{"id":27909,"date":"2025-06-25T10:36:02","date_gmt":"2025-06-25T08:36:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/38392-01\/"},"modified":"2025-06-25T10:36:04","modified_gmt":"2025-06-25T08:36:04","slug":"38392-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/38392-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung innovativer Tragsysteme durch Wiederverwertung von Rohstoffen im Rahmen des Reallabors &#8220;Neubau des Museums-Pavillons der TU Berlin&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zur Erreichung der Klimaziele im Bausektor bis 2050 bedarf es einer radikalen Transformation der Art, in der gegenw\u00e4rtig geplant und gebaut wird. Vor dem Hintergrund schwindender Ressourcen und den \u00f6kologischen Negativwirkungen der Herstellung von neuen Baumaterialien kommt der hochwertigen Wieder- und Weiterverwendung von Baustoffen und Bauteilen eine besondere Bedeutung zu. F\u00fcr die Erreichung einer Kreislaufbauwirtschaft m\u00fcssen die Inanspruchnahme von Rohstoffen ma\u00dfgeblich reduziert, Lebenszyklen von Ressourcen, Bauteilen und ganzen Geb\u00e4uden l\u00e4ngst m\u00f6glich gestaltet und Abfall fast g\u00e4nzlich vermieden werden. Gem\u00e4\u00df einer Studie des Umweltbundesamtes werden die \u00f6kologischen und wirtschaftlichen Vorteile des Materialrecyclings und der Nachnutzung ganzer Bauteile bislang nur unzureichend oder gar nicht ber\u00fccksichtigt. Beim Abbruch bzw. R\u00fcckbau anfallende mineralische Baustoffe werden gr\u00f6\u00dftenteils verwertet, allerdings nur zu einem Bruchteil in hochwertiger Form als Substitution in Prim\u00e4rbaustoffen. Andere anfallende, nicht mineralische Bauabf\u00e4lle wie Kunststoffe und Holz werden prim\u00e4r thermisch und in nur wenigen Ausnahmen stofflich verwertet. Der vermehrte Einsatz von Baustoffen in Materialverb\u00fcnden macht eine sortenreine Trennung zur Weiterverwendung nach derzeitigem Stand unm\u00f6glich<\/p>\n<p>Das Forschungsvorhaben \u0084Neubau des Museums-Pavillons der TU Berlin als Reallabor-Bauen\u0093 setzt hier an und mit dem Ziel der Konzeption und Entwicklung innovativer Tragsysteme optimiert f\u00fcr die Herstellung aus wiederverwendeten Rohstoffen, die eine sortenreine Trennung und sp\u00e4tere Wiederverwendung vereinfacht erm\u00f6glichen. F\u00fcr die Umsetzung dieser Ans\u00e4tze abseits g\u00e4ngiger Standards bedarf es neben technischen Innovationen auch Anpassungen auf prozessualer Ebene: Herk\u00f6mmliche Prozesse von der Forschung \u00fcber die Entwicklung bis zur Umsetzung sind an vielen Stellen nicht mehr praktikabel, um die notwendige Geschwindigkeit der Transformation des Bausektors zu erreichen. Die direkte Zusammenarbeit von Forschung und Praxis f\u00fcr einen beschleunigten Wissenstransfer ist daf\u00fcr von besonderer Bedeutung. <\/p>\n<p>Das Forschungsvorhaben kooperiert mit dem Realisierungsprojekt GRW-Projekt \u0084Pavillon und Wissenspfade\u0093 der Technischen Universit\u00e4t Berlin. Ziel ist es, die wissenschaftlichen Ergebnisse der hier vorliegenden ersten und beantragten zweiten Stufe dieses Forschungsvorhabens in den Planungs- und Bauprozess einflie\u00dfen zu lassen und so eine direkte Umsetzung zu erm\u00f6glichen. <\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Forschungsprojekt \u0084Neubau des Museums-Pavillons der TU Berlin als Reallabor-Bauen\u0093 ist gef\u00f6rdert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Die 12-monatige erste Stufe des Forschungsprojekts ist in vier Forschungsbereiche und Arbeitspakete gegliedert. Die Fortf\u00fchrung, Detaillierung und Umsetzung des Forschungsvorhabens in einer zweiten Stufe ist geplant und beantragt. <\/p>\n<p>In