{"id":43984,"date":"2026-05-15T10:36:26","date_gmt":"2026-05-15T08:36:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/38278-01\/"},"modified":"2026-05-15T10:36:26","modified_gmt":"2026-05-15T08:36:26","slug":"38278-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/38278-01\/","title":{"rendered":"Hoch performante PET-Sortieranlage zur Realisierung einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft f\u00fcr Lebensmittelverpackungen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) wurde haupts\u00e4chlich in der Lebensmittelindustrie f\u00fcr die Herstellung von Getr\u00e4nkeflaschen eingesetzt. Die daraus resultierenden Kunststoffabf\u00e4lle aus dem gelben Sack und dem Pfandsystem wurden in industriellen Anlagen sortiert, zu Flakes gemahlen und anschlie\u00dfend zu Granulat verarbeitet, um eine erneute Verwendung zu erm\u00f6glichen. Allerdings produzierten die damaligen Sortieranlagen ein best\u00e4ndiges Nebenprodukt mit einem PET-Sortenreinheitsgrad von weniger als 95 %. F\u00fcr die Wiederverarbeitung zu neuen Flaschen war dies nicht ausreichend, da eine Sortenreinheit von \u00fcber 99,99 % erforderlich gewesen ist. Infolgedessen wurde dieser sogenannte Restnebenstrom, der bislang etwa 36.000 Tonnen pro Jahr in Deutschland umfasste, einem Downcycling oder einer energetischen Verwertung in<br \/>\nM\u00fcllverbrennungsanlagen (MVA) bzw. Ersatzbrennstoffkraftwerken (EBS) zugef\u00fchrt und trug somit zur Umweltbelastung bei. Nach dem Beschluss zum neuen Pfandsystem konnte zudem beobachtet werden, dass der beschriebene Restnebenstrom signifikant angestiegen ist: Seit dem 01.01.2022 wurden die Warenstr\u00f6me des ehemaligen Pfandsystems aus klaren Wasserflaschen und Teile der Warenstr\u00f6me, die zuvor im Hausm\u00fcll landeten, zusammengef\u00fchrt. Dadurch wurde die urspr\u00fcnglich gute klare Qualit\u00e4t nun mit opaken, wei\u00dfen, Multilayer- und anderen Materialien verunreinigt. Unsere Beobachtungen zeigten einen Restnebenstrom von aktuell etwa 48.000 Tonnen pro Jahr in Deutschland. Vor diesem Hintergrund wurde im Projekt eine neuartige Anlage zur hoch sortenreinen Aufbereitung der beschriebenen Reststromfraktionen erforscht und entwickelt. Die Anlage setzte sich aus einer neuartigen Kaskadierung und Optimierung von modernen Sortiereinheiten<br \/>\n(Farbsorter, Magnettrommel, Windsichter usw.) sowie Dosierungs- und Reinigungsstufen zusammen. <\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projekts wurden die Arbeitsschritte sorgf\u00e4ltig geplant und nach einem strukturierten Vorgehen umgesetzt. Zu Beginn erfolgte eine detaillierte Analyse der Ausgangssituation, um die Anforderungen und Ziele klar zu definieren. Anschlie\u00dfend wurde ein Konzept f\u00fcr die Umsetzung entwickelt, das sowohl \u00f6kologische als auch \u00f6konomische Aspekte ber\u00fccksichtigte. Die praktische Durchf\u00fchrung gliederte sich in mehrere Phasen: In der ersten Phase wurden Materialien und Ressourcen identifiziert, die f\u00fcr das Upcycling geeignet sind.