{"id":27950,"date":"2026-03-14T10:32:26","date_gmt":"2026-03-14T09:32:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/38351-01\/"},"modified":"2026-03-14T10:32:28","modified_gmt":"2026-03-14T09:32:28","slug":"38351-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/38351-01\/","title":{"rendered":"Innovative und wissensbasierte Quartiersentwicklung f\u00fcr ein energie- und ressourceneffizientes Wohnen \u2212 Innowater"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Aufgrund steigender Anspr\u00fcche an k\u00fcnftige Wohnr\u00e4ume werden effiziente L\u00f6sungen im Hinblick auf die Siedlungswasserwirtschaft gefordert, um st\u00e4dtische Lebensr\u00e4ume klimaangepasst und lebenswert zu gestalten. Urbane Begr\u00fcnungen spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie nachweislich zur Reduzierung des W\u00e4rmeinseleffekts und zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen. Eine nachhaltige Bew\u00e4sserung von Gr\u00fcnfl\u00e4chen stellt durch begrenzte Wasserressourcen eine Herausforderung dar. Daher ist das Ziel des Projekts die Entwicklung eines flexiblen Wassermanagements f\u00fcr st\u00e4dtische Gr\u00fcnanlagen. Dabei sollen dezentrale, adaptive und KI-gest\u00fctzte Systeme zum Einsatz kommen. Wesentliche Schwerpunkte bilden die Identifizierung technischer und organisatorischer Herausforderungen sowie die Einbindung der Mieter in die nachhaltige Quartiersentwicklung. Zudem wird die \u00dcbertragbarkeit auf andere Wohnquartiere gepr\u00fcft und eine Handreichung f\u00fcr Bauherren erstellt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Rahmen des Projekts wird eine umfassende Analyse der bestehenden Rahmenbedingungen f\u00fcr die Wasser- und Bodenbewirtschaftung in Wohnquartieren durchgef\u00fchrt. Zun\u00e4chst werden technische und organisatorische Herausforderungen identifiziert, um ein solides Fundament f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Entwicklung zu schaffen. Basierend auf dieser Analyse erfolgt die Ermittlung relevanter Indikatorparameter f\u00fcr Grauwasser, um die Qualit\u00e4t f\u00fcr Bew\u00e4sserungszwecke zu pr\u00fcfen. Zudem werden Konzepte f\u00fcr eine nachhaltige Wasserbereitstellung und -verteilung erarbeitet, die auf den vorherigen Erkenntnissen basieren. <\/p>\n<p>Im Ergebnis ist ein Leitfaden \u201eWasserwende im Wohnungsbau\u201c entwickelt worden, der umfassende Informationen und Handlungsempfehlungen f\u00fcr die Grauwasserwiederverwendung beinhaltet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Rahmen des Forschungsprojekts wurde eine Methodik f\u00fcr ein effektives Wassermanagement in st\u00e4dtischen Gr\u00fcnanlagen entwickelt, mit einem besonderen Fokus auf die Nutzung von Grauwasser. Durch die Analyse eines spezifischen Untersuchungsgebiets konnten innovative Ans\u00e4tze erarbeitet werden, die die nachhaltige und effiziente Bewirtschaftung von Wasserressourcen in urbanen R\u00e4umen f\u00f6rdern. Dieser Prozess ber\u00fccksichtigte sowohl die Bed\u00fcrfnisse der Anwohner als auch die r\u00e4umlichen Gegebenheiten und die Verf\u00fcgbarkeit von Wasserressourcen sowie Belange des Betriebs.<br \/>\nHerauszustellen ist eine Steuerzentrale, die die Bew\u00e4sserung bedarfsgerecht erm\u00f6glicht, indem sie kontinuierlich die Saugspannung im Boden misst. Diese Technologie schafft eine pr\u00e4zise Anpassung der Wasserbereitstellung an die Anforderungen der Gr\u00fcnfl\u00e4chen, was die Effizienz der Bew\u00e4sserung erheblich steigert.<br \/>\nDas entwickelte Konzept integriert zus\u00e4tzlich die Nutzung von Niederschlagswasser, das von den Dachfl\u00e4chen der umliegenden Geb\u00e4ude erfasst wird, sowie gereinigtes Grauwasser aus Haushalten. Diese beiden Wasserquellen werden in einem Zwischenspeicher zusammengef\u00fchrt. Neben der effizienten Wasserbewirtschaftung kann dieser Speicher auch als saisonaler W\u00e4rmespeicher dienen, was eine nachhaltige Nutzung des gesammelten Wassers erm\u00f6glicht.