Arbeitspaket 1 \u0096 Wiedergewinnung und -verwendung von Altholz als Baustoff f\u00fcr Tragwerke \u0096 werden die gegenw\u00e4rtigen juristischen Grundlagen der Altholzwiederverwendung zusammengefasst und dargelegt. Weiterhin werden mithilfe von Altholz aus drei Berlin bzw. berlinnahen R\u00fcckbauvorhaben exemplarisch die Gewinnung, der Transport, die Aufbereitung sowie die Sortierung von Altholz in Festigkeitsklassen durchgef\u00fchrt. Die Sortierung erfolgt vergleichend mit mehreren visuellen bzw. maschinengest\u00fctzten Verfahren. Anhand der Ergebnisse und Erfahrungswerte aus der exemplarischen Durchf\u00fchrung der Altholzakquise wird ein allgemeing\u00fcltiger Ablauf erarbeitet, mit dessen Hilfe Planer:innen und Bauherr:innen in der Lage sind, Altholz in ihren Bauvorhaben einzusetzen. In Bezug auf die Thematik der Altholzsortierung wird ein Bedarf f\u00fcr weiterf\u00fchrende Forschung festgestellt.<\/p>\n<p>In Arbeitspaket 2 \u0096 Kreislaufgerechte Altholznutzung &#8211; Tragwerksentwurf \u0096 werden weitspannende Tragwerkstypologien, wie sie im Museumspavillon zum Einsatz kommen sollen, hinsichtlich der Verwendbarkeit von Altholz und der R\u00fcckbaubarkeit der notwendigen Verbindungen untersucht und optimiert. Es wird eine Parameterstudie hinsichtlich der notwendigen Querschnitte und auftretenden Schnittgr\u00f6\u00dfen anhand eines 12 Meter spannenden Holzfachwerktr\u00e4gers durchgef\u00fchrt. Weiterhin werden f\u00fcr das Realisierungsvorhaben infrage kommende Holz-Holz-Verbindungen untersucht, indem ein theoretisches Bemessungsmodell entwickelt und anschlie\u00dfend Kleinteilprobek\u00f6rper exemplarisch mithilfe von Druckversuchen beprobt werden.<\/p>\n<p>In Arbeitspaket 3 \u0096 Beton- und stahlarme Gr\u00fcndung \u0096 werden zwei Varianten von Einzelfundamenten anhand der Lasten aus dem Realisierungsprojekt entworfen. Beide Varianten minimieren den Einsatz von Stahlbeton im Vergleich zu konventionellen Einzelfundamenten. F\u00fcr die Varianten werden m\u00f6gliche Bemessungskonzepte vorgestellt und konstruktive, ausf\u00fchrungsrelevante Details er\u00f6rtert.<\/p>\n<p>In Arbeitspaket 4 \u0096 Kreislaufgerechte Planung und Realisierung, Bewertung \u0096 werden die Rahmenbedingungen des neuartigen Reallabor-Ansatzes zusammengefasst, die die Grundlage f\u00fcr die kreislaufgerechte Planung und die Ausrichtung des Forschungsprojekts bilden. Zur Bewertung der \u00f6kologischen Vorteile der in dem Forschungsprojekt entwickelten Bauteile aus wiederverwendeten Materialien werden aktuelle Bewertungsans\u00e4tze anhand der Umweltauswirkungen (LCA) vergleichend angewendet und daraus ein eigener Ansatz abgeleitet. Die Unsch\u00e4rfe der Ergebnisse zeigt einen Forschungsbedarf auf; empfohlen wird die Weiterentwicklung zu einem mehrdimensionalen Bewertungsansatz unter Einbezug zus\u00e4tzlicher Faktoren in der zweiten Phase des Forschungsprojekts.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die zentrale Forschungsfrage des Vorhabens ist, ob bzw. zu welchen Bedingungen die entwickelten kreislaufgerechten Konzepte f\u00fcr Tragkonstruktionen aus wiederverwendeten Materialien im Bauvorhaben realisiert werden k\u00f6nnen und ob eine \u00dcbertragbarkeit der Ans\u00e4tze zur breiten Verankerung im Bausektor m\u00f6glich ist. Das Reallabor f\u00fcr das Planen und Bauen in den planetaren Grenzen formuliert ein zukunftsweisendes Konzept f\u00fcr einfaches, schadstofffreies Bauen aus wiederverwendeten Materialien, das Abfall fast g\u00e4nzlich vermeidet.