<br \/>\nDarauf folgte die Entwicklung und Erprobung verschiedener Methoden zur Wiederverwertung und Verarbeitung, wobei innovative Techniken wie mechanische und thermische Verfahren angewandt wurden. Die Ergebnisse wurden regelm\u00e4\u00dfig dokumentiert und bewertet, um eine kontinuierliche Verbesserung zu gew\u00e4hrleisten. Parallel dazu fanden regelm\u00e4\u00dfige Abstimmungen im Projektteam sowie mit den Kooperationspartnern statt, um den Fortschritt zu \u00fcberpr\u00fcfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Die angewandten Methoden umfassten sowohl klassische Projektmanagement-Instrumente wie Meilensteinplanung und Risikoanalyse als auch moderne Ans\u00e4tze wie agile Arbeitsmethoden und iterative Entwicklungsschritte. Abschlie\u00dfend wurden die erzielten Fortschritte und Erkenntnisse in einem Abschlussbericht zusammengefasst und einer kritischen Reflexion unterzogen, um die \u00dcbertragbarkeit der Methoden auf zuk\u00fcnftige Projekte zu gew\u00e4hrleisten. <\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Als Ergebnis des Vorhabens wurde eine Anlage entwickelt, die es erm\u00f6glicht PET-Restnebenstr\u00f6me hin zu einem Sortenreinheitsgrad > 99,99 % aufzubereiten und damit horizontal zur Lebensmittelverpackung zu verwerten. Durch die Entwicklung des Demonstrators als neuartiger High Performance Sortieranlage f\u00fcr aktuell nicht auf wirtschaftlichen Zeitskalen sortierbare PET-Restnebenstr\u00f6me und die Generierung neuen Wissens, Erfahrungen und Daten \u00fcber den Betrieb der neuen Anlage innerhalb dieses Projektes sowie die Weiterentwicklung dieses Demonstrators zur Marktreife und die Markteinf\u00fchrung der neuen Anlage im Anschluss an dieses Projekt k\u00f6nnen 90 % der Restnebenstr\u00f6me im Kreislauf gehalten werden und damit 243.000 Tonnen an CO2-Emmisionen j\u00e4hrlich in Deutschland eingespart werden. <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zur \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation werden die bei TETRALOG upcycling GmbH &#038; Co KG. firmen\u00fcbliche Ma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt. Das betrifft zum einen Werbung mittels Flyer und Brosch\u00fcren. Andererseits wird die neue Anlage nach der weiteren Entwicklung zur Marktreife auch im Internet auf den Firmenhomepages beworben. Des Weiteren werden Social-Media-Kan\u00e4le wie LinkedIn und XING zur Ver\u00f6ffentlichung von Produktdetails verwendet. Weitere beabsichtigte Ma\u00dfnahmen betreffen auch die Direktwerbung (\u00fcber Direktmailings und Kampagnen) sowie Produktpr\u00e4sentationen auf den relevanten Fachmessen. Dies sind v. a. die Fakuma in<br \/>\nFriedrichshafen, K in D\u00fcsseldorf, Kuteno in Rheda-Wiedenbr\u00fcck, Chinaplas mit Ort variierend, demn\u00e4chst in Shanghai. Die Marketingma\u00dfnahmen werden durch entsprechendes Promotionsmaterial (siehe oben: Flyer, Brosch\u00fcren, Demonstrationsvideos) begleitet. <\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes hat die Firma TETRALOG eine neuartige Anlage mit neuartigen Verfahren zur<br \/>\nVerwertung von PET-Restnebenstr\u00f6men entwickelt. Dadurch hat sich das Unternehmen erfolgreich ein neues Alleinstellungsmerkmal erarbeitet, dass dem inhabergef\u00fchrten Unternehmen einen erheblichen technologischen Vorsprung zu internationalen Marktbegleitern verschafft. Dadurch verspricht sich das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, der zuk\u00fcnftig zu neuen Ums\u00e4tzen f\u00fchren soll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) wurde haupts\u00e4chlich in der Lebensmittelindustrie f\u00fcr die Herstellung von Getr\u00e4nkeflaschen eingesetzt. Die daraus resultierenden Kunststoffabf\u00e4lle aus dem gelben Sack und dem Pfandsystem wurden in industriellen Anlagen sortiert, zu Flakes gemahlen und anschlie\u00dfend zu Granulat verarbeitet, um eine erneute Verwendung zu erm\u00f6glichen. 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