{"id":43967,"date":"2024-11-30T10:32:40","date_gmt":"2024-11-30T09:32:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/15433-01\/"},"modified":"2024-11-30T10:32:41","modified_gmt":"2024-11-30T09:32:41","slug":"15433-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/15433-01\/","title":{"rendered":"Umwelt 2000 &#8211; Geowissenschaften f\u00fcr die Gesellschaft (Tagung)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Geowissenschaften sind derzeit in einer Wandlungsphase. Traditionelle Arbeitsfelder verlieren an Bedeutung, andere, v.a. im Bereich der Umweltforschung, nehmen an Bedeutung zu. Zugleich wird deutlich, da\u00df geowissenschaftliche Probleml\u00f6sungskompetenz gebraucht wird, aber nur in enger Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten (Biologie, Chemie, Geographie, Physik und Sozialwissenschaften) erfolgreich eingesetzt werden kann. Um bestehende Kommunikationshemmnisse beheben zu helfen und um die Vernetzung der Geowissenschaften zu diskutieren und deutlich zu machen, sowie einen Ausblick auf die Zukunft der Umweltforschung zu tun, wurde die international ausgerichtete Tagung Umwelt 2000 &#8211; Geowissenschaften f\u00fcr die Gesellschaft geplant und durchgef\u00fchrt.<br \/>\nVier Themenbereiche standen im Fokus der Tagung:<br \/>\nVerhalten und Wirkung von Schadstoffen in nat\u00fcrlichen Systemen; Geoindikatoren zu Umweltver\u00e4nderungen und Umweltqualit\u00e4tszielen; Wasser- und Bodenschutz sowie Umweltmanagement: Monitoring, Sicherung, Sanierung<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAus Erkenntnis der geschilderten Sachlage wurde die Gesellschaft f\u00fcr Umweltgeowissenschaften GUG vor 5 Jahren gegr\u00fcndet. Diese Gruppierung hat sich u.a. zum Ziel gesetzt, Kommunikationshemmnisse zu \u00fcberwinden, den umweltbezogenen Aspekten der Geowissenschaften ein Sprachrohr zu schaffen und als Plattform f\u00fcr eine bessere Vernetzung zu dienen. So sind bereits im Vorfeld der seit langem geplanten Tagung, Gespr\u00e4che und Arbeitskontakte zu anderen Fachgesellschaften innerhalb der Geowissenschaften (einschlie\u00dflich Bodenkunde und Geographie) intensiviert worden mit dem Ziel, eine gr\u00f6\u00dfere gemeinsame Tagung auszurichten. Es bedurfte tats\u00e4chlich dieser Zeit und dem Gewinn von Vertrauen, bis es m\u00f6glich wurde, eine derartige Tagung gemeinsam auszurichten.<br \/>\nDie Gesellschaften wurden von Anfang an in die Planung und Vorbereitung eingebunden und stellten wissenschaftliche Beir\u00e4te, die sich aktiv an der Vorauswahl der eingereichten Beitr\u00e4ge beteiligten. Dabei bestand Einigkeit dar\u00fcber, da\u00df innovativen und auch provokativen Beitr\u00e4gen der Vorrang gegen\u00fcber  konventionellen Beispielen und L\u00f6sungsans\u00e4tzen  gegeben werden sollte. Zugleich wurde versucht, durch die Auswahl des Tagungsortes und die Gestaltung der Tagung einerseits die T\u00fcr f\u00fcr Teilnehmer aus Osteuropa zu \u00f6ffnen und andererseits eine Atmosph\u00e4re zu schaffen, die den Zielen der Tagung entgegenkommen sollte. Zus\u00e4tzlich sind zu nennen die Anstrengungen um Schirmherrschaft der Tagung, \u00f6ffentlichen Abendvortrag und Pressearbeit, die den Anspruch, eine gesellschaftsrelevante Veranstaltung durch-zuf\u00fchren, unterstreichen sollten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Zustimmung der Fachgesellschaften zur Beteiligung und aktiven Mitarbeit an der geplanten Tagung erfolgte erfreulich schnell und engagiert. Alle beteiligten Organisationen und Institutionen stellten wissenschaftliche Beir\u00e4te, die nicht nur dabei halfen, die eingereichten Vorschl\u00e4ge zu sichten und eine Qualit\u00e4tskontrolle unter den genannten Pr\u00e4missen durchzuf\u00fchren, sondern die ebenfalls mit konstruktiven Vorschl\u00e4gen die Tagung gestalten halfen. Dadurch kam in der Tat die erste Tagung zustande, in der jemals nahezu alle Fachgesellschaften und Institutionen, die mit umweltrelevanten Fragen der Geowissenschaften betraut sind, gemeinsam aktiv waren. Dies trug sicherlich nicht zuletzt auch zu der sehr harmonischen und zugleich engagierten Tagungsatmosph\u00e4re bei.