{"id":27982,"date":"2026-02-05T16:16:06","date_gmt":"2026-02-05T15:16:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/38213-01\/"},"modified":"2026-02-05T16:16:06","modified_gmt":"2026-02-05T15:16:06","slug":"38213-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/38213-01\/","title":{"rendered":"ENICU \u2212 Energie-Kultur-Fabriken im Chemnitzer Umland; Potenzialstudien zur Transformation ehemaliger Industriestandorte im Rahmen einer energie- und ressourcenschonenden Stadtentwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt \u201eENICU \u2013 Energie-Kultur-Fabriken im Chemnitzer Umland, Potenzialstudien zur Transformation ehemaliger Industriestandorte im Rahmen einer energie- und ressourcenschonenden Stadtentwicklung\u201c hatte zum Ziel, Konzepte f\u00fcr die Bereitstellung und Speicherung regenerativer Energien sowie weitere Mischnutzungen in Industriebrachen im Chemnitzer Umland zu entwickeln und zu untersuchen. Dieser Ansatz hat aus Sicht der Projektpartner einen hohen Synergieeffekt. Zum einen wird durch die Nach-, Um- und Weiternutzung der Industriebrachen ein Erhalt und Fortbestand der Objekte gesichert.<br \/>\nDas Projekt wurde in der Antragsphase als eine universit\u00e4re, interdisziplin\u00e4re Kooperation der Forschungsgebiete Energietechnik und Wirtschaftswissenschaften sowie Denkmalpflege und Entwerfen konzipiert. Neben der Forschung war u. a. Ziel des dritten Projektpartners Gribs, ein Netzwerk aufzubauen sowie ein wachsendes Objektarchiv f\u00fcr die weitere Sammlung und \u00dcbersicht von Objekten zu f\u00fchren, das auch f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Verkn\u00fcpfung der unterschiedlichen Akteure genutzt und unterhalten werden kann.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden<br \/>\nArbeitspaket EnWi1 \u2013 Marktrecherche mit Kosten zu einsetzbaren regenerativen Energien und Spei-chern durch Metastudien durch TU Chemnitz<\/p>\n<p>Arbeitspaket En2a \u2013 Energietechnischer L\u00f6sungskatalog als systematische Aufbereitung und Darstel-lung der Metastudien mit Bezug zur energetischen Nutzung von Industriebrachen durch TU Chemnitz<\/p>\n<p>Arbeitspakete En2b und En2c \u2013 Expliziter Einsatz regenerativer Energien und Speicher an Beispielobjekten mit energetischer Bewertung durch Simulation und Berechnung durch TU Chemnitz<\/p>\n<p>Arbeitspakete En2d und Wi2d \u2013 Durchf\u00fchrung von monatlichen Feedbackworkshops zu energietechnischem L\u00f6sungskatalog und energietechnischer und \u00f6konomischer sowie \u00f6kologischer Bewertung durch TU Chemnitz<\/p>\n<p>Arbeitspaket Wi2a \u2013 Wirtschaftlichkeitsbewertung des Konzeptes mit Hilfe der Kapitalwertmethode und den Ergebnissen der energetischen Bewertung, zus\u00e4tzliche \u00f6kologische Bewertung durch TU Chemnitz<\/p>\n<p>Arbeitspakete En3 und Wi3 \u2013 Erstellung von Fachpublikationen durch die Technische Universit\u00e4t Chemnitz sowie Ma\u00dfnahmen zur Verbreitung der Projektergebnisse in Form von Konferenz- und Journalbeitr\u00e4gen durch TU Chemnitz<\/p>\n<p>Arbeitspakete AD1a-c \u2013 Konzeption, Vorbereitung und Durchf\u00fchrung einer Ausstellung zum Thema der Transformation und Nachnutzung ehemaliger Industriekomplexe im Chemnitzer Umland durch TU Dresden<\/p>\n<p>Arbeitspakete AD2a-c \u2013 Entwicklung konzeptioneller, architektonischer Nutzungskonzepte f\u00fcr Fokusobjekte Energie und Denkmal (AD2a), Fokusobjekte Quartier (AD2b), sowie deren skizzenhafte \u00dcbertragung auf ausgew\u00e4hlte Potenzialobjekte (AD2c) durch TU Dresden<\/p>\n<p>Arbeitspaket AD2d \u2013 Durchf\u00fchrung von 4 Feedbackworkshops zu den Nutzungskonzepten (TU Dres-den)<\/p>\n<p>Arbeitspaket AD3 \u2013 Zusammenfassung der Projektergebnisse der TU Dresden in Brosch\u00fcre<\/p>\n<p>Arbeitspakete S2a-b \u2013 Netzwerkarbeit und Aufbau eines Archivs mit Website durch die Gribs gUG<\/p>\n<p>Arbeitspakete