{"id":43970,"date":"2023-07-14T10:34:55","date_gmt":"2023-07-14T08:34:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/27490-01\/"},"modified":"2023-07-14T10:34:56","modified_gmt":"2023-07-14T08:34:56","slug":"27490-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/27490-01\/","title":{"rendered":"Eco-Schools &#8211; Umweltmanagement mit Sch\u00fclerbeteiligung in der Slowakei"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Programm Eco-Schools wurde in der Slowakei im Jahr 2003 als Reaktion auf die mangelnde Integration der Umweltbildung im Bildungssystem initiiert. Ziel war es, die Schulen auf diesem Wege hinsichtlich der Implementierung von Umweltbildung zu unterst\u00fctzen. Nach mehreren Jahren intensiver Arbeit fanden Umweltthemen zunehmend Eingang in den Unterricht sowie in die Freizeitangebote der Eco-Schools. Problematisch war jedoch die geringe bzw. oft nur formelle Beteiligung der Sch\u00fcler . Aus diesem Grunde wurde das vorliegende Projekt initiiert. Ziel des Projektes Eco-Schools Umweltmanagement mit Sch\u00fclerbeteiligung in der Slowakei war es, die Mitbestimmung und Mitgestaltung der Lernenden in Unterricht und Schulleben \u00fcber den Transfer von Wissen und Erfahrungen aus deutschen Umweltschulen in Europa\/ Internationalen Agenda 21-Schulen (USE\/INA) in slowakische Eco-Schools zu f\u00f6rdern. Die aktive Beteiligung der Sch\u00fcler im Umweltmanagement der Schule sollte u.a. durch die Qualifizierung von externen Beratern, Direktoren, Lehrern und Sch\u00fclern erreicht werden. Angestrebt wurde dies insbesondere durch die Vermittlung guter Praxisbeispiele und des methodischen Vorgehens hinsichtlich der F\u00f6rderung von Sch\u00fclerbeteiligung im Rahmen des Eco-School-Prozesses der Schule.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Umsetzung des Projektes gliederte sich grob in zwei Str\u00e4nge: a) Durchf\u00fchrung von Workshops und<br \/>\nQualifizierungsma\u00dfnahmen zur Implementierung des partizipativen Umweltmanagements und b) Disseminierung der Ergebnisse.<\/p>\n<p>Zu Beginn des Projektes wurden gute Beispiele deutscher Umweltschulen in Europa\/ Internationalen<br \/>\nAgenda 21-Schulen (USE\/INA) sondiert. Die Ergebnisse dienten als Grundlage f\u00fcr die Projektarbeit und sind zudem in die Erarbeitung des Leitfadens zur F\u00f6rderung von Sch\u00fclerbeteiligung eingeflossen.<br \/>\na)\tZur Implementierung des partizipativen Umweltmanagements wurden das slowakische Koordinierungsteam sowie Schulleiter, Lehrer, Sch\u00fcler und Berater in aufeinander aufbauenden Workshops und Trainings inhaltlich und methodisch geschult. Durchgef\u00fchrt wurden zum Beispiel Workshops rund um das Themenfeld Umweltmanagement und Partizipation sowie zu Methoden der Sch\u00fclerbeteiligung f\u00fcr Schulen, Berater und das Koordinierungsteam; regionale Seminare f\u00fcr Schulen und Berater; eine Exkursion zu beispielhaften Schulen in Deutschland sowie ein Workshop f\u00fcr das Koordinierungsteam; Trainingscamps f\u00fcr Schulen und Berater zur Sch\u00fclerbeteiligung; Workshops zur Methode Zukunftswerkstatt. Bereits zu Beginn des Projektes konnten 18 Modellschulen gewonnen werden. Diese wurden intensiv betreut und setzten die in den Workshops und Trainings erworbenen Kenntnisse und Methoden zur Sch\u00fclerbeteiligung direkt in die Schulpraxis um. Als Kernst\u00fcck wurde im Laufe des Projektes ein methodischer Leitfaden erarbeitet und ver\u00f6ffentlicht. Der Leitfaden zur F\u00f6rderung von Sch\u00fclerbeteiligung f\u00fchrt gute Praxisbeispiele und Methoden des partizipativen Umweltmanagements in der Schule auf. \u00dcber die Websites der beiden Projektpartner sowie als CD steht dieser interessierten Schulen in drei Sprachen (Slowakisch, Deutsch und Englisch) zur Verf\u00fcgung. Erg\u00e4nzend zum Leitfaden sind eine methodische Handreichung f\u00fcr Lehrer, Arbeitsbl\u00e4tter f\u00fcr Sch\u00fcler zum partizipativen Umwelt-Audit sowie ein Leitfaden f\u00fcr Berater im Eco-Schools-Programm erarbeitet und ver\u00f6ffentlicht worden. Die slowakischen Partner wurden im Laufe des Projektes fortw\u00e4hrend von den deutschen Partnern methodisch und fachlich zu geplanten Vorhaben und beispielhaften Materialien beraten.