{"id":97429,"date":"2026-04-10T10:32:34","date_gmt":"2026-04-10T08:32:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/39203-01\/"},"modified":"2026-04-10T10:32:35","modified_gmt":"2026-04-10T08:32:35","slug":"39203-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/39203-01\/","title":{"rendered":"&#8216;Wildtier-SOS&#8217; \u2013 Entwicklung einer digital gest\u00fctzten Entscheidungshilfe f\u00fcr gefundene Wildtiere"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In der dicht besiedelten Kulturlandschaft Deutschlands kommen Kontakte zwischen Menschen und Wildtieren zunehmend vor und resultieren auch in der Aufnahme und Versorgung von (vermeintlich) hilfsbed\u00fcrftigen Wildtieren durch den Menschen. Ob ein Wildtier Hilfe braucht und was bei einer Aufnahme je nach Spezies, Gesundheitszustand und rechtlicher Lage zu beachten ist, ist f\u00fcr die Finder*innen nicht einfach herauszufinden. Eine unsachgem\u00e4\u00dfe Versorgung aufgrund mangelnden Fachwissens oder fehlender Anlaufstellen kann tierschutzrelevante Folgen f\u00fcr das individuelle Wildtier nach sich ziehen.<br \/>\nDas Ziel dieses Projektes ist es deshalb, auf der Basis langj\u00e4hriger Erfahrungen in der Forschung im Bereich von Wildtier-Mensch-Interaktionen, praktischer Erfahrung in der tiermedizinischen Versorgung von Wildtieren sowie unter Nutzung professioneller Expertise eine digitale, interaktive Entscheidungshilfe zum Umgang mit gefundenen Wildtieren zu erstellen. Mittels unter anderem einer App f\u00fcr Smartphones und Tablets soll im Falle eines Wildtierfunds durch Abfragen und Grafiken eine individuelle Handlungsempfehlung mit m\u00f6glichen Anlaufstellen vorgeschlagen werden. Durch Algorithmen, die in wenigen Schritten eine Identifizierung von Wildtieren und deren Hilfsbed\u00fcrftigkeit erm\u00f6glichen und ortsabh\u00e4ngige Informationen und Hilfestellungen anbieten, werden Finder*innen angeleitet und somit negative Folgen f\u00fcr das Wildtier und die Umwelt reduziert.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus gibt die App bei Interesse Informationen zu den in Deutschland am h\u00e4ufigsten vorkommenden Wildtieren in einem Steckbrief, welcher mit medialen Inhalten und Hinweisen zu gesetzlichen Bestimmungen, Gef\u00e4hrdungsstatus und dem richtigen Umgang hinterlegt wird.<br \/>\n\u00dcber eine Sichtungs-Funktion kann der\/die Nutzer*in zus\u00e4tzlich gesichtete Wildtiere bestimmen und abspeichern sowie an Wildtier-Z\u00e4hlungs-Aktionen teilnehmen. Dadurch kann aktiv zur Wildtierforschung beigetragen werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenInnerhalb von 18 Monaten Projektlaufzeit wird eine digitale Applikation entwickelt, getestet und marktf\u00e4hig gemacht, die im Wesentlichen auf drei S\u00e4ulen basiert: 1. der Notfall-Entscheidungshilfe beim Fund eines (verletzten) Wildtieres inklusiver rechtlicher Aufkl\u00e4rung und der Sichtbarmachung m\u00f6glicher Anlaufstellen zur weiteren Versorgung; 2. der Artbestimmung und Meldung einer Wildtiersichtung ohne Notfallsituation mit der M\u00f6glichkeit der Verschneidung der Daten mit bereits bestehenden Datenbanken; 3. der Wissensvermittlung f\u00fcr Interessierte zu biologischen und \u00f6kologischen Grundlagen der jeweiligen Spezies, ihrem Lebensraum und rechtlichen Grundlagen im Natur- und Artenschutz. Die Entwicklung erfolgt basierend auf etablierten und kontinuierlich weiterentwickelten Programm- und Datenbankstrukturen. Zur Umsetzung wird eine zentrale, einfach zu erg\u00e4nzende und zu aktualisierende Datenbank entwickelt, die sich in mehrere Teilbereiche gliedert und die einfache und logische Verkn\u00fcpfung von Daten und multimedialen Inhalten erm\u00f6glicht.