S3a-c \u2013 Vorbereitung und Erstellung sowie Produktion der Pilotausgabe des CROOM Magazins durch die Gribs gUG<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es sinnvoll und erstrebenswert ist, die untersuchten Objekte weiterhin zu nutzen bzw. neuen Nutzungen zuzuf\u00fchren, und sie dabei auch zur Bereitstellung und Speicherung regenerativer Energie einzusetzen. Die Herbeif\u00fchrung einer wirtschaftlichen Tragf\u00e4higkeit muss differenzierter betrachtet werden. Letztere kann nur durch einen in der Summe wertsch\u00f6pfenden, sowie aus Sicht der Professur Denkmalpflege und Entwerfen f\u00fcr die jeweiligen Industrieobjekte passenden und angemessenen Nutzungsmix gew\u00e4hrleistet werden, der Bedarfe und Potenziale des Quartiers einbezieht. Allein mit der Bereitstellung und Speicherung regenerativer Energie, die sich als monofunktionale Nutzung auf die Objektareale beschr\u00e4nkt, ist es vor allem aufgrund der derzeitigen Regulatorik im Energiesektor kaum m\u00f6glich einen Business Case zu generieren (Gribs, TU Chemnitz).<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Projektveranstaltungen<br \/>\n\u2022\tAuftaktveranstaltung am 09. Januar 2023<br \/>\n\u2022\tMidissage zur Ausstellung \u201eEnergie-Kultur-Fabriken\u201c am 13. Juni 2023 im GEH8 in Dresden<br \/>\n\u2022\tVernissage f\u00fcr Magazin \u201eCROOM\u201c am 21. November 2023 in SPEMAFA \u2013 Bahnbetriebswerk in Chemnitz<br \/>\n\u2022\tAbschlussveranstaltung ENICU-Projekt am 08. Februar 2024 in Esche-Museum in Limbach\/ Oberfrohna <\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit<br \/>\n\u2022\tTeilnahme Christian Henkel am Workshop zum Kompetenzzentrum Textil im Esche-Museum im Rahmen des Flagship-Programms Makers, Business &#038; Arts der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025, am 14. Oktober 2022<br \/>\n\u2022\tVorstellung des Projektes in der Au\u00dfenstelle Chemnitz, beim Staatsbetrieb Zentrales Fl\u00e4chenmanagement Sachsen durch Dr. J\u00f6rg Seifert, Antipas Papageorgiou und Christian Henkel im November 2022<br \/>\n\u2022\tVer\u00f6ffentlichung in der Freien Presse, vom 25.01.2023<br \/>\n\u2022\tTeilnahme Christian Henkel am Labortag der Netzwerke in Zschopau, am 20.April 2023<br \/>\n\u2022\tVorstellung des Projektes durch Christian Henkel zum ersten Treffen des Regionalmanage-ments in Oelsnitz\/ Erzgebirge am 08. Juni 2023<br \/>\n\u2022\tTeilnahme Christian Henkel am dritten Treffen der St\u00e4dtebauf\u00f6rderung in Mittweida am 27. Juni 2023<br \/>\n\u2022\tWanderausstellungen der Ausstellung \u201eEnergie-Kultur-Fabriken\u201c in Limbach-Oberfrohna im Juni 2023 und Werdau im September 2023<br \/>\n\u2022\tTeilnahme von Benjamin Jacobsen an Podiumsdiskussion der Fraktion B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen am 27.06.2023 zur Frage, welche Potentiale Industriedenkm\u00e4ler in der Region f\u00fcr die Nutzung von erneuerbaren Energien darstellen.<br \/>\n\u2022\tTeilnahme von Benjamin Jacobsen an Podiumsdiskussion der Wilhelm K\u00fclz Stiftung am 21.11.2023 zur Veranstaltung \u201eEnergiesicherheit in unsicheren Zeiten\u201c, die Potentiale und Einfl\u00fcsse neuartiger Energiequellen auf die Energieversorgung und Sicherheit des deutschen Netzes<\/p>\n<p>Publikationen<br \/>\n\u2022\tPressemitteilung auf Website der Technischen Universit\u00e4t sowie in der Freien Presse im Januar 2023<br \/>\n\u2022\tVer\u00f6ffentlichung in der \u201eWelt\u201c im Juni 2023<br \/>\n\u2022\tEinreichung der Beitr\u00e4ge \u201cAssessment of the use of brownfield sites to improve sustainability ofelectrical energy supply\u201d und \u201cReduction of life cycle emissions of renewable energies through special second life models\u201d im Rahmen der 31st CIRP Conference on Life Cycle Engineering (LCE 2024)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit der Untersuchung der Standorte und