{"id":73025,"date":"2026-07-21T15:03:42","date_gmt":"2026-07-21T13:03:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/39057-01\/"},"modified":"2026-07-21T15:03:42","modified_gmt":"2026-07-21T13:03:42","slug":"39057-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/39057-01\/","title":{"rendered":"Verwendung von AlMg3-Recycling-Material zur umweltschonenden und materialeffizienten Herstellung hochdekorativer Gussteile"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projektes war die Entwicklung eines Fertigungsverfahrens zur Nutzung von AlMg-Sekund\u00e4rlegierungen f\u00fcr die Herstellung hochdekorativer anodisierbarer Gussteile unter Einhaltung der vorgegebenen technischen und optischen Qualit\u00e4tsanforderungen, die bislang ausschlie\u00dflich mit AlMg-Prim\u00e4rlegierungen erreicht werden konnten.  <\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden<\/p>\n<p>Die erforderlichen Entwicklungsarbeiten wurden in aufeinander abgestimmte Arbeitspakete der Projektpartner gegliedert. Zu Beginn des Projekts analysierte die Firma Hydro Aluminium Deutschland GmbH, die Zugang zu dem neu verf\u00fcgbaren AlMg-Schrott besitzt, die Qualit\u00e4t des eingesetzten Schrottmaterials. Parallel dazu bereitete FSB die erforderlichen Werkzeuge vor und stellte diese f\u00fcr die Herstellung der Gussteile am Gie\u00dferei-Institut der TU Bergakademie Freiberg zur Verf\u00fcgung. Mithilfe dieser Werkzeuge wurde am GI ein eigener Gie\u00dfplatz eingerichtet, an dem s\u00e4mtliche im Rahmen des Projekts untersuchten Proben gefertigt wurden. Nach dem Gie\u00dfen der Versuchstr\u00e4ger wurden die Proben an FSB \u00fcbermittelt, wo die mechanische Bearbeitung, die Anodisierung sowie die anschlie\u00dfende Qualit\u00e4tskontrolle durchgef\u00fchrt wurden. <\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ergebnisse zeigen, dass bestimmte chemische Elemente den Anodisierungsprozess beeinflussen und kritisch zu bewerten sind, da sie Farbabweichungen sowie eine reduzierte Helligkeit verursachen k\u00f6nnen. Zus\u00e4tzlich konnte das Auftreten ungel\u00f6ster Verunreinigungen im AlMg-Schrott n\u00e4her untersucht und besser verstanden werden. Erste Ergebnisse mit Filtrationsverfahren sind vielversprechend, insbesondere im Hinblick auf eine Reduzierung der Oxidfracht im Schrottmaterial. Eine Spezifikation zur Verwendung von Sekund\u00e4rmaterial zur Herstellung hochdekorativer anodisiebarer Gussteile konnte erfolgreich erstellt werden. <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit erfolgt durch die Pr\u00e4sentation der Ergebnisse des Projektes auf dem Ledebur-Kolloquium am 24.10.25 und der Ver\u00f6ffentlichung einer Dissertation zu dieser Thematik. Ebenfalls werden die Ergebnisse in einem Arbeitskreis des Branchenverbandes vorgestellt.  <\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Ziel wurde im Wesentlichen erreicht. Obwohl der Einsatz von Sekund\u00e4rmaterial in der Produktion von Al-Mg-Gussteilen eine vollst\u00e4ndige Abl\u00f6sung der Prim\u00e4rlegierung nicht erm\u00f6glichen konnte, wurde erfolgreich eine Spezifikation erarbeitet, die die zul\u00e4ssigen Bereiche bzw. Grenzwerte f\u00fcr sieben relevante chemische Elemente definiert. Zudem wurde der m\u00f6gliche Anteil an Sekund\u00e4rmaterial untersucht. Dabei zeigte sich, dass bis zu 25% AlMg-Schrott in der Herstellung gegossener, anodisierter T\u00fcrdr\u00fccker eingesetzt werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projektes war die Entwicklung eines Fertigungsverfahrens zur Nutzung von AlMg-Sekund\u00e4rlegierungen f\u00fcr die Herstellung hochdekorativer anodisierbarer Gussteile unter Einhaltung der vorgegebenen technischen und optischen Qualit\u00e4tsanforderungen, die bislang ausschlie\u00dflich mit AlMg-Prim\u00e4rlegierungen erreicht werden konnten. 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