{"id":28043,"date":"2026-02-26T10:32:52","date_gmt":"2026-02-26T09:32:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/38697-01\/"},"modified":"2026-02-26T10:33:01","modified_gmt":"2026-02-26T09:33:01","slug":"38697-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/38697-01\/","title":{"rendered":"Biodiversit\u00e4tsschutz und nachhaltige Regionalentwicklung in S\u00fcdost-Europa \u2013 (partizipative) Analyse der Potenziale und Herausforderungen unterschiedlicher raum-zeitlicher F\u00f6rderans\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Mit dem Projekt sollte unter Nutzung der Methode MARISCO eine Analyse von Potenzialen und Herausforderungen von zwei unterschiedlichen Strategien einer F\u00f6rderung von Vorhaben durch die DBU geleistet werden. Untersucht wurden die Regionen Sharr-Planina-Gebirge in der Grenzregion von Nordmazedonien, Kosovo und Albanien sowie das Gebiet in und um die UNESCO-Welterbest\u00e4tte Deutsch-Wei\u00dfkirch (Viscri) in Rum\u00e4nien.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenF\u00fcr die Analyse der beiden Fallregionen wurden folgende Arbeitsschritte durchgef\u00fchrt:<br \/>\n&#8211; Erfassung des status quo aller DBU-Projekte in den beiden Zielregionen<br \/>\n&#8211; In der Fallregion Sharr Planina: Durchf\u00fchrung eines Workshops (4 Tage) mit Akteur:innen aller drei Partnerl\u00e4nder und G\u00e4sten<br \/>\n&#8211; In der Fallregion Viskri\/Transsylvanien: Durchf\u00fchrung eines Workshops (3 Tage) mit lokalen und internationalen Akteur:innen<br \/>\n&#8211; Dokumentation und Auswertung der Workshops mit MARISCO (unter Nutzung der MARISCO-Software)<br \/>\n&#8211; Diskussion der Ergebnisse mit der DBU zu identifizierten Erfolgsfaktoren, identifizierten Herausforderungen, Empfehlungen f\u00fcr Adaptionen und Empfehlungen f\u00fcr zuk\u00fcnftige Themen\/Benennung von Handlungserfordernissen in den beiden Fallregionen<br \/>\n&#8211; Erstellung von Workshop- und Evaluationsberichten sowie einem Synthesebericht.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Analyse wurde die Methode MARISCO angewendet. Es handelt sich um eine systemische, \u00f6ko-systembasierte Methodik f\u00fcr die Absch\u00e4tzung von Risiken und Entwicklungspotenzialen f\u00fcr \u00d6kosysteme. Sie hat einen ausgesprochen partizipativen Ansatz, der auf den Prinzipien des adaptiven Managements von Risiken und Vulnerabilit\u00e4t beruht. Mit der Methodik wurden im Projekt gemeinsam mit Akteur:innen in Workshops Wissenskarten erarbeitet und im Nachgang ausgewertet und weiter analysiert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Wichtige Ergebnisse im Projekt waren die Durchf\u00fchrung der Workshops in Nordmazedonien und Rum\u00e4nien, die Erstellung der Workshopberichte f\u00fcr Nordmazedonien und Rum\u00e4nien, die Erstellung der Evaluationsberichte f\u00fcr Nordmazedonien und Rum\u00e4nien sowie des Syntheseberichtes. Zu den beiden Workshops wurden alle relevanten Akteur:innen aus den untersuchten Vorhaben und ggf. dar\u00fcber hinaus auch noch weitere Teilnehmer:innen eingeladen.<br \/>\nUm die beiden F\u00f6rderregionen angemessen analysieren zu k\u00f6nnen, wurde die zuvor auch von der DBU gef\u00f6rderte Analyse- und Planungsmethodik MARISCO angewendet. Sie erm\u00f6glichte eine systemische und systematische Betrachtung der gef\u00f6rderten Projekte und der in den Projekten durchgef\u00fchrten Strategien und Ma\u00dfnahmen.<br \/>\nDabei sollten mithilfe von MARISCO mehrere Teilziele auf verschiedenen Ebenen erzielt werden wie z. B. die Integration von verschiedenen Wissensformen und Perspektiven, die bislang ggf. wenig miteinander interagierten. Der partizipative Ansatz der Ko-Produktion des strategisch relevanten Wissens in den Workshops sollte ein verbessertes gemeinsames Verst\u00e4ndnis der Akteur:innen u. a. der \u00f6kologischen, sozio-\u00f6konomischen, institutionellen und politischen Herausforderungen f\u00f6rdern.