{"id":44771,"date":"2023-09-21T10:32:09","date_gmt":"2023-09-21T08:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/22701-01\/"},"modified":"2023-09-21T10:32:10","modified_gmt":"2023-09-21T08:32:10","slug":"22701-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/22701-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines internetbasierten Managementsystems zur Optimierung von Regenwasserr\u00fcckhaltekapazit\u00e4ten bei Hochwasserereignissen im l\u00e4ndlichen Raum"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ausgangslage<br \/>\nDie in den Kommunen zwischenzeitlich gem\u00e4\u00df DWA bemessenen und erstellten Regenentlastungsanlagen sind bei weitem nicht ausreichend dimensioniert f\u00fcr Starkregenereignisse der vergangenen Jahre. Eine nachtr\u00e4gliche Kapazit\u00e4tserweiterung dieser Entlastungsanlagen ist oftmals wegen \u00f6rtlicher Gegebenheiten nur schwer realisierbar. Sie wird auch mit zunehmender Gr\u00f6\u00dfe immer unwirtschaftlicher, zumal die j\u00e4hrliche \u00dcberschreitungsh\u00e4ufigkeit abnimmt. Im Projekt wurde vor diesem Hintergrund versucht, mit angemessenem finanziellem Aufwand eine Optimierung der Regenwasserr\u00fcckhaltekapazit\u00e4ten zu erzielen.<br \/>\nL\u00f6sungskonzept<br \/>\nDas L\u00f6sungskonzept wurde in der Schaffung eines internetgest\u00fctzten Managementsystems gesehen; durch eine ereignisnahe, d. h. weitgehend verz\u00f6gerungsfreie Messdatenerfassung und Datenauswertung sollten die betreffenden Stellen in die Lage versetzt werden, mit entsprechender technischer Ausr\u00fcstung das Hochwassergef\u00e4hrdungspotential erheblich zu reduzieren. Ziel war die Entwicklung eines Mess- und Steuerungssystems zur optimalen Bewirtschaftung von Becken- und Kanalkapazit\u00e4ten.<br \/>\nDie weitgehende Nutzung allgemein verf\u00fcgbarer Kommunikationssysteme und -dienste f\u00fchrte zu einer kosteng\u00fcnstigen L\u00f6sung, zumal die Schaffung konventioneller zentraler Leitstellen entfallen konnte.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenFolgende Arbeitsschritte stellten die Erreichung des Projektziels sicher:<br \/>\nEntwicklung der Unterstationen: Hier wurden die Soft- und Hardwarekomponenten der Unterstationen (Regenr\u00fcckhaltebecken RRB) entwickelt.<br \/>\nEntwicklung der Kommunikationssoftware: In diesem Zeitraum wurde die Kommunikationssoftware entwickelt, getestet und in Betrieb genommen.<br \/>\nAnlagentechnische Betreuung: \u00dcber den gesamten Projektzeitraum wurden die ausgew\u00e4hlten Systemkomponenten (Mess- und Steuerstationen) anlagentechnische betreut.<br \/>\nOrganisatorische Betreuung: Die organisatorische Betreuung in Form des Projektmanagements oblag dem Ingenieurb\u00fcro Kann-Dehn (im Auftrage der GfT mbH).<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Stellungnahme der Stadt Cloppenburg vom 29.04.2011 zeigt deutlich die Vorteile und Einsatzfelder<br \/>\nder entwickelten Technik:<\/p>\n<p>\tDie kontinuierliche Erfassung der Messwerte erleichtert die \u00dcbersicht \u00fcber das Verhalten der Becken und vereinfacht somit die Beurteilung der Gesamtsituation.<br \/>\n\tDie M\u00f6glichkeit, die Messwerte direkt miteinander zu vergleichen, hat f\u00fcr den Betrieb der Regenr\u00fcckhaltebecken gro\u00dfe Vorteile. Die Zusammenh\u00e4nge zwischen dem Regenereignis und den daraus re-sultierenden Zufl\u00fcssen und Abfl\u00fcssen in die Regenr\u00fcckhaltebecken werden deutlich transparenter.<br \/>\n\tDieses erm\u00f6glicht eine Absch\u00e4tzung des Verhaltens auch bei st\u00e4rkeren Regenereignissen. Bei m\u00f6glichen Starkregenereignissen kann aus den Analysewerten der vorhergehenden Messungen durch eine vorausschauende Steuerung effektiver gehandelt werden.<br \/>\n\tDie M\u00f6glichkeit der Fernsteuerung der Regenr\u00fcckhaltebecken mit gleichzeitiger Erfassung der Messwerte bietet einen besseren \u00dcberblick \u00fcber die Anlagen, erleichtert das Management und erm\u00f6glicht somit einen komfortableren Betrieb.