<br \/>\nb)\tUnterst\u00fctzungsstrukturen zur weiteren Streuung der Ergebnisse bzw. zur Verstetigung der Sch\u00fclerbeteiligung in Eco-Schools wurden \u00fcber Initiativen in den vier regionalen Zentren, durch Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung der schulischen Aktivit\u00e4ten, \u00fcber Kooperationen mit Partnerinstitutionen sowie die Weiterentwicklung des Berater-Netzwerkes aufgebaut: In vier slowakischen St\u00e4dten wurden regionale Kontaktstellen f\u00fcr die Beratung der Eco-Schools weiter aus- und aufgebaut. Zudem wurde das Berater-Netzwerk durch eine engere Kooperation mit den Schulen und weiteren nichtstaatlichen Umweltbildungsorganisationen ausgebaut und es wurden Partnerschaften mit dem privaten und \u00f6ffentlichen Sektor zur F\u00f6rderung der Umweltbildung und Sicherung von Finanzierungsquellen aufgebaut. F\u00fcr die Pr\u00e4sentation des Projektes sowie der Materialien und Beispiele zur Sch\u00fclerbeteiligung wurde die Internetseite www.zelenaskola.de weiter entwickelt und fortlaufend mit neuen Informationen und Materialien best\u00fcckt. Erg\u00e4nzend wurde eine Spezialausgabe zum Thema Sch\u00fclerbeteiligung der Zeitschrift Fernrohr (D\u00e1lehohlad) ver\u00f6ffentlicht, die anhand von praxisnahen Beispielen und Artikeln \u00fcber M\u00f6glichkeiten der Partizipation in Eco-Schools informiert und die Schulen motiviert, aktiv zu werden. Zur Gewinnung von neuen Schulen, Partnern und Sponsoren wurde zudem die Werbebrosch\u00fcre Programm Eco-Schools heraus gegeben. \u00dcber den Verlauf und die Ergebnisse des Projektes wurde fortlaufend anhand der Websites der beiden Projektpartner, sowie \u00fcber weitere Medien informiert (siehe unter \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation).<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In der Slowakei sind im Laufe des Projektes Strukturen und Unterst\u00fctzungselemente entstanden bzw. ausgebaut worden, die in hohem Ma\u00dfe zur Verstetigung der Projektziele beitragen. Das Berater-Netzwerk wurde ausgebaut, und die neuen Berater wurden insbesondere hinsichtlich der F\u00f6rderung von Sch\u00fclerbeteiligung qualifiziert. Im Rahmen des Trainings f\u00fcr die Modellschulen sowie der regionalen Seminare und Workshops wurden Sch\u00fcler, Lehrer und die Schulleitung der Modellschulen zur partizipativen Umsetzung der sieben Schritte geschult. Die Lehrer waren sehr bem\u00fcht, die neuen Ideen und Ans\u00e4tze zeitnah in den Unterricht und das Schulleben einzubinden und wurden dabei durch das Koordinierungsteam und die Berater umfassend unterst\u00fctzt. Ein gro\u00dfer Erfolg ist zudem die Empfehlung des Ministeriums f\u00fcr Schulwesen im Rahmenlehrplan zur Teilnahme am Eco-Schools-Programm (erstmals f\u00fcr das Schuljahr 2009\/2010 sowie auch fortlaufend f\u00fcr das Schuljahr 2010\/2011). Dies konnte nicht zuletzt durch die Qualit\u00e4tsverbesserung des Programms hinsichtlich der systematischen F\u00f6rderung von Sch\u00fclerbeteiligung im Projekt erzielt werden. Die entstandenen Produkte wie die Website www.zelenaskola.sk mit den vielf\u00e4ltigen Praxisbeispielen, Angeboten und Anregungen zur F\u00f6rderung von Sch\u00fclerbeteiligung, die erarbeiteten Handreichungen wie der Leitfaden zur F\u00f6rderung von Sch\u00fclerbeteiligung und weitere Handreichungen f\u00fcr Lehrer und Berater sowie Arbeitsbl\u00e4tter f\u00fcr die Sch\u00fcler bieten eine gute Ausgangsbasis, um das Projektvorhaben weiter zu f\u00fchren und auszubauen. Vor allem der Leitfaden ist ein wichtiges Hilfsmittel f\u00fcr die slowakischen Eco-Schools, um Sch\u00fclerbeteiligung im Rahmen der sieben Schritte zu implementieren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Mit Beginn des Projektes wurden Informationen zum Projekt sowie die Projektergebnisse \u00fcber verschiedene Medien gestreut. <\/p>\n<p>&#8211;\tWebsites: www.zelenaskola.sk und www.umwelterziehung.de<br \/>\n&#8211;\tPressemitteilungen informierten fortlaufend \u00fcber relevante Ereignisse im Rahmen des Projektes und wurden u.a. in Newslettern und Zeitschriften, auf Schulhomepages und in Web-Portalen ver\u00f6ffentlicht. Zudem erfolgte eine Berichterstattung im regionalen slowakischen Rundfunk und Fernsehen.