{"id":28088,"date":"2025-04-10T10:34:16","date_gmt":"2025-04-10T08:34:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/38475-01\/"},"modified":"2025-04-10T10:34:18","modified_gmt":"2025-04-10T08:34:18","slug":"38475-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/38475-01\/","title":{"rendered":"Industrieller Ersatz von Aluminium- durch Papierkapseln f\u00fcr Sektflaschen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Ausgangssituation lag in dem hohen Energie- und Wasserbedarf, die zu Herstellung von Aluminiumkapseln f\u00fcr Sektflaschen. Im Projekt wurde ein neuartiger Prozess f\u00fcr das automatisierte Verkapseln von Sektflaschen mit Papier ausgearbeitet, so dass die Verwendung von Papierkapseln anstelle von Aluminiumfolien fl\u00e4chendeckend etabliert werden kann.<br \/>\nZiel des Projektes war es, einen neuartigen Prozess zum Verkapseln von Sektflaschen mit Papier auszuarbeiten. Aufgrund des unterschiedlichen Materialverhaltens unterscheiden sich die Anforderungen an den Anfaltprozess deutlich von dem f\u00fcr Aluminiumkapseln, sodass neue L\u00f6sungen erforderlich waren.<br \/>\nDas Papier unterliegt einer R\u00fcckstellkraft und neigt dazu, sich nach dem L\u00f6sen der Anfaltbacken zu entfalten. Somit war prinzipiell eine hohe Anfaltkraft erforderlich. Um die Flasche nicht zu besch\u00e4digen, musste die mechanische Krafteinwirkung im Anfaltprozess jedoch begrenzt werden. Au\u00dferdem kann ein Abrutschen des Papiers dazu f\u00fchren, dass die Kapsel nicht korrekt aufgebracht wird. <\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAn der obig dargestellten Ausgangssituation und dem Stand der Technik setzte das Projekt an. Um das Verkapseln mit Papier in der erforderlichen Qualit\u00e4t zu erm\u00f6glichen, wurden neue L\u00f6sungen f\u00fcr die<br \/>\nAnfaltbacken der Maschine, f\u00fcr die Prozessf\u00fchrung und zus\u00e4tzliche Prozessschritte, wie etwa eine Vorbehandlung, ein Beschichten oder ein Verkleben, sowie geeignetes Papier untersucht und entwickelt.<br \/>\nArbeitsschritte und angewandte Methoden lagen in der Realisierung eines geeigneten Anfaltvorgangs durch neuartige Anfaltbacken, einer neuen Prozessf\u00fchrung, um ein ausreichendes Anfalten ohne Besch\u00e4digung der Flasche zu erm\u00f6glichen und die Anforderungen an Qualit\u00e4t und Zuverl\u00e4ssigkeit erf\u00fcllen zu k\u00f6nnen sowie der Entwicklung neuer Prozessschritte, wie der Bedampfung des Papiers beim Anfalten, um die Haftung zu verbessern und das Entfalten zu verhindern. <\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Wesentliche Projektergebnis des vorliegenden Projektes ist, dass erstmals Papier, statt Aluminium, f\u00fcr die Verkapselung von (Sekt-)Flaschen im industriellen Prozess eingesetzt werden kann. Die Qualit\u00e4t von perforiertem Papier ist zudem genauso hoch, wie die von Aluminiumkapseln. Ferner wurde das Verfahren vollst\u00e4ndig automatisiert und sowohl f\u00fcr Kurz- als auch f\u00fcr Langkapseln erfolgreich demonstriert. Im Rahmen der Automatisierung der Verkapselung von (Sekt-)Flaschen k\u00f6nnen bis zu 36.000 Flaschen pro Stunde mit einem Ausschuss von weniger als 1 Flasche pro 1 Mio. verkapselter Flaschen hergestellt werden.<br \/>\nBesonders hervorzuheben sind die mit dem neuen Verfahren einhergehen Umweltaspekte. Pro Verkapselungsanlage der Fa. Kematec besteht zuk\u00fcnftig das Potenzial bis zu 19,4 kt CO2 pro Jahr einzusparen. Innerhalb von drei Jahren nach Projektende sollen f\u00fcnf Anlagen verkauft werden, sodass hier ein Einsparungspotenzial von bis zu 97 kt CO2 gehoben werden kann.