<br \/>\nDie Analyse zeigte potenzielle Wirkungen der unterschiedlichen Herangehensweisen auf und identifizierte v. a. auch in beiden Fallregionen zuk\u00fcnftige Handlungserfordernisse und aussichtsreiche Handlungsoptionen. In diesem Kontext wurden die Ergebnisse der Analyse auch dahingehend ausgewertet, ob die beiden unterschiedlichen F\u00f6rderstrategien gleichwertige oder unterschiedliche Wirkungspotenziale hatten und um welche Komponenten sie ggf. erg\u00e4nzt werden m\u00fcssen.<br \/>\nInsgesamt erwies sich die MARISCO-Methodik als gut geeignet f\u00fcr die Evaluierung der beiden F\u00f6rderstrategien.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zu den in den Regionen durchgef\u00fchrten partizipativen Workshops in Nordmazedonien und Rum\u00e4nien wurde eine Vielzahl an Akteur:innen eingeladen, die in die betrachtete Projekten involviert waren. An den beiden Workshops nahmen zudem mehrere Mitarbeiter der DBU, zwei ausgew\u00e4hlte amerikanische Expert:innen und zwei Mitarbeiter der Alfred T\u00f6pfer Akademie f\u00fcr Naturschutz teil, um die Methodik kennen zu lernen. In Vorbereitung und im Nachgang an die Workshops wurden die Inhalte bzw. die Ergebnisse der Workshops der DBU pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es war m\u00f6glich, die beiden F\u00f6rderstrategien mit Hilfe der MARISCO-Methodik zu untersuchen. Dabei wurde festgestellt, dass beide F\u00f6rderstrategien bisher noch nicht ihr volles Wirkungspotenzial entfalten. Insgesamt erschien die Wirkung des parallelen F\u00f6rderansatzes in Rum\u00e4nien effektiver auszufallen, was aber auch auf die lokalen Gegebenheiten und die Partner:innen vor Ort zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. In Anbetracht der starken \u00f6kologischen Degradierung im Zielgebiet des konsekutiven F\u00f6rderansatzes in Nordmazedonien, erscheinen die Ma\u00dfnahmen der umgesetzten Projekte als zu kleinteilig und isoliert, um eine wirkliche Ver\u00e4nderung zu erzeugen. Beide F\u00f6rderstrategien haben jedoch das Potenzial nachhaltige Ver\u00e4nderungen in den Zielgebieten zu erzielen, vor allem, wenn die Koh\u00e4renz und Vernetzung innerhalb der einzelnen Projekte erh\u00f6ht wird.<br \/>\nDie (finanzielle) F\u00f6rderung von Institutionen und die Erm\u00e4chtigung und Vernetzung von Akteur:innen f\u00fchren jedoch nicht in jedem Falle zur Verbesserung des Zustands der \u00d6kosysteme. Zu diskutieren ist hierbei, ob diese angestrebt wird und inwieweit eine \u00f6kologische, soziale und institutionell-politische Wirksamkeit erreicht werden soll.<br \/>\nEs wird angeregt, im Rahmen der Projektf\u00f6rderung die Priorisierung von \u00d6kosystemen und Managementans\u00e4tzen strategisch zu diskutieren. Sollen z.B. st\u00e4rker degradierte Gebiete versus Gebiete mit gr\u00f6\u00dferem Naturraumpotenzial durch Projekte adressiert werden, oder geht es um statische Kulturlandschaftserhaltung unter den Bedingungen des Klimawandels versus Unterst\u00fctzung bzw. Erhalt der Entwicklungs- und Anpassungsf\u00e4higkeit von \u00d6kosystemen?<br \/>\nDie erdr\u00fcckende Faktenlage allein zum Klimawandel und die bereits zu verzeichnenden Ver\u00e4nderungen in den \u00d6kosystemen sprechen eindeutig f\u00fcr ein Abr\u00fccken von Strategien, die die statische Erhaltung von einzelnen \u00d6kosystemkomponenten oder von in der Vergangenheit entstandenen Kulturlandschaften in den Fokus nehmen.<br \/>\nEine F\u00f6rderung von Nachhaltigkeit sollte sich in Zukunft unbedingt auf die Bewahrung und F\u00f6rderung von regulierenden \u00d6kosystemleistungen sowie die Resilienz von \u00d6kosystemen konzentrieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit dem Projekt sollte unter Nutzung der Methode MARISCO eine Analyse von Potenzialen und Herausforderungen von zwei unterschiedlichen Strategien einer F\u00f6rderung von Vorhaben durch die DBU geleistet werden. 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