{"id":54839,"date":"2023-09-24T10:32:05","date_gmt":"2023-09-24T08:32:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/21173-01\/"},"modified":"2023-09-24T10:32:05","modified_gmt":"2023-09-24T08:32:05","slug":"21173-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/21173-01\/","title":{"rendered":"Ressourcenerlebniswelt Umweltstation Unterallg\u00e4u"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Aufbau eines ganzheitlichen und innovativen Bildungs-, Lern- und Erlebnisprojekts, das, ohne den Zeigefinger zu erheben, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen spielerisch den immer ernster werdenden Zusammenhang zwischen eigenem Verhalten und daraus resultierendem Einfluss auf die f\u00fcr das menschliche Leben und Wohnen wichtigen Ressourcen Wasser, Energie und Baumaterialien aufzeigt. Zu diesem Zweck sollten Ressourcenverbrauchs- und -Erzeugungsdaten \u00fcber Sensoren am Ort des Geschehens erfasst, \u00fcber Datenschnittstellen an einen Zentralrechner weitergeleitet, von diesem analysiert und so aufbereitet werden, dass die Ressourcendaten an einem kindgerechten Terminal mit Touch-Screen-Display graphisch dargestellt und untersucht werden k\u00f6nnen.<br \/>\nWeiterhin sollte Anschauungsmaterial bereitgestellt werden, das am realen Objekt beispielsweise den Aufbau einer Hausau\u00dfenwand inklusive D\u00e4mmung direkt betracht- und erlebbar macht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZun\u00e4chst wurde mit geeigneten Tiefbauma\u00dfnahmen und der Installation mehrerer Tausend Messf\u00fchler und Stellschalter die Infrastruktur f\u00fcr den Aufbau eines Datenerfassungs- und Steuerungssystems geschaffen, das sich \u00fcber alle Geb\u00e4ude und technischen Einrichtungen der Umweltstation Unterallg\u00e4u erstreckt. Auf diese Weise wurde es nicht nur m\u00f6glich, Ressourcenverbrauchs- und -Erzeugungsdaten zu erfassen, sondern auch gezielt in den Ressourcenverbrauch einzelner Geb\u00e4ude per Fernsteuerung und\/oder Software einzugreifen. Beispielsweise lassen sich Heizung und Licht &#8211; gegebenenfalls sogar \u00fcber das Internet &#8211; nahezu aller Geb\u00e4ude der Umweltstation fernsteuern.<br \/>\nAnschlie\u00dfend war es notwendig, f\u00fcr die zentrale Datenerfassung und -verarbeitung einen eigenen Serverraum zu errichten. Die hier gesammelten Rohdaten wurden schlie\u00dflich von mehreren Programmierern so aufbereitet, dass sie jederzeit in Echtzeit am Touch-Screen-Display, das in der f\u00fcr Besucher gut zug\u00e4nglichen Aula aufgestellt ist, abgerufen und protokolliert werden k\u00f6nnen. Die f\u00fcr das Touch-Screen-Display aufbereiteten Daten werden weiterhin nahezu synchron auf der Website www.ressourcenerlebniswelt.de dargestellt.<br \/>\nMethodisch wurden also zun\u00e4chst abstrakte Vorg\u00e4nge &#8211; Heizungs-, Wasser- und Stromverbrauch in den Geb\u00e4uden sowie Ressourcengewinn von Photovoltaik und Sonnenkollektoren &#8211; EDV-gest\u00fctzt so aufbereitet, dass sie von einer breiten \u00d6ffentlichkeit jederzeit nachvollzogen, mit eigenem Verhalten korreliert werden und auf diese Weise ins Bewusstsein r\u00fccken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Am Anfang des Projekts stand &#8211; wie eigentlich immer &#8211; eine Vision: Ressourcenverbrauch und -gewinn sowie auch den Umgang mit allen f\u00fcr das menschliche Leben notwendigen Ressourcen plastisch, anschaulich und ganz direkt erfahr- und erlebbar zu machen und auf diese Weise Bewusstheit im Umgang mit den Ressourcen zu schaffen. Durch das konzertierte Engagement vieler Menschen und Institutionen ist sie inzwischen Wirklichkeit geworden.<br \/>\nDie jeweils erfassten Daten sind im Klimalabor (Touch-Screen-Display in der Aula der Einrichtung) f\u00fcr jeden Besucher ersichtlich. Dort wird der eigene Ressourcenverbrauch visualisiert, und anhand von Fragen und Daten anderer Menschen kann das eigene Verhalten eingesch\u00e4tzt werden. Verhaltens\u00e4nderungen f\u00fchren sofort zu messbaren bzw. erkennbaren Ergebnissen.