<br \/>\nZuk\u00fcnftig soll das Verfahren auch f\u00fcr glattes Papier sowie weitere Papiersorten und -arten industrialisiert werden, um die Variantenvielfalt zu erh\u00f6hen und mehr Kunden hinsichtlich Ihrer individuellen Anspr\u00fcche und deren Marken Kern anzusprechen. Hierzu wird Kematec weiterhin eng mit verschiedenen Papierherstellern kooperieren. <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Nach erfolgter Entwicklung der neuartigen Technologie bis zur Marktreife werden die Ergebnisse ver\u00f6ffentlicht. Bereits w\u00e4hrend dieser Phase werden die Ergebnisse der Bestandskundschaft sowie auch Fachmessen vorgestellt.<br \/>\nFerner wird die Fa. Kematec \u00fcber ihre vielf\u00e4ltigen Vertriebskan\u00e4le bestehende Kunden direkt ansprechen und so das Interesse auf die Neuentwicklung lenken, um die neue Technologie zur Verkapselung von (Sekt-)Flaschen mit Papier, statt Aluminium, als innovativen Bestandteil und Verkaufsargument f\u00fcr komplette Verkapselungs-Anlagen einer gro\u00dfen Anzahl von Anwendern vorzustellen. Des Weiteren soll die Technologie durch Pr\u00e4sentationen auf verschiedenen Fachmessen rasch am Markt eingef\u00fchrt werden.<br \/>\nNeben der aktiven Vermarktung wird nach dem Projektende auch der Aufbau von mehreren Testanlagen bei interessierten Testkunden eine wichtige und bew\u00e4hrte Verkaufsstrategie sein. Mit diesen Testanlagen soll den Interessenten die M\u00f6glichkeit gegeben werden, die Anlage im praktischen Einsatz zu sehen sowie deren Leistungsf\u00e4higkeit unter realen Testbedingungen bewerten zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projektes hat die Fa. Kematec ein neuartiges Verfahren zur Verkapselung von (Sekt)Flaschen mit Papierkapseln entwickelt. Dadurch hat sich das Unternehmen erfolgreich ein neues Alleinstellungsmerkmal erarbeitet, dass dem inhabergef\u00fchrten Unternehmen einen erheblichen technologischen Vorsprung zu internationalen Marktbegleitern verschafft. Dadurch verspricht sich das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, der zuk\u00fcnftig zu neuen Ums\u00e4tzen f\u00fchren soll.<br \/>\nTechnologische haben die im Projekt entwickelten schmalen Kunststoffbacken in Kombination mit den breiten Anfaltbacken mit Eins\u00e4tzen zu den besten Prozessergebnissen gef\u00fchrt. Durch die Kombination beider Backen-Typen k\u00f6nnen die Papierfasern von glattem und perforiertem Papier leichter gebrochen werden. Da durch die h\u00e4rteren schmalen Backen eine sch\u00e4rfere Kante beim Vorfalten der Kapsel erzeugt wird, bleibt die Faltung beim Anfaltvorgang formstabiler, wodurch ein akkurates Ergebnis erreicht wird. Papier weist ist im Vergleich zu Aluminium eine deutlich h\u00f6here R\u00fcckstellkraft auf, wodurch die Falten sich nach dem Falten geringf\u00fcgig wieder aufstellen. Dieses Verhalten wird durch vorheriges Bedampfen der Kapseln deutlich reduziert und hat eine enorme Verbesserung der Anfaltung erm\u00f6glicht. In den Tests wurden Kapseln mit unterschiedlichen Walzrichtungen, Perforierungen, L\u00e4nge und Konizit\u00e4t getestet. Dabei hat sich herausgestellt, dass kurze Kapseln mit einer geringen Konizit\u00e4t und einer Perforierung am besten zum Anfalten geeignet sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Ausgangssituation lag in dem hohen Energie- und Wasserbedarf, die zu Herstellung von Aluminiumkapseln f\u00fcr Sektflaschen. 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