<br \/>\nIm Rahmen der Untersuchung wurde auch ein umfassendes Programm zur Analyse von realem Grauwasser entwickelt. Hierbei wurden geeignete physikalische, chemische und mikrobiologische Parameter ausgew\u00e4hlt, um eine ganzheitliche Bewertung der Grauwasserqualit\u00e4t zu erm\u00f6glichen. Die Ergebnisse zeigten wertvolle Einblicke in die Zusammensetzung des Grauwassers und die potenziellen Nutzungsm\u00f6glichkeiten.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus wurde ein Leitfaden f\u00fcr Bauherren und Planer erstellt, der die Implementierung von Grauwassernutzungssystemen in st\u00e4dtischen Gr\u00fcnanlagen thematisiert. Dieser Leitfaden ist ein umfassendes Instrument f\u00fcr Fachleute, um nachhaltige Praktiken im Umgang mit Wasserressourcen zu implementieren. Er enth\u00e4lt u. a. Informationen zu den identifizierten Parametern f\u00fcr den Einsatz von Sensortechnologien im Wasser- und Bodenmanagement, um eine effiziente \u00dcberwachung und Steuerung der Bew\u00e4sserungsprozesse zu erm\u00f6glichen.<br \/>\nDas Projekt tr\u00e4gt dazu bei, die Nachhaltigkeit und Effizienz in der Pflege urbaner Gr\u00fcnanlagen zu f\u00f6rdern und gleichzeitig die st\u00e4dtische Umweltqualit\u00e4t zu verbessern.<br \/>\nInsgesamt bietet die Entwicklung dieses integrierten Bew\u00e4sserungsregimes und des begleitenden Leitfadens eine bedeutende Grundlage f\u00fcr k\u00fcnftige Projekte im Bereich des nachhaltigen Wassermanagements in urbanen R\u00e4umen. Sie erm\u00f6glicht nicht nur eine ressourcenschonende Bewirtschaftung von Wasser, sondern leistet auch einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t in St\u00e4dten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die gewonnenen Ergebnisse werden in gemeinsamen Publikationen der Projektpartner ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nIm Rahmen eines Leitfadens wurden die ausgewerteten Daten f\u00fcr Planungsprozesse in der ressourceneffizienten Quartiersentwicklung zusammengestellt. Dieser Leitfaden dient als umfassende Ressource, um die gewonnenen Erkenntnisse in praxisorientierte Handlungsempfehlungen zu \u00fcberf\u00fchren. Im Rahmen von Vortr\u00e4gen wurden die Erkenntnisse der Fach\u00f6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Projekt INNOWATER wurden technische, rechtliche und organisatorische Herausforderungen identifiziert, um die Grauwassernutzung zu optimieren. Durch die Analyse des in Haushalten anfallenden Grauwassers konnten praxisnahe Erkenntnisse \u00fcber dessen Aufbereitung und Nutzung gewonnen werden. Die Entwicklung eines dezentralen, adaptiven und sensorbasierten KI-Systems f\u00fcr die Bew\u00e4sserung st\u00e4dtischer Gr\u00fcnanlagen zeigt vielversprechende Ans\u00e4tze zur Ressourcenschonung und effizienten Pflege. Die Untersuchung eines Modellquartiers lieferte praktische Konzepte zur Grauwassernutzung und bewies deren \u00dcbertragbarkeit auf andere Wohngebiete, was wichtige Impulse f\u00fcr zuk\u00fcnftige Planungen gibt. Die Ergebnisse f\u00f6rdern somit die Implementierung nachhaltiger Praktiken in der Stadtentwicklung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Aufgrund steigender Anspr\u00fcche an k\u00fcnftige Wohnr\u00e4ume werden effiziente L\u00f6sungen im Hinblick auf die Siedlungswasserwirtschaft gefordert, um st\u00e4dtische Lebensr\u00e4ume klimaangepasst und lebenswert zu gestalten. Urbane Begr\u00fcnungen spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie nachweislich zur Reduzierung des W\u00e4rmeinseleffekts und zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen. 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