<\/p>\n<p>1. Forschungsgebiet Kreislaufgerechte Altholznutzung &#038; Gewinnung des Altholzes<br \/>\nIm Rahmen dieser 1. Phase des Forschungsprojekts wurde ein f\u00fcr den kreislaufgerechten Einsatz von Altholz in tragender Funktion notwendiger Ablauf konzipiert. Dieser Ablauf beinhaltet sowohl formelle als auch werkstoffspezifische Aspekte: Es ist insbesondere Wert zu legen auf die Vermeidung der Abfalleigenschaft, einen zerst\u00f6rungsarmen Ausbau der Einzelbauteile, eine werkstoffgerechte Lagerung zwischen den Einzelschritten des Ablaufs und eine Methode der Sortierung in Festigkeitsklassen, die auf die speziellen Herausforderungen im Umgang mit Altholz eingeht. Der Ablauf der Altholzgewinnung und -sortierung wurde exemplarisch anhand von drei repr\u00e4sentativen Altholzquellen bzw. R\u00fcckbauvorhaben durchgef\u00fchrt. Dabei lag ein Fokus auf der Aufbereitung, Sortierung und Einordnung in Festigkeitsklassen.<\/p>\n<p>Es wird dabei festgestellt, dass Altholz aus R\u00fcckbauvorhaben in Mengen vorhanden ist, die f\u00fcr das Realprojekt relevant sind. Weiterhin wird, als zentrales und wegweisendes Forschungsergebnis, festgestellt, dass die Wiederverwendung von Altholz nach jetzigem Kenntnisstand grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich ist \u0096 sofern der in diesem Bericht beschriebene Ablauf befolgt wird. Um die Altholzgewinnung derart zu skalieren, dass Projekte in der Gr\u00f6\u00dfe des TU Pavillons damit realisiert werden k\u00f6nnen, bedarf es einer Professionalisierung aller Einzelabl\u00e4ufe.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Sortierung des Altholzes in Festigkeitsklassen bedarf es weiterf\u00fchrender Forschung, die auf gr\u00f6\u00dferen Stichprobenmengen basiert. Eine reine visuelle Sortierung erscheint zum jetzigen Zeitpunkt und mit Holz in \u00e4hnlicher Qualit\u00e4t der bisher untersuchten Quellen nicht zielf\u00fchrend. Im Rahmen weiterf\u00fchrender Forschung sollte festgelegt werden, wie die im vorliegenden Bericht beschriebenen Verfahren der Sortierung m\u00f6glichst zielf\u00fchrend miteinander kombiniert werden k\u00f6nnen, um die Festigkeit von Altholz zuverl\u00e4ssig beurteilen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>2. Forschungsgebiet Kreislaufgerechte Holznutzung \u0096 weitspannende und r\u00fcckbaubare Konstruktionen aus Altholz<br \/>\nAufbauend auf dem Tragwerksentwurf aus der Planung des Bauvorhabens und unter Ber\u00fccksichtigung der \u00fcblicherweise bei Altholz zu erwartenden Querschnitte und Geometrien, wurde im Rahmen der ersten Forschungsphase eine parametrische Studie durchgef\u00fchrt, die eine m\u00f6glichst gro\u00dffl\u00e4chige Verwendung von Altholz erm\u00f6glichen soll. Hieraus wurde ein parametrischer Entwurf f\u00fcr einen verbindungsmittelarmen Knoten des Fachwerktr\u00e4gers entwickelt, betrachtet wurden formschl\u00fcssige Holz-Holz-Verbindungen sowie konventionelle Anschlussformen. Aus den Entw\u00fcrfen der Holz-Holz-Verbindungen, f\u00fcr die es gegenw\u00e4rtig keine vollst\u00e4ndigen Nachweiskonzepte nach DIN gibt, wurden Versuchsaufbauten an Kleinteilprobek\u00f6rpern abgeleitet, um daran die Tragf\u00e4higkeit der unterschiedlichen Anschlussformen absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Basierend auf dem Bemessungskonzept, der durchgef\u00fchrten Untersuchungen sowie den typischerweise vorhandenen Querschnitten des Altholzes werden die in Arbeitspaket 2 betrachteten formschl\u00fcssigen Holz-Holz-Anschl\u00fcsse f\u00fcr den weitspannenden Tr\u00e4ger im Realprojekt f\u00fcr die \u00dcbertragung von Druckkr\u00e4ften empfohlen. F\u00fcr die \u00dcbertragung von Zugkr\u00e4ften werden Bauteile aus Stahl empfohlen, die einen materialgerechten Materialeinsatz bedeuten und die f\u00fcr den Rest des Tr\u00e4gers einen wirtschaftlicheren