen dabei die Projektkommunikation, der Wissenstransfer und die Multiplikation der Ergebnisse.<br \/>\nFolgende Punkte sind u. a. geplant:<br \/>\n&#8211; \u00f6ffentlichkeitswirksame Pflanzaktion gemeinsam mit den Betrieben<br \/>\n&#8211; Ver\u00f6ffentlichung der Zwischenergebnisse in Fachkreisen<br \/>\n&#8211; Organisation von Feldtagen\/Workshops<br \/>\n&#8211; Vortr\u00e4ge auf Konferenzen (Agroforst-Forum; Wissenschaftstagung \u00d6kolandbau, Tagung der Gesellschaft f\u00fcr Pflanzenbauwissenschaften)<br \/>\n&#8211; Beitr\u00e4ge in Fachzeitschriften<br \/>\n&#8211; Integration in die Agroforst Lehrmodule an der HNEE<br \/>\n&#8211; Einbindung der Ergebnisse in das InnoForum \u00d6kolandbau Brandenburg<br \/>\n&#8211; Videoproduktion zur erfolgreichen Etablierung von Agrargeh\u00f6lzen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Agroforstsysteme haben zahlreiche positive Effekte auf die \u00d6kologie, \u00d6konomie und Soziales. 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