<br \/>\nDurch den tierschutz- und fachgerechteren Umgang mit heimischen Wildtieren werden unn\u00f6tige Naturentnahmen, Transporte und Inanspruchnahme von Auffangstationen und Tier\u00e4rzt*innen vermieden, es erfolgt eine effiziente Hilfe im Sinne des Tier- wie Artenschutzes und vorhandene Ressourcen werden vernetzt und effektiv genutzt. Durch Bereitstellung von Informationen zu Artenschutz und Lebensraumgestaltung wird die Bev\u00f6lkerung hinsichtlich des Zusammenlebens mit Wildtieren und deren Bed\u00fcrfnisse und Lebensgewohnheiten informiert und sensibilisiert. <\/p>\n<p>Das Projekt ist in 5 Arbeitspakete gegliedert:<br \/>\n1. Tierdaten: Das erste Arbeitspaket dient der Erstellung der artspezifischen Datenbank und den Steckbriefen f\u00fcr die ausgew\u00e4hlte Wildtierarten. In der Datenbank sollen dabei definierte Informationen zu den Arten, z.B. Artnamen (deutsch, wissenschaftlich), Tierklassen\/Familien, Bestimmungsmerkmale und artspezifische Informationen zu Umgang, Verbreitung und typischen Problemen hinterlegt werden. In einem verkn\u00fcpften Medienpool werden Fotos, Videos und Grafiken zu den Arten und der Bestimmung hinterlegt. In der fertigen App kann dann nach Fundh\u00e4ufigkeit, Deutscher Name, Wissenschaftlicher Name und Tierklassen\/Familien sortiert werden. Dauer ca. von 10\/24 bis 4\/25.<br \/>\n2. Anlaufstellen: Die Anlaufstellendatenbank soll im Falle einer Eingriffsempfehlung oder bei Notwendigkeit einer individuellen fachlichen Einsch\u00e4tzung dem\/der App-Nutzer*in ortsbasierte (GPS) Empfehlungen machen. Hierzu geh\u00f6ren insbesondere Vorschl\u00e4ge f\u00fcr lokale Informationen (Beh\u00f6rden, J\u00e4ger*innen, Polizei, Feuerwehr), Wildtierstationen und ggf. wildtierkundige Tier\u00e4rzt*innen. Die Datenbank ist bundeslandspezifisch und gliedert sich dann auf Kreisebene. F\u00fcr die Umsetzung soll auf Daten zur\u00fcckgegriffen werden, bzw. es werden die bundeslandspezifischen Kontakte und ggf. Listen als Basis genutzt, die bereits in einem Vorprojekt erstellt wurden. Je nach Tierart, Bundesland und den jeweiligen gesetzlichen Regelungen werden Kriterien zur Auswahl festgelegt, um diese Datenbank nachvollziehbar zu gestalten und f\u00fcr kontinuierliche Aktualisierungen vorzubereiten. Dauer ca. von 10\/24 bis 12\/25.<br \/>\n3. Lexikon\/Glossar: Das Lexikon soll als Hintergrundtool sowohl \u00fcber die Verlinkung im Bereich der Tierdaten als auch als selbst\u00e4ndiges Paket aufrufbar sein. Ziel ist die Vorbereitung und Etablierung einer Datenbankstruktur, die kontinuierlich erg\u00e4nzt, aktualisiert und einfach referenziert werden kann. Dauer ca. von 11\/24 bis 4\/25.<br \/>\n4. Datenverkn\u00fcpfung und App-Erstellung: In diesem Arbeitspaket wird zun\u00e4chst der Aufbau der einzelnen Datenbankbereiche in AP1 bis AP3 koordiniert und zueinander abgestimmt, um die Kompatibilit\u00e4t wie auch die gemeinsame Weiterentwicklung zu gew\u00e4hrleisten. Das Design der App wird entwickelt und an die Notwendigkeiten und M\u00f6glichkeiten der Datenbanknutzung angepasst. In einem dritten Schritt erfolgt dann die tats\u00e4chliche Verkn\u00fcpfung der Daten zu einem funktionellen System zur Nutzung in der App, und die funktionelle Pr\u00fcfung des Systems. Dauer ca. von 10\/24 bis 9\/25.<br \/>\n5. Test und Ver\u00f6ffentlichung der App: Dieses Arbeitspaket dient der koordinierten Ver\u00f6ffentlichung und Bekanntmachung der finalisierten App nach einer dreimonatigen Testphase mit ausgew\u00e4hlten Nutzer*innen und Anlaufstellen. Mediale Werbekampagnen unterst\u00fctzen die Verbreitung der App. Eine Landing-Page, die \u00fcber den Browser erreichbar sein soll und sowohl auf die App verweist als auch wesentliche Inhalte der App auch ohne Download am Smartphone oder PC nutzbar macht, wird erstellt. Daf\u00fcr wurde bereits die URL www.wildtier-sos.de reserviert. Des Weiteren wird die Datenbankpflege verstetigt. Nach der Ausrollung erfolgt eine Evaluierung der Nutzungserfahrungen und der Abschlussbericht zum Projekt wird erstellt. Testl\u00e4ufe ca. von 10\/25 bis 12\/25, Marketing und Ver\u00f6ffentlichung von 01\/26 bis 03\/26.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In der dicht besiedelten Kulturlandschaft Deutschlands kommen Kontakte zwischen Menschen und Wildtieren zunehmend vor und resultieren auch in der Aufnahme und Versorgung von (vermeintlich) hilfsbed\u00fcrftigen Wildtieren durch den Menschen. 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