und architektonisch ansprechenden Tragwerksentwurf erm\u00f6glichen. Forschungsbedarf besteht an dieser Stelle insbesondere zur Anfangsverformung des Gesamttr\u00e4gers bei Verwendung von Zugelementen aus Stahl. Weiterhin gilt es im weiteren Verlauf zu untersuchen, inwiefern der Einsatz von Altholz bei der Herstellung von BSH-Bindern m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>3. Forschungsgebiet beton- und stahlarme Gr\u00fcndung<br \/>\nAuch im Bereich der Gr\u00fcndung soll im Rahmen des Realprojekts ein neuer Weg beschritten werden: die Bodenplatte wird vom Boden gel\u00f6st und als eine aufgest\u00e4nderte Holzkonstruktion ausgef\u00fchrt, so dass der Boden nicht versiegelt wird, das Holzbauteil aber nicht erdber\u00fchrend ausgef\u00fchrt wird. Im Rahmen des dritten Arbeitspakets wurden zwei m\u00f6gliche Gr\u00fcndungsvarianten f\u00fcr den Abtrag von Vertikallasten durch Einzelfundamente untersucht. Nach jetzigem Kenntnisstand ist f\u00fcr Variante 1 \u0096 ein mit Bruchstein gef\u00fcllter, kreisrunder Stahlkorb \u0096 der vorrangig wichtige Nachweis der inneren Standsicherheit auf einer theoretischen Ebene m\u00f6glich. Bei Variante 2 sind Fragen zur Lagesicherung des F\u00fcllmaterials aufgetreten, die zum jetzigen Zeitpunkt auf theoretischer Ebene unbeantwortet sind und in vertiefender Forschung untersucht werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>F\u00fcr beide Gr\u00fcndungsvarianten wird ein Bedarf f\u00fcr weitere Forschung festgestellt. Es soll daher im zweiten Forschungsabschnitt ein insgesamt gr\u00f6\u00dferer Fokus auf das Arbeitspaket \u0084Betonarme Gr\u00fcndung\u0093 gelegt werden, um die bisher erzielten Ergebnisse verifizieren und vertiefen zu k\u00f6nnen. Besonderer Fokus soll dabei auf der experimentellen Untersuchung der letztlich gew\u00e4hlten Gr\u00fcndungsvariante sowie auf den Abtrag der Horizontallasten gelegt werden.<\/p>\n<p>4. Forschungsgebiet Kreislaufgerechte Planung und Bewertung<\/p>\n<p>Zur St\u00e4rkung kreislaufgerechter Ans\u00e4tze und Legitimation des aktuell noch notwendigen Mehraufwandes f\u00fcr das Planen und Bauen mit wiederverwendeten Materialien sind robuste Messungen erforderlich, um die Vorteile der Wiederverwendung f\u00fcr eine nachhaltige Planungspraxis messbar zu machen. Daf\u00fcr wurde in der ersten Phase des Forschungsvorhaben zun\u00e4chst der Fokus auf die zunehmend etablierte Methode der \u00d6kobilanzierung oder Lebenszyklusanalyse (LCA) gelegt. Die meisten etablierten Instrumente zur LCA sind jedoch nicht geeignet, um die Umweltauswirkungen eines Geb\u00e4udes zu bewerten, dessen Komponenten wiederverwendet sind und\/oder in zuk\u00fcnftigen, noch nicht konkret geplanten Geb\u00e4uden wiederverwendet werden k\u00f6nnen. F\u00fcr langlebige Bauteile, die \u00fcber mehrere Nutzungszyklen hinweg eingesetzt werden k\u00f6nnen, braucht es einen anderen Berechnungsansatz, da die Verz\u00f6gerung der CO2 Emissionen rechnerisch ber\u00fccksichtigt werden muss.<\/p>\n<p>In der ersten Stufe des Vorhabens wurde zun\u00e4chst eine vergleichende Analyse bestehender Ans\u00e4tze zur Berechnung der \u00d6kobilanz wiederverwendeter Materialien und Bauteile in Anlehnung an die LCA gem\u00e4\u00df DIN EN 15978 erstellt und auf die verschiedenen Bauteilvarianten des Forschungsvorhabens angewendet. Die Ergebnisse der Berechnungen des GWPs zeigen eine gro\u00dfe Vielfalt in Abh\u00e4ngigkeit von der gew\u00e4hlten Methode der Bestimmung, dem Nutzungszyklus und Materialzusammensetzung des Bauteils. Signifikant waren die festgestellten Unterschiede der Holz- und Beton-Bauteile.