<br \/>\n\tDie st\u00e4ndige Erreichbarkeit der Anlagen \u00fcber die Kommunikationstechnik erleichtert die Wartung und die Kontrolle der Becken und Staur\u00e4ume. Durch eine visuelle \u00dcberwachung (Megapixel-Web-Kamera) ist die Kontrolle der Anlagen in Verbindung mit den dargestellten Messwerten deutlich effektiver und kostensparend.<br \/>\n\tAufw\u00e4ndige Kontrollfahrten k\u00f6nnen auf ein Minimum reduziert werden, was sich hinsichtlich der Betriebskosten positiv auswirkt.<br \/>\n\tDurch die Fernwirkm\u00f6glichkeit auf die Anlagen mit einer gleichzeitigen Darstellung des Prozessabbildes k\u00f6nnen Wartungsvorg\u00e4nge, wie z. B. das Auf- und Zufahren der Schieber zur Pr\u00fcfung der Steue-relemente und der mechanischen Komponenten, aus der Ferne durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Wie im Einzelnen ausgef\u00fchrt, verspricht die Systemsteuerung ein effektives Bewirtschaften der Regenwasserentlastungsanlagen. Die Stadt Cloppenburg wird diese Technik auch bei Erweiterungsvorhaben einsetzen bzw. weiter ausbauen und auf der Grundlage noch zu gewinnender Erfahrungen optimieren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Projektergebnisse werden von der Stadt Cloppenburg kommunal verbreitet sowie von den beteiligten Projektpartnern auf Fachveranstaltungen vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Projekt wurde ein internetgest\u00fctztes Managementsystem f\u00fcr den Hochwasserschutz in Form eines Mess- und Steuerungssystems zur optimalen Bewirtschaftung von vorhandenen Becken- und Kanalkapazit\u00e4ten geschaffen. Eine ereignisnahe, d. h. weitgehend verz\u00f6gerungsfreie Messdatenerfassung und Datenauswertung versetzt die betreffenden kommunalen Stellen in die Lage, mit entsprechender technischer Ausr\u00fcstung das Hochwassergef\u00e4hrdungspotenzial erheblich zu reduzieren. In Abh\u00e4ngigkeit von Sollwertvorgaben steuert das System Pumpen, Wehre und Schieber an. Die Sollwertvorgaben k\u00f6nnen jederzeit von externen Rechnern via Internet vorgegeben, korrigiert und angepasst werden. Durch den Einsatz von mobilen PCs und einem Internetzugang (GSM: Global System for Mobile Communication) k\u00f6nnen Einsatzkr\u00e4fte, wie Feuerwehr, THW, Bauhofpersonal, im Hochwasserfall optimal informiert werden. Die weitgehende Nutzung allgemein verf\u00fcgbarer Kommunikationssysteme und -dienste f\u00fchrt zu einer kosteng\u00fcnstigen L\u00f6sung ohne kostenintensive Spezialtechnologie. Ein wesentlicher Aspekt ist zudem die m\u00f6gliche Vernetzung verschiedener Gew\u00e4sseranrainer, die zur \u00dcberwindung technischer, organisatorischer und eigentumsrechtlicher Grenzen beim Hochwassermanagement unbedingt erforderlich ist.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend kann festgestellt werden, dass es mit der Entwicklung des beschriebenen fernwirktechnischen Moduls gelungen ist, eine praxisorientierte und -erprobte Technik zu schaffen, die die gestellte Aufgabe erf\u00fcllt. Die Erfahrungen und Erkenntnisse, die in der Stadt Cloppenburg gemacht wurden\/werden, lassen sich auf vergleichbare entw\u00e4sserungstechnische Situationen \u00fcbertragen, so dass hiermit ein Instrument geschaffen wurde, welches f\u00fcr Kommunen, Entw\u00e4sserungsverb\u00e4nde etc. einsetzbar ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ausgangslage Die in den Kommunen zwischenzeitlich gem\u00e4\u00df DWA bemessenen und erstellten Regenentlastungsanlagen sind bei weitem nicht ausreichend dimensioniert f\u00fcr Starkregenereignisse der vergangenen Jahre. Eine nachtr\u00e4gliche Kapazit\u00e4tserweiterung dieser Entlastungsanlagen ist oftmals wegen \u00f6rtlicher Gegebenheiten nur schwer realisierbar. Sie wird auch mit zunehmender Gr\u00f6\u00dfe immer unwirtschaftlicher, zumal die j\u00e4hrliche \u00dcberschreitungsh\u00e4ufigkeit abnimmt. 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