<\/p>\n<p>Die Wahl des Tagungsortes und die Konzeption, sehr niedrige Tagungsgeb\u00fchren anzusetzen, erwies sich v.a. f\u00fcr die Teilnehmenden aus Osteuropa als sinnvoll; es konnten Kolleginnen und Kollegen aus dem Estland, Lettland und Litauen, aus Jugoslawien, aus Polen, Ru\u00dfland, der Ukraine, aus Usbekistan und aus Wei\u00dfru\u00dfland begr\u00fc\u00dft werden. Insgesamt waren ca. 20 Nationen aus 4 Kontinenten vertreten, wobei dennoch deutschsprachige Teilnehmer deutlich \u00fcberwogen (80%). Obwohl durch das Nichtvorhandensein von Dolmetschern (\u00fcberwiegende Zahl der Beitr\u00e4ge in deutscher Sprache) auch Verst\u00e4ndnisl\u00fccken bei einigen Teilnehmern unvermeidbar blieben, war doch eine allgemein gro\u00dfe Zufriedenheit bei den nichtdeutschen Teilnehmern zu verzeichnen.<\/p>\n<p>Die organisatorische und r\u00e4umliche Gestaltung der Tagung kann als voller Erfolg gebucht werden. Nicht zuletzt durch die gro\u00dfz\u00fcgige Unterst\u00fctzung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt wurde es m\u00f6glich, ein Zelt vor dem Tagungsgeb\u00e4ude aufzustellen, in dem einerseits die Posterpr\u00e4sentation aller Poster w\u00e4hrend der gesamten Tagung stattfand und zugleich Raum und Gelegenheit f\u00fcr Gespr\u00e4che und Diskussionen in angenehmer Atmosph\u00e4re m\u00f6glich wurden, da es Tische und Verpflegung w\u00e4hrend der Veranstaltung gab. Dieses Angebot wurde sehr gut angenommen. Zugleich mu\u00df betont werden, da\u00df angesichts der sehr knapp kalkulierten Mittel der letztendliche Erfolg der Tagung vor allem dem mehr als engagierten Hallenser Team unter Leitung von Prof. Dr. Peter Wycisk zuzuschreiben ist.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Schirmherrschaft von Ministerin Frau Dr. Ingrid H\u00e4u\u00dfler und dem Direktor von UNEP, Prof. Dr. Klaus T\u00f6pfer, war sicherlich ein wirksames Zeichen f\u00fcr die Tagung. Herr Prof. T\u00f6pfer mu\u00dfte im letzten Mo-ment absagen, doch hielt Frau Dr. H\u00e4u\u00dfler einen beeindruckenden und anregenden Vortrag zu Umweltsituation in Sachsen-Anhalt und hatte als Chemikerin keinerlei  Schwierigkeiten, dem Publikum gerecht zu werden. Der sehr anregende und gute \u00f6ffentliche Abendvortrag von Herrn Dr. K\u00fcmmerer aus Freiburg (Thema: Zur \u00d6kologie der Zeit) war gut besucht, leider weit \u00fcberwiegend von Tagungsteilnehmern.  Das Presseecho war positiv, doch interessanterweise dominierte das \u00fcberregionale Interesse. Als<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>l\u00e4\u00dft sich ziehen, da\u00df den Teilnehmenden der Tagung ihre Verantwortung f\u00fcr die Gesellschaft sehr viel deutliche war und dies auch an zahlreichen Beitr\u00e4gen eindrucksvoll dokumentierte, als das Interesse der lokalen \u00d6ffentlichkeit an dieser Tagung.<br \/>\nEin Band mit Kurzfassungen der Tagung stand als Band 9 der Schriftenreihe der Deutschen Geologischen Gesellschaft zur Verf\u00fcgung (Anlage). Darin sind nach den Gru\u00dfworten zur Er\u00f6ffnung der Tagung alle Kurzfassungen der angemeldeten Poster- und Vortragspr\u00e4sentationen auf 158 Seiten abgedruckt. Dieser Tagungsband ist zugleich im Handel f\u00fcr 35,- DM frei erh\u00e4ltlich.<br \/>\nEinladungen an die lokale und \u00fcberregionale Presse wurden bereits im Vorfeld versandt und einzelne Journalisten pers\u00f6nlich angesprochen. Wie bereits erw\u00e4hnt war erstaunlicherweise das \u00fcberregionale Echo deutlich besser als die lokale Resonanz. Allerdings ist die Auswertung der Pressearbeit noch nicht abgeschlossen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Tagung erf\u00fcllte die Erwartungen und unsere Zielsetzungen &#8211; wie sie in unserem Antrag an die Deutsche Bundesstiftung Umwelt formuliert wurden &#8211; in vollem Umfang. Mit der F\u00f6rderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt konnten die gesteckten Ziele &#8211; auch hinsichtlich der Ausgestaltung der Tagung &#8211; umgesetzt werden. 300 zahlende Teilnehmer deckten die Zielsetzung, die reale Zahl lag deutlich dar\u00fcber. Die Resonanz der Teilnehmer war so positiv, da\u00df sich ein gro\u00dfer Teil nach dem Zeitpunkt einer Nachfolgetagung erkundigte. Konkrete Pl\u00e4ne dazu werden erst nach der abschlie\u00dfenden Beurteilung der Tagung mit den anderen Gesellschaften und Institutionen entwickelt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Geowissenschaften sind derzeit in einer Wandlungsphase. Traditionelle Arbeitsfelder verlieren an Bedeutung, andere, v.a. im Bereich der Umweltforschung, nehmen an Bedeutung zu. Zugleich wird deutlich, da\u00df geowissenschaftliche Probleml\u00f6sungskompetenz gebraucht wird, aber nur in enger Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten (Biologie, Chemie, Geographie, Physik und Sozialwissenschaften) erfolgreich eingesetzt werden kann. 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