Objekte durch die Professur Denkmalpflege und Entwerfen der TU Dresden wurde deutlich, dass beim Ringen um den Erhalt des baukulturellen Erbes verschiedene Disziplinen die anstehenden Fragen aus ihren zum Teil sehr unterschiedlichen Betrachtungsrichtungen ihrer fachlichen Expertise beurteilen m\u00fcssen. F\u00fcr ein m\u00f6gliches Folgeprojekt w\u00e4ren aus Sicht der Professur neben architektonisch-denkmalpflegerischen Beitr\u00e4gen, auch Beitr\u00e4ge der Stadt- und Regionalplanung und der Bauphysik anzustreben. Zugleich erscheint aus Sicht der Professur sinnvoll, bei einer weiteren Forschung weniger Objekte zu untersuchen, so dass sich tats\u00e4chlich den wesentlichen Fra-gen, zum Beispiel nach dem energetischen Verhalten der Bausubstanz gewidmet werden kann. In diesem Zusammenhang w\u00e4re nach Meinung der TU Dresden auch die langfristige Begleitung eines Praxisprojektes mit einem Monitoring des phasenweisen Wandlungsprozesses sinnvoll.<br \/>\nIm Rahmen der durch die Professur f\u00fcr Energie- und Hochspannungstechnik der Technischen Universit\u00e4t Chemnitz untersuchten Arbeitspakete konnte ein Mehrwert des Einsatzes von Anlagen zur regenerativen Energiebereitstellung sowie der Speicherung von Energie festgestellt werden. Dieser Mehrwert st\u00f6\u00dft vor allem bei Eigent\u00fcmern entsprechender Immobilien auf gro\u00dfes Interesse. In folgenden Schritten sollten die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt in konkrete Anwendungen \u00fcberf\u00fchrt werden. Die energietechnischen Ergebnisse der TU Chemnitz mit ihren zugrundeliegenden Methoden und Werkzeugen k\u00f6nnen auf eine gro\u00dfe Bandbreite weiterer Objekte \u00fcbertragen werden. Allerdings muss immer eine Einzelfallbetrachtung erfolgen. Aus rein energetischer Sicht m\u00fcssen vor allem bei Anlagen zur Bereitstellung und Speicherung regenerativer Energie Einzelfallstudien durchgef\u00fchrt werden, wenn der Fokus nicht auf Photovoltaik und Batteriespeicher liegen soll. Diese Aufgabe der Einzelfallplanung von energietechnischen Anlagen sollte an spezialisierte Ingenieurb\u00fcros vergeben werden, die nicht nur in engem Kontakt mit den Installateuren der Anlagen stehen, sondern auch mit den planenden Architekturb\u00fcros, um ganzheitliche und nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.<br \/>\nNach Abschluss des Projekts ENICU gibt es im Fr\u00fchjahr 2024 mehrere konkrete Initiativen zur Lancierung von Folgeprojekten mit potentiellen Partnern sowohl auf der Ebene des Landes Sachsen, als auch aus den Bereichen Wissenschaft, Privatwirtschaft und Kommunalpolitik. Hier\u00fcber wird der Projektpartner Gribs, der auch weiterhin Netzwerkarbeit i.S. der Projektidee sowie zur Verbreitung der Projektergebnisse betreiben wird, im weiteren Fortgang, soweit das angemessen ist, der DBU fortgesetzt berichten. Insgesamt konnte auch die Netzwerkarbeit von Gribs wichtige Beitr\u00e4ge nicht nur zur Erreichung der p\u00e4dagogischen Ziele, sondern perspektivisch auch der umweltrelevanten Ziele liefern, d. h. den Erhalt von grauer Energie mit der Etablierung von gr\u00fcnen Kraftwerken im Rahmen von Pilotprojekten zu verbinden und hier Strukturentwicklung zu bef\u00f6rdern und Innovationsimpulse auf dem Weg zu wirtschaftlich tragf\u00e4higen Nutzungssegmenten f\u00fcr die Reaktivierung von baukulturell wertvollen baulichen Best\u00e4nden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt \u201eENICU \u2013 Energie-Kultur-Fabriken im Chemnitzer Umland, Potenzialstudien zur Transformation ehemaliger Industriestandorte im Rahmen einer energie- und ressourcenschonenden Stadtentwicklung\u201c hatte zum Ziel, Konzepte f\u00fcr die Bereitstellung und Speicherung regenerativer Energien sowie weitere Mischnutzungen in Industriebrachen im Chemnitzer Umland zu entwickeln und zu untersuchen. 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