<br \/>\n&#8211;\tEs  wurde eine Werbebrosch\u00fcre Programm Eco-Schools erstellt und an alle Eco-Schools sowie neue Partner und Sponsoren ausgeteilt.<br \/>\n&#8211;\tDie Produkte des Projektes, wie die Zeitschrift Fernrohr (Dalekohlad), die Methodische Handreichung f\u00fcr Eco-Schools und die Arbeitsbl\u00e4tter Umwelt-Audit sind allen Eco-Schools zugekommen und werden zudem online \u00fcber www.zelenaskola.sk zur Verf\u00fcgung gestellt.<br \/>\n&#8211;\tDer Leitfaden f\u00fcr Berater und Beraterinnen im Eco-Schools-Programm wurde \u00fcber die Websites www.umwelterziehung.de\/cd-leidfaden sowie www.zelenaskola.sk\/cd-guideline allen slowakischen Eco-Schools und deutschen USE\/INA-Schulen sowie international interessierten Schulen zur Verf\u00fcgung gestellt. Erg\u00e4nzend wird der Leitfaden in der Slowakei, in Deutschland und im internationalen Eco-Schools-Netzwerk als CD ausgeteilt. <\/p>\n<p>Abschlusskonferenz School of change (Oktober 2010)<br \/>\nVor ca. 200 Teilnehmern wurde die Bedeutung der F\u00f6rderung von Sch\u00fclerbeteiligung im Eco-Schools-Programm hinsichtlich der Verbesserung der Unterrichtsqualit\u00e4t und des Schullebens bzw. der Qualit\u00e4tsentwicklung in Schulen von einem Vertreter der DGU dargestellt. Zudem wurde der Leitfaden zur F\u00f6rderung von Sch\u00fclerbeteiligung im Eco-Schools-Programm pr\u00e4sentiert. <\/p>\n<p>Internationale Eco-Schools-Konferenz (November 2010)<br \/>\nDas Projekt sowie insbesondere der Leitfaden zur F\u00f6rderung von Sch\u00fclerbeteiligung im Eco-Schools-Programm wurden im Rahmen der internationalen Eco-Schools-Konferenz Eco-Schools National Operators Meeting den 50 teilnehmenden L\u00e4ndern vorgestellt. <\/p>\n<p>Auszeichnung als UN-Dekade-Projek<br \/>\nDas Projekt Eco-Schools &#8211; Umweltmanagement mit Sch\u00fclerbeteiligung in der Slowakei wurde im M\u00e4rz 2010 vom Nationalkomitee der UN-Dekade Bildung f\u00fcr nachhaltige Entwicklung als offizielles Dekade-Projekt ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Kooperation zwischen Deutschland und der Slowakei im Rahmen der Fortentwicklung des Eco-Schools-Programms zur F\u00f6rderung von Sch\u00fclerbeteiligung kann als Win-Win-Situation angesehen werden. Die Entwicklung an den slowakischen Eco-Schools zeigt, dass die Erfahrungen und Kenntnisse aus dem deutschen USE\/INA-Programm durchaus auf unterschiedlichen Levels, bei unterschiedlichen Voraussetzungen und auch unter schwierigen Verh\u00e4ltnissen Gewinn bringend und Ziel f\u00fchrend eingesetzt werden kann. Dies erfolgte Schritt f\u00fcr Schritt je nach M\u00f6glichkeit der Schulen. Dabei konnten Schwierigkeiten und Beratungsdefizite, wie sie sich in den Anfangsjahren der Entwicklung in Deutschland gezeigt haben, zum gro\u00dfen Teil vermieden werden. Die deutschen Projektpartner profitieren ebenfalls von der intensiven Auseinandersetzung mit der Thematik sowie den Ergebnissen, wie die Handreichung zu Praxisbeispielen f\u00fcr Sch\u00fclerbeteiligung in USE\/INA-Schulen und der Leitfaden zur F\u00f6rderung von Sch\u00fclerbeteiligung. Diese Produkte werden nicht nur in der Slowakei, sondern auch in deutschen Schulen einen Beitrag zur F\u00f6rderung der Schulqualit\u00e4tsentwicklung leisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Programm Eco-Schools wurde in der Slowakei im Jahr 2003 als Reaktion auf die mangelnde Integration der Umweltbildung im Bildungssystem initiiert. Ziel war es, die Schulen auf diesem Wege hinsichtlich der Implementierung von Umweltbildung zu unterst\u00fctzen. 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