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Nachweis der verbesserten \u00f6kologischen Auswirkungen der neu entwickelten Bauteile aus wiederverwendeten Materialien konnte kein zufriedenstellender Berechnungsansatz gefunden oder entwickelt werden, anhand dessen die positiven Auswirkungen kreislaufgerechter Planungsentscheidungen und Forschungsinnovationen abgebildet werden k\u00f6nnen. F\u00fcr die Entwicklung des Leitfadens zur Verbreitung der Ergebnisse dieses innovativen Vorhabens in der zweiten Phase des Forschungsprojekts wird, ankn\u00fcpfend an die Ergebnisse der ersten Phase, ein mehrdimensionaler Bewertungsansatz zur Beurteilung im Vergleich zu konventioneller Planung und Bauteilen abgeleitet.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Bereits in der ersten Stufe des Forschungsvorhabens wurden und werden die Ergebnisse der Forschung zum kreislaufgerechten Entwerfen, Planen und Konstruieren in der Lehre des Instituts f\u00fcr Architektur der TU Berlin sowie in Weiterbildungsangeboten der Architektenkammer aufgegriffen. Dar\u00fcber hinaus wurden die Forschungsergebnisse des Projekts im Rahmen von verschiedenen Fachveranstaltungen pr\u00e4sentiert, wie die Lange Nacht der Wissenschaften 2023, der Jahresausstellung des Instituts f\u00fcr Architektur 2023, das NBL 5-Symposium an der TU Berlin, sowie in Form eines 1:5 Demonstrators auf der BAU Messe 2023 in M\u00fcnchen. Der daraus entstehende Diskurs mit anderen Wissenschaftler:innen, Partner:innen aus der Praxis und Industrie, sowie Kommunen und Gemeinden soll in der zweiten Stufe des Forschungsvorhabens aufgegriffen und skaliert werden. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden au\u00dferdem in das der Ausstellung des Museums-Pavillons aufgenommen. <\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Rahmen des Forschungsprojekts \u0084Neubau des Museums-Pavillons der TU Berlin als Realprojekt-Bauen\u0093 wurden in vier Arbeitspaketen Fragestellungen untersucht, die f\u00fcr die Umsetzung des Bauprojekts \u0084TU Museums Pavillons\u0093 als wegweisendes Leuchtturmprojekt im Rahmen der Bauwende essentiell sind. Ziele des Bauvorhabens sind ein m\u00f6glichst gro\u00dffl\u00e4chiger Einsatz von Altholz in tragender Funktion, r\u00fcckbaubare Verbindungen im Holztragwerk sowie die Verwendung von Fundamenten mit einem m\u00f6glichst geringen Anteil an Beton und Stahl sowie mit einer sortenreinen R\u00fcckbaubarkeit.<\/p>\n<p>Hin zum Erreichen der oben genannten Ziele wurden im Rahmen dieses Projekts in allen Arbeitspaketen wichtige Schritte getan, wobei gleichzeitig festzustellen ist, dass eine vollst\u00e4ndige Zielumsetzung zum jetzigen Zeitpunkt und nach jetzigem Kenntnisstand nicht gesichert oder nur begrenzt m\u00f6glich ist. In allen betrachteten Gebieten sind weitere Forschungsschritte und Untersuchungen notwendig, die in der beantragten 2. Stufe des Forschungsvorhabens weiterf\u00fchrend bearbeitet werden sollen.<\/p>\n<p>\u00dcbergeordnetes Ziel des Forschungsprojekts und der Kooperation mit dem Realisierungsvorhaben der TU Berlin ist die Entwicklung kreislaufgerechter, innovativer Tragwerke, die erfolgreiche Umsetzung der Forschungsergebnisse im Neubau auf dem Campus der TU Berlin sowie die Skalierung der Erkenntnisse und \u00dcbertrag auf den Bausektor. Hierf\u00fcr spielen der oben beschriebene Leitfaden, sowie zielgruppenspezifische Veranstaltungen zur Vorstellung und Verbreitung der Ergebnisse eine \u00fcbergeordnete Rolle.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zur Erreichung der Klimaziele im Bausektor bis 2050 bedarf es einer radikalen Transformation der Art, in der gegenw\u00e4rtig geplant und gebaut wird. 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