<br \/>\nDurch spielerischen Umgang mit den Ressourcen und dem Erleben von sozialer Gemeinschaft kann das Bewusstsein der Besucher f\u00fcr den Umgang mit der Umwelt auf diese Weise sensibilisiert werden.<br \/>\nDie Teilnehmer lernen miteinander und voneinander. Dies geschieht in praktischen \u00dcbungen und kreativen Prozessen. Klimagerechtes Handeln wird einge\u00fcbt, und die G\u00e4ste werden selbst zu Akteuren. Je nach Neigung werden ihnen unterschiedliche Aufgaben und Positionen im Rahmen ihres Aufenthaltes in Legau zugewiesen. So gibt es Energiedetektive, Forscher, Techniker, Handwerker, aber auch Reporter und Ressourcenbudgetverwalter. Diese untersuchen eigenst\u00e4ndig die Einrichtung, zeigen Schwachstellen auf und erarbeiten neue L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge zur CO2-Minimierung und Ressourceneinsparung. Kreativit\u00e4t, eigenverantwortliches Handeln und Partizipation sind die wichtigsten Werkzeuge in unserem Bildungsprojekt.<br \/>\nDas bisherige Echo unserer G\u00e4ste ist au\u00dferordentlich positiv. Es vergeht kein Tag, an dem nicht Kinder und Jugendliche aus eigenem Antrieb das in der Aula nahezu immer zug\u00e4ngliche Touch-Screen-Display aufsuchen und sich \u00fcber ihren eigenen und den Energieverbrauch der Mitbewohner informieren w\u00fcrden. Wir hatten auch schon eine erste Interessensbekundung von einer gr\u00f6\u00dferen Schule, die Ressourcenerlebniswelt dort nachzuahmen, was uns sehr gefreut hat.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Umweltstation Unterallg\u00e4u n\u00fctzt haupts\u00e4chlich zwei Wege, um die Ressourcenerlebniswelt und die mit ihr verbundene Thematik noch weiter im Bewusstsein der \u00d6ffentlichkeit zu verankern:<br \/>\n\tDen Schneeballeffekt, der sich aus dem Weitererz\u00e4hlen von Erlebtem an Eltern, Freunde und<br \/>\n       Bekannte ergibt<br \/>\n\tKlassische \u00d6ffentlichkeitsarbeit \u00fcber Printmedien, Fernsehen usw.<\/p>\n<p>Die klassische \u00d6ffentlichkeitsarbeit beginnt schon bei Vortr\u00e4gen und Fachreferaten zur Ressourcenerlebniswelt, z. B. beim Tag der offenen T\u00fcr, an der Umweltstation Unterallg\u00e4u.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Ressourcenerlebniswelt ist ein einfach zu reproduzierendes Konzept, das durch den Einsatz aktueller Technologien (BUS-Technik, Datenerfassung \u00fcber Sensoren und Datenkabel oder Funktechnologie, zentrale Datenaufbereitung und Ausgabe als visuell leicht erfassbare Resultate mit der M\u00f6glichkeit, bestimmte Bereiche \u00fcber Aktuatoren vom PC aus fernzusteuern) s\u00e4mtliche Ressourcenverbrauchsdaten von Geb\u00e4uden oder Einrichtungen erfasst, aufbereitet und visualisierbar macht und jederzeit in neue Geb\u00e4ude integriert oder an bestehenden Geb\u00e4uden nachger\u00fcstet werden kann.<br \/>\nAuf diese Weise l\u00e4sst sich durch die Lehr- und Bildungseinrichtung Ressourcenerlebniswelt auch ein wichtiger Beitrag zur CO2-Reduzierung leisten, vorausgesetzt, dass die hier gewonnen Erkenntnisse und Erfahrungen auch im Alltag weiter umgesetzt werden. Hieran arbeitet die Umweltstation Unterallg\u00e4u mit Nachdruck, indem die Besch\u00e4ftigung mit der Ressourcenerlebniswelt ein zentraler Bestandteil all unserer Bildungs- und Belegungsangebote ist.<br \/>\nOhne die gro\u00dfz\u00fcgige F\u00f6rderung der DBU (und einiger weiterer F\u00f6rdergeber) w\u00e4re all das nicht m\u00f6glich gewesen. Wir m\u00f6chten uns daher nachdr\u00fccklich bei der DBU f\u00fcr ihr Engagement bedanken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Aufbau eines ganzheitlichen und innovativen Bildungs-, Lern- und Erlebnisprojekts, das, ohne den Zeigefinger zu erheben, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen spielerisch den immer ernster werdenden Zusammenhang zwischen eigenem Verhalten und daraus resultierendem Einfluss auf die f\u00fcr das menschliche Leben und Wohnen wichtigen Ressourcen Wasser, Energie und